One Day – Eines Tages, Baby, werden wir alt sein

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Diese 3 sind meine liebsten Auszüge aus einem Gedicht / Slam von Julia Engelmann. Ich finde sie wundervoll, denn sie zeigen das Potential eines jeden Menschen, das nur wachgekitzelt werden will. Jeder Mensch besitzt dieses Potential und jeder Mensch kann sich seine Wünsche erfüllen. Julia spricht diese Wahrheit(en) aus, ohne sie jedoch den Menschen als Pflicht auf den Rücken zu binden, sondern um an all die Möglichkeiten, die jeder einzelne Mensch in sich trägt, zu erinnern.

Das komplette Gedicht / Den kompletten Slam könnt ihr euch hier anschauen:

DIY – Songtext trifft Leinwand

Hallo liebe Lebensmaler,

es ist Zeit, sich in die Malerkittel zu schmeißen und die Pinsel aufzureihen – ich bin mal wieder geschenke-technisch kreativ geworden.

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Ich konnte Coldplay nie leiden, und das ist genau wie bei Nickelback – hört man einen Song, kennt man alle. Dachte ich. Alle hören sich gleich an – bis man einen hört, den man liebt, dann liebt man sie alle. Und genau das ist bei mir passiert. Ein Freund schickte mir ein Coldplayvideo, das er schön fand und das ich auch lieben müsste, meinte er. Ich blieb weiter skeptisch, bis ich in Australien die Live-CD von 2012 hörte, allerdings ohne zu wissen, dass es sich um Coldplay handelte. Ich war begeistert, Coldplay gehört seitdem zu meinem Australien Soundtrack und bei vielen Liedern muss ich sofort an den Freund denken. Darum auch die Idee, ihm für seine Wohnung einen Ausschnitt eines Songs auf Leinwand zu pinseln.

Ihr braucht:

  • Leinwand (meine ist von wicky)
  • einen Songtext
  • Farben, mit denen ihr gerne malt – ich habe Acryl- und Aquarellfarben gewählt
  • Pinsel, Wasser, Stifte, Kreisformen
  • Flüssigkleber, Glitzer

Und so geht’s:

Die Leinwand auspacken und präparieren – hinten muss man diese Keile in die vorgegebenen Schlitze schlagen, damit die Leinwand gespannt ist. Ich musste erstmal googlen, wie man das macht, muss ich peinlicherweise gestehen, weil ich nicht rausfinden konnte, wie herum diese Dinger richtig eingesetzt werden. Um euch das zu ersparen, hier ein Bild, wie es richtig ist ;)

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Was den Songtext betrifft, habe ich mich für einen Ausschnitt aus “Magic” entschieden und ihn von meinem Laptop auf ein A3-Papier abgepaust, weil ich frei nicht schön und gleichmäßig schreiben kann. Dann habe ich diesen Songext mit Tesafilm hinten, also in der Leinwand fixiert und gegen das Licht auf die Leinwand abgezeichnet, in rot und gelb, weil das die Farben waren, mit denen ich auch später gestalten wollte. Bleistift sieht man später eventuell durch die Farbe, abhängig davon, welche Farbe ihr benutzt. Danach habe ich begonnen, die Farbe aufzutragen. Am besten legt ihr euch ein Taschentuch bereit, in dem ihr überschüssiges Wasser oder Farbe abtupfen könnt.
Ich habe zuerst die rote (Acryl-)Farbe mit einem dünnen Pinsel aufgetragen und später die gelbe Aquarellfarbe mit dem Stift aufgemalt und mit einem Pinsel und Wasser verstrichen. Das sah für meinen Geschmack zu blass aus und so habe ich mit einer weiteren Lage gelb und einer Lage rot das Leuchten gesteigert. Das geht besonders schön, wenn ihr den Aquarellstift ins Wasser taucht und dann über die Leinwand streicht.

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Danach habe ich unter Zuhilfenahme von verschiedenen Dingen (CD, Glas, Deckel, Fingerloch der CD, …) Kreisformen dünn mit Bleistift auf die Leinwand gezeichnet. Diese habe ich dann mit schwarzem und braunem Aquarellstift ausgefüllt. Je dunkler ich die Kreisformen haben wollte, desto mehr schwarz habe ich gewählt, und dann habe ich mit einem Pinsel die Farben vermischt. Hier ist es jedem selbst überlassen, ob er die Kante der Leinwand mitgestaltet oder darauf verzichtet. Ich fand dann, dass die weiße Fläche der Leinwand einfach zu kahl aussah, fast so, als hätte ich sie vergessen, und so habe ich in Ermangelung eines Aquarellstiftes mit einem hautfarbenen Buntstift die Fläche ausgefüllt und schließlich mit Wasser und Pinsel verwischt. Das ging eigentlich überraschend gut; danach die Farben trocknen lassen für den nächsten Schritt.

