Blown Away

I‘m intrigued, I am amazed and I am absolutely honoured to find out that my blog is read all over the world. During these past few days there were readers from Spain, Hong Kong and Austria, somebody from Ireland got lost and found my blog and even somebody from Luxembourg checked it out.  And there is a constant visitor from the US of A and I keep thinking: “Who do I know there?”, because I blog in german and I just can’t believe I get visitors from all parts of the world. Thanks so much!!

So please, dear readers, put my mind at rest and tell me: Who are you? You are checking in on my life and make my days by doing so and I would love to know who you are and where you are paying my blog a visit from. I’d be delighted to be allowed a glimpse of your lives, too. Feel free to tell me what you’d like to know/read more about then I’ll make an effort to put more about these particular topics on my blog. Or just let me know which articles you enjoyed. You can either comment or send me an email: recolourlife.wordpress@gmx.de

(The same applies to my german readers – followers even! – : lasst mich wissen, was ihr bisher besonders gut fandet und über was ihr gerne mehr lesen würdet! Auch sonstige Kritik, Verbesserungsvorschläge und Kommentare nehme ich gerne entgegen!)

Thanks so much for stopping by every now and then, I can’t tell you how much that means to me.
Keep smiling and shining!

Katha

wordpress-stats

Farm Charm – Friday Night – Pizza Night!

Nach dem ganzen Chaos und schlechten Karma der letzten Wochen haben wir uns unglaublich auf die letzte Freitag Nacht gefreut: Pizza-Night mit der Familie und Neil (ihr erinnert euch, der war schon mal hier – hier nachzuschauen) und gleichzeitig die Abschiedsfeier für Wajihah.
Sie, Kate und ich haben vorher noch gemeinsam einen Spaziergang unternommen, auf dem wir wie die Schulmädels gekichert haben und generell endlich mal wieder ausgelassen und bester Stimmung waren. Als Darcy von der Arbeit heimkam (auf seinem Motorrad) hielt er an und fragte, ob wir etwas genommen hätten, woher denn die plötzliche gute Laune käme? Wir sagten, wir wüssten es nicht, aber wir seien froh, dass sie ihren Weg zu uns gefunden habe.

Der Abend war dann auch einfach klasse: jeder konnte eine Pizza belegen, wir hatten einen riesigen Krug “Pimm’s Cocktail” (sehr lecker!), Lagerfeuer und eine wunderbar gemütliche Runde. Es war fantastisch, und Neil hier zu haben war einfach perfekt, denn er ist in Neutralisierer, immun gegen alle negativen Schwingungen und objektiv, sodass er uns wertvolle Tipps geben konnte und sicher auch bei der Familie ein gutes Wort für uns eingelegt hat. Außerdem ist er wundervoll positiv und immer gut gelaunt – wenn er bloß jünger, unverheiratet und sohnlos wäre … Naja, aber genug von Neil.

Im Laufe des Abend haben wir dann an Wajihahs “Highs and Lows” teilhaben dürfen und der Abend tat einfach der Seele gut – seitdem ist auch endlich alles wieder im Lot mit Lynda und Darcy und wir sind zurück zu unserem lockeren, entspannten Umgang. Wunderbar – gegen 1Uhr waren wir dann alle wieder daheim und im Bett – wir hatten schließlich alle einen langen Tag hinter uns.

DSC_0089

Ing und ich – wie lieb ich sie hab :)

DSC_0134

Lynda, Ing und Kate – Ings Grinsen spricht Bände

DSC_0128

Kate and meee

DSC_0092

Kate und die “O’Brien Girls”

DSC_0149

“Kannst du mein Cologne riechen, Katharina?”

DSC_0151

Wie schön es ist, wieder gemeinsam zu lachen.

DSC_0160

Unser Lagerfeuer – trägt zur entspannten Atmosphäre bei

DSC_0200

Come on, Darling! Froschmund! Kate und Grace

DSC_0216

Fraser bespaßt Ing mit einer Pose

DSC_0234

Freundschaftliches Teilen, präsentiert von Darcy und Kate – wenn’s nun mal kalt ist!

DSC_0243

Neil von seiner besten Seite – ich möchte, dass er bei uns einzieht!

DSC_0237

Eine Abschiedsumarmung für Darcy …

DSC_0236

… und eine für Neil.

DSC_0240

Es tut so gut, Darcy richtig lachen zu sehen.

DSC_0247

Und wie schön, dass er sich mit uns so wohlfühlt, dass er einnickt ;)

Aber wie gesagt, wir hatten alle einen langen Tag, Darcy und Fraser ganz besonders, und da wir auf einen kurzen Abend eingestellt waren, war 1 Uhr schon “spät”. Der nächste Tag war entspannt und langsam – ganz nach unserem Geschmack. Wajihah hat gepackt, und abends haben wir gemeinsam mit Neil Schokokuchen, selbstgebackenes Brot mit Knoblauchbutter und Chips mit Salsasauce gegessen und Wein getrunken. Das war ebenfalls schön, nochmal in gemütlicher Runde zu sitzen und zu lachen.
Sonntagmittag haben wir uns dann schweren Herzens von Wajihah verabschiedet und jetzt sind nur noch Fraser, Kate und ich über. Fraser war von Sonntagmittag bis Mittwochabend anderswo beschäftigt, zusammen mit Darcy und ist jetzt zurück – mal sehen,wie sich das Zusammenleben in Zukunft entwickelt.

Farm Charm – Bergauf

„Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag, und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.“
Friedrich Oetinger

Und Veränderungen sind vonstatten gegangen. Kate und ich sind die beiden, die am meisten unter dem Emotionschaos leiden, da wir uns immer viel zu viele Gedanken machen, und wir haben es echt satt. Wajihah kommt gut mit Fraser aus und hat mal mit ihm geredet über die Wohnsituation und er scheint uns die Schuld zu geben und wir haben es satt!
Statt auf unseren allabendlichen Spaziergängen weiterhin alles 500x durchzukauen, aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und immer wieder neu in die Waagschale zu werfen, reden wir über alles Mögliche, unsere Großeltern, unsere Reisen, Pläne für die Zukunft, Freunde, Beziehungen, Nagellack, Training, Kochen und Backen, die Schule … aber keins von den Problemen, die uns daheim das Leben schon schwer genug machen, kommt mit auf unsere Spaziergänge und das ist so unglaublich erleichternd.

Fazit: Bewusst eine Auszeit nehmen, die Sorgen daheim lassen und über schöne Dinge reden und nachdenken. