Aus dem Mund von … Mariha

mariha

Das sage ich mir immer wieder: es gibt keine ultimative “Perfektion”, es gibt nur ganz viele verschiedene Möglichkeiten, einzigartig und wundervoll zu sein. Manchmal kommen diese Worte an, manchmal leider nicht. Wer sich diese Worte gesungen anhören mag, klickt einfach hier.

DIY – Weihnachtskarten

Hallo liebe Lebensmaler,

nach den Lichterwünschen komme ich jetzt mit ein paar Weihnachtskarten im Postsack um die Ecke – sie sind recht einfach und vor allem schnell herzustellen. Aufgestellt verschönern sie jede Anrichte, jedes Regal oder die Fensterbank, stellt man ein Glas samt Teelicht davor, wird die Karte zur Kulisse des Lichtscheins.

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Ihr braucht:

Pappkarton in der Farbe eurer Wahl
Bleistift, Lineal
Lackmarker oder Gelstifte
Schere, Kleber
Karten, Poster, Geschenkpapier, alte Zeitschriften, Bilder, …

Und so geht’s:

Ich habe euch die Kartenumrisse als pdf hochgeladen – leider bin ich nicht so ein Technik-Kenner und da die Karte in der Länge größer als A4-Format war, konnte ich nur eine Hälfte einscannen. Trotzdem könnt ihr euch die Umrisse ausdrucken und die andere Hälfte einfach ergänzen :) Ihr zieht die Umrisse mit Bleistift auf dem Pappkarton nach – Vorsicht, nicht zu dick! Danach schneidet ihr entlang der Linien und mit Hilfe des Lineals knickt ihr die Karte auf beiden Seiten, dort, wo auf dem Bild die Pfeile zu sehen sind.

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Danach geht es daran, die weiße Innenfläche auszufüllen. Dazu könnt ihr Bilder aus Zeitschriften ausschneiden, Geschenkpapier in Form schneiden, Postkarten auswählen oder auf farbiges Papier Sprüche, Songtexte oder eure Weihnachtsgrüße schreiben, aus alten Büchern Geschichten oder aus Gesangbüchern Weihnachtsliederseiten austrennen und aufkleben – je nachdem, wie viel Zeit, Material und linke Hände ihr habt ;)
Ich habe mich für kleine Flyer der Kirche entschieden, die ich noch vom letzten Jahr übrig hatte. Außerdem habe ich Weihnachtsbilder aus Zeitschriften ausgeschnitten und aus goldenem Geschenkpapier Sterne ausgeschnitten und in die Karten eingeklebt.
Im nächsten Schritt werden die Halbsterne auf beiden Seiten verziert – ich habe mich dafür entschieden, mit Lackmarkern schlicht die Außenlinien nachzuziehen und Punkte zu setzen und außerdem das Wort “Weihnacht” auf beide Seiten aufzuteilen. Die Farben habe ich passend zur Farbe des Kartons und der Karten gewählt.
Eurer Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt – die Karten können mit Glitzerstaub oder Aufklebern versehen werden und wenn ihr die Innenseite eher schlicht gestalten wollt, können die Außenseiten natürlich auch der Hingucker sein.

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Im Ergebnis sieht das dann so aus:

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Ich werde zusätzlich zu diesen Karten noch Weihnachtsgrüße zu Papier bringen und alles in weihnachtlich gestalteten Umschlägen den glücklichen Empfängern zukommen lassen. Was haltet ihr von der Idee? :)

Aus dem Mund von … Adele

adele

“Du warst in meinen Gedanken, meine Liebe wächst mit jedem Tag,
ich verliere mich in der Zeit, während ich einfach nur an dein Gesicht denke.”

… wie das eben so ist, wenn man verliebt ist … Man kann über Adele ja vieles sagen, aber ihre Texte sind wunderschön, wie zum Beispiel “One and Only”. Eine ganz großartige, gefühlvolle Ballade, die Mut macht, sich ins Unbekannte zu begeben und DEN Schritt zu wagen, der uns dem näher bringt, was wir uns tief drinnen wünschen, unwichtig, wie unsere Vergangenheit aussehen mag.

DIY – Lichterwünsche

Hallo liebe Lebensmaler,

ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich gedenke, geschenktechnisch wieder persönlich-kreativ zu werden dieses Jahr zu Weihnachten. Was ich an dieser dunklen und zunehmend kalten Jahreszeit zu lieben gelernt habe, ist das Licht. Lichterketten, Kerzen – egal was, Hauptsache, die Dunkelheit wird sanft zur Seite gedrängt.

Außerdem ist Weihnachten das Fest der Liebe, der Besinnung und der Wünsche. Es gibt einen alten Brauch, seine Wünsche aufzuschreiben und sie dem Wasser anzuvertrauen, hoffend, dass das Wasser diese Wünsche trägt. Ich habe mir überlegt, dieses Jahr unter anderem Licht und Wünsche zu verschenken.