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Und jetzt, meine Damen und Herren: GLITZER! :) Ich fand, der Glitzerstaub würde dem Bild noch einen glanzvollen, irgendwie festlichen Anstrich (ha!) geben. Also habe ich an einigen Kreisrändern Kleber aufgetragen (Flüssigkleber eignet sich besser als Prittstift, durfte ich feststellen) und Glitzer daraufgestreut. Nach einer längeren Trockenzeit habe ich den übrigen Glitzerstaub vorsichtig mit einem Pinsel abgebürstet und wieder in das Döschen gegeben.

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Und damit sind wir dann eigentlich auch schon fertig! Hier seht ihr das vollendete Werk, zur Probe an meiner Wand gehängt. Mittlerweile habe ich es besagtem Freund auch schon überreicht und er hat sich wahnsinnig gefreut, was mich wiederum gefreut hat. Ich bin gespannt, wohin er es in seiner Wohnung hängt, vielleicht fahre ich demnächst mal vorbei und gucke. Was haltet ihr von der Idee? Habt ihr schon etwas ähnliches gemacht oder vielleicht sogar geschenkt bekommen? Welchen Songtext würdet ihr wählen und warum?

Ich freue mich, von euch zu hören! :)

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Voller Stolz präsentiere ich …

… die Werke einer bislang unbekannten, aber extrem talentierten Künstlerin!

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Ich weiß, ich bin sicher voreingenommen, weil es sich bei dieser Künstlerin um meine Mama handelt, aber ich finde wirklich, dass sie wunderschöne Aquarelle malt. Wenn ich meine eigenen 4 Wände in hoffentlich naher Zukunft dekorieren werde, hänge ich auf jeden Fall einige Kunstwerke meiner Mama auf.

Es begann damit, dass eine meiner besten Freundinnen bald für 4 Woche nach Afrika fliegt. Am Samstag feiert sie ihren Geburtstag und um beides miteinander zu verbinden, bat ich meine Mama, mir doch zwei Aquarelle (siehe oben) zu malen.  Diese setzte ich in einem individuell angepassten Rahmen in Szene und hoffe, dass meine afrika-verliebte Freundin sich freut.

Und bei dieser Gelegenheit fiel mir ein, dass ich die Talente meiner weniger berühmten, aber dafür berüchtigten Mutter ja mal hier auf dem Lebensmalerblog veröffentlichen könnte – wo der Name doch so schön passt. Meine Mama malt Aquarelle in allen möglichen Größen und für alle Gelegenheiten – sie liebt Blumen und Sonnenuntergänge, aber auch die Landschaften bekommt sie wunderbar hin, wie ich finde.

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Außerdem fertigt sie Postkarten-Passepartouts an, die man wunderbar als Geburtstags- , Weihnachts- oder Osterkarten oder auch einfach mal so zwischendurch versenden kann. Wenn ihr also ein Motiv habt, das ihr gern etwas individualisiert haben möchtet, es euch aber an der Umsetzungskraft fehlt, könnt ihr euch gerne melden und vielleicht meiner Mama einen Auftrag zukommen lassen! ;) Sie würde sich freuen, denke ich.

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Aus dem Mund von … Justin Timberlake

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Take me away to where the world looks small. Spread your wings, let’s fly away and get a new point of view. I’ll pack my bag and travel light – just some dreams and my heart come with. Are you ready to go? Because I am.

DIY – Quittenlikör

Hallo liebe Lebensmaler!

Passend zum Erntedankfest möchte ich euch zeigen, wie man selber einen Likör herstellen kann, der einem in der kalten Jahreszeit wunderbare Wärme in die Glieder und ein Leuchten in die Augen zaubert. Ich habe ihn bei meiner Freundin Vera genießen dürfen und sofort um das Rezept gebeten. Dieser Likör ist süß und würzig und gleichzeitig auch ein wenig scharf.

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Ihr braucht:                plus/minus 1 Stunde

  • 1 Liter Quittensaft (ca. 2kg Birnen-Quitten)
  • 1 Liter Korn oder Branntwein
  • 20gr Koriander (Körner)
  • 20 bittere Mandeln (aus dem Reformhaus!)
  • 400gr Kandis
  • Messer, Schneidebrett
  • Küchenmaschine (mit 2 versch. Blättern zum Kleinhäckseln)
  • alte Stoffwindeln (oder Küchentücher)
  • Sieb, Topf/Schale
  • ein hohes Gefäß mit Deckel

Und so geht’s:

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Ihr beginnt damit, die Quitten zu waschen, zu entkernen und sie zu vierteln wie Äpfel oder Birnen. Schälen müsst ihr sie nicht, aber ich habe mir beim Entkernen ernsthaft überlegt, ob es nicht einfacher wäre, sie mit einer Axt zu zerlegen. Puh! Ich habe mit 1550gr Quitten angefangen, nachdem ich sie entkernt hatte, blieben mir 1200gr. Daraus habe ich nicht ganz 1 Liter Saft gewinnen können, aber das Herunterrechnen des Rezeptes ging einfach.

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Nach dem Entkernen habe ich meine Küchenmaschine herausgekramt und die Schneidescheibe ausgewählt, die am zweitkleinsten Häckseln kann. Dadurch habe ich die Quitten dann gejagt. Nach dem Häckseln habe ich ein großes Sieb über einen großen Topf gelegt und darüber habe ich die alte Windel ausgebreitet. (Wenn ihr keine Stoffwindel habt, gehen sicherlich auch Küchentücher, aber seid euch bewusst, dass diese dreckig werden und eventuell reißen. Wenn sie etwas fester sind, ist das auf jeden Fall von Vorteil, aber sie müssen Flüssigkeit durchlassen.) Auf diese Stoffwindel habe ich das gehäckselte Obst in kleinen Portionen gelegt und dann den Saft durch Auswringen herausgepresst. Es ist wichtig, dass ihr das Sieb dort liegen habt, weil das Tuch eventuell reißen kann oder auch mal etwas Gehäckseltes durchlässt.

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Nachdem ich aus dem gehäckselten Obst alles rausgeholt hatte, was ging, habe ich die Ladung noch einmal durch die Küchenmaschine gejagt, diesmal durch eine noch feinere Schneidescheibe und den ganzen Prozess wiederholt. Vielleicht ist es auch möglich, gleich am Anfang das kleinste Schneideblatt zu wählen, aber ich wollte auf Nummer Sicher gehen, da unsere Maschine schon ein bißchen älter ist und die Quitten wirklich hart waren. Jedenfalls hatte ich am Ende 0,75 Liter Quittensaft und konnte so das Rezept wunderbar herunterrechnen.

Jetzt kommen die restlichen Zutaten ins Spiel: ihr braucht euer großes Gefäß mit Deckel und die gleiche Menge an Korn/Branntwein, wie ihr auch Quittensaft habt. Bei mir ergaben sich auf jeweils 0,75 Liter Korn und Saft also 300gr Kandis, 15gr Koriander und 15 Bittermandeln. Diese bekommt ihr, wie oben angegeben, im Reformhaus. Beim Kandis ist es nicht wichtig, ob es die großen Kandisstücke sind oder die kleineren, sie lösen sich so oder so auf in der Flüssigkeit – ich habe zur Sicherheit kleine Teekandis-Stücke gewählt. Alles zusammen füllt ihr in euer Gefäß, rührt einmal kräftig um und lasst es dann für 2 Monate ziehen. Immer mal wieder umrühren, sodass sich der Kandis auflösen kann.

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Vermutlich sollte man die zwei Monate Wartezeit dazu nutzen, schöne Flaschen zu sammeln oder im Laden zu erstehen, in die man die flüssige Köstlichkeit dann füllen kann. Ich denke, ich werde ein paar Freunde oder Familienmitglieder damit zu Weihnachten überraschen und demnach noch irgendwie kreativ werden, was die Gestaltung der Gefäße angeht. Nach der Ziehzeit gießt man den Likör durch ein Sieb in die Flaschen. Ich habe mir sagen lassen, dass der Bodensatz bei vorsichtigem Ausgießen auch recht lange unten im Glas verweilt, also mit ruhiger Hand und ohne Hast ausgießen! ;)

Ich freue mich schon sehr darauf, den Likör zu kosten. Und ihr – habt ihr Lust auf eine Kostprobe bekommen? Habt ihr Erfahrung damit, Liköre herzustellen? Ich würde mich freuen, wenn ihr diese teilt! :)

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Aus dem Mund von … Sternblut

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Neulich schickte mir Frauke eine sms und sagte: Hör dir doch mal “Komm wir malen uns das Leben” von Sternblut an. Das erinnert mich irgendwie an dich.

Ich finde das Lied wunderbar. Es vermittelt Leichtigkeit, Unbeschwertheit, Neugier. Es beruhigt und belebt irgendwie, auch wenn so etwas sonst nur Badezusätzen oder Tees nachgesagt wird. Es macht Lust, selbst hinauszugehen und ein bißchen die Farben mit anzumischen, selbst ein bißchen zu malen und zu experimentieren. In die Sonne zu schauen, die Arme auszustrecken und einfach nur zu atmen, einfach nur zu sein. Vielleicht hört ihr auch mal rein?