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Was ihr dazu braucht:

Nussschalen
Wachs (Kerzenreste)
Blechbehälter (z.B. saubere Katzenfutterdose)
Dochte
Messer, Schere
Zeitungen als Unterlage

evtl. Duftöl

Und so geht’s:

Ihr knackt die Nüsse vorsichtig, denn ihr braucht die intakten Hälften. Diese höhlt ihr aus, so gut es geht, sodass eine saubere Schale entsteht. Den Docht, den ihr braucht, gibt es in Bastelläden. Ihn schneidet ihr in ca. 3cm lange Stücke (hinterher kürzen kann man immer). Dann könnt ihr die kleinen Stücke an einem Ende etwas abknicken – später werden sie in die Nussschale gesetzt.

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Meist sieht der Docht so aus und fühlt sich so an wie eine normale Schnur, dann ist es besser, ihn noch mit Wachs zu umhüllen, sodass er besser anbrennt und zu fixieren ist. Dazu gebt ihr die alten Kerzen in einen blechernen Behälter und erhitzt das Wachs im Wasserbad. Ich habe altes Bienenwachs verwendet, das hat einen sehr angenehmen Eigengeruch. Wenn ihr allerdings nur geruchloses Wachs dahabt und gerne Duftkerzen herstellen wollt, dann gibt es die Möglichkeit, das geschmolzene Wachs noch mit Duftöl anzureichern. Diese einfach nach Belieben hinzugeben.

Am besten nutzt ihr einen alten Stab (Schaschlik), den ihr über den Behälter mit dem Wachs legt, sodass ihr den Docht einfach durch das flüssige Wachs ziehen könnt. Gut fest werden lassen und dann könnt ihr mit dem Zuschneiden der Stücke beginnen.

Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, legt ihr die Zeitung aus und ordnet die Nussschalen darauf an. Nehmt das geschmolzene Wachs und gießt ein bißchen in eine Nussschale, sodass ihr den Docht unten fixieren könnt. Dann füllt ihr die Schale auf. So geht ihr Schale für Schale vor. Vorsicht: nicht zu voll gießen, die Kerzen werden zu schwer!

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Damit hättet ihr eure eigenen Schwimmkerzen angefertigt, yay :)
Um jetzt zu meiner Idee mit den Wünschen zu kommen: zusätzlich zu meinen persönlichen Weihnachtsgrüßen, die mit der Kerze zu ihm gesendet werden, werde ich auch ein Kärtchen mitsenden, in das der Beschenkte selbst seine Herzenswünsche eintragen kann. Es wäre schön, wenn er zur Besinnung kommt und sich überlegt, was er sich wirklich von Herzen wünscht, für das nächste Jahr, für sich oder für andere. Meinen Entwurf dazu habe hochgeladen, den könnt ihr gerne verwenden. Immer, wenn der Beschenkte also die Kerze anzündet, wird er an seine Wünsche denken, an der Verwirklichung arbeiten oder an denjenigen Menschen denken, für den er sich etwas gewünscht hat. Und das ist doch ein Lichtblick in dunklen, kalten (Jahres-)Zeiten, oder nicht?

wunschzettel

Ich wünsche euch eine wunderbare Weihnachtszeit. <3

Aus dem Mund von … Ronan Keating

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber in der Vorweihnachtszeit (oh Gott, ist es wirklich schon soweit?) gerate ich regelmäßig unter die Räder: zu viel Schularbeiten, Präsentationen, Klausuren, Hausarbeiten, zu wenig Schlaf, Reifen müssen gewechselt und Autofenster freigekratzt werden, man muss mehrere Lagen Kleidung anziehen, um nicht durchzufrieren – und dazu die ganzen Besorgungen für Weihnachten. Mit anderen Worten: Stress und Unruhe.

Ich habe aber schon wunderbare Ideen, was ich zu Weihnachten schenken werde und alles ist sehr einfach und schnell herzustellen – ich hoffe, ich komme in der nächsten Woche dazu, die Fotos hochzuladen. Wer noch keine Idee hat und ein einfach herzustellendes und von Herzen kommendes, persönliches Geschenk sucht, kann sich freuen. Am besten besorgt ihr schon Nussschalen, Kerzen und leere Streichholzschachteln. ;)

Jetzt aber erstmal etwas besinnliches vom wunderbaren Ronan Keating. Ich hoffe, dass es auch in eurem Leben jemanden gibt, der euch ohne Worte berühren kann und euch im Herzen nahe ist. Ich wünsche euch eine wunderbare (Vor-)Weihnachtszeit!

ronankeating

Bestandsaufnahme

Heute ist ein furchtbarer Tag. Mir kommt es vor, als wäre es der schlimmste in der langen Reihe von schlimmen Tagen, die ich hinter mir habe, und bei weitem nicht der letzte, den ich in diesem Jahr noch zu überwinden habe.
Da kam mir ein Auszug aus Julia Engelmanns “Bestandsaufnahme” in den Sinn. Diese Bestandsaufnahme besteht aus drei Teilen:

Teil 1: Was ich alles nicht hab
Teil 2: Was ich alles hab, aber nicht will
Teil 3: Was ich alles hab

Bei mir trifft heute vor allem Teil 2 den Nerv und ich teile den Auszug mit euch, den ich besonders gerne mag. Er hat nichts mit dem zu tun, was mir die Tage so schwer macht, aber in dem Gefühl, das zwischen den Zeilen schwebt, schaue ich mich an wie in einem Spiegel, und es tut gut, zu wissen, dass sich hinter diesem Spiegel, den Worten und den Gefühlen auch noch andere Menschen verbergen, denen es ähnlich geht.

juliaengelmann

Welche Rolle spielst du?

ärzte

Hallo liebe Lebensmaler,

heute haben wir im Politikunterricht ein sehr interessantes Experiment/Spiel durchgeführt. Ich nenne es das “Schritt-Spiel”. Alle Schüler haben sich nebeneinander in eine lange Reihe gestellt, 3 Beobachter haben sich dieser Aufstellung gegenüber positioniert.

Die aufgestellten Schüler bekamen alle eine Rollenbeschreibung, die sie vor den anderen geheim halten sollten. Ich z.B. hatte die Rolle einer 26-jährigen, lesbischen Studentin, die in ein paar Monaten ihr Studium abschließt und schon einen Arbeitsvertrag für danach unterschrieben hat. Außerdem gab es solche Rollen wie die des 18-jährigen Jungen aus dem Iran, der Abitur und einen Abschiedebescheid vorliegen hat; wie die einer Prostituierten, die HIV-positiv ist; wie die einer alleinerziehenden, Hartz-IV beziehenden Mutter; wie die eines schwulen, 18-jährigen Auszubildenden zum IT-Fachmann; wie die der senegalesischen Einwanderin, die im Senegal Jura studiert hat, hier jedoch nur die Stelle einer Reinigungskraft zugewiesen bekam.

Dann stellte die Lehrerin verschiedene Fragen, unter anderem: “Kannst du dich nachts sicher auf den Straßen bewegen?” – “Ist es möglich, deinen Partner oder deine Partnerin unbefangen in der Öffentlichkeit zu küssen?” – “Kannst du ohne Probleme einen Wohnungsvertrag unterschreiben?” – “Kommst du problemlos in eine Disco?” – “Kriegst du unproblematisch einen Kredit?”

Die Rollen, die die Fragen mit “JA” beantworten konnten, durften einen Schritt vortreten. Ich war erstaunt, wie viele Personen am Ende des Fragenkatalogs weit hinten standen – ich als homosexuelle Studentin mit unterschriebenem Arbeitsvertrag hatte das Glück, recht weit vorne zu stehen. Die hinteren Personen (alleinerziehende Mutter; 31-jähriger, griechischer Familienvater; linksextremer Punk, der auf der Straße lebt; eine gläubige Kurdin; …)  sahen sich einem abweisendem Rücken nach dem anderen gegenüber, fühlten sich ausgegrenzt, unverstanden, übergangen. Ein furchtbares Gefühl, das für viele Personen in Deutschland leider der Realität entspricht.

Die Beobachter berichteten, dass sie bei allen Rollen Unsicherheit und längere Entscheidungsphasen beobachten konnten, als diese sich überlegen mussten, ob sie “JA” oder “NEIN” wählen mussten. Die Gründe für die Einschränkungen sind vielfältig, das ist uns allen klar geworden, und nicht immer sind sie offensichtlich. Alter, Religion, politische und sexuelle Orientierung, gesellschaftlicher und gesundheitlicher Status, Familienstand, finanzieller und kultureller Hintergrund oder Berufs- und Bildungsstand sind mit Sicherheit nur einige der Faktoren, die bei Ausgrenzung und Benachteiligung “eine Rolle spielen”.

Bitte spiele DU eine andere Rolle: hilf, dass Personen, die offene Arme und Ohren sowie helfende Hände benötigen, sich nicht mit kalten Schultern und abwehrenden Rücken konfrontiert sehen müssen. Alle Personen haben das gleiche Bedürfnis nach Akzeptanz, Sicherheit, Toleranz, Mitgefühl, Unterstützung und Zugehörigkeitsgefühl – bitte trage DU deinen Teil dazu bei, dass der Teil der Welt, auf den DU Einfluss nehmen kannst, ein Bereich ist, in dem sich alle Menschen wohl und angenommen fühlen können.

DANKE!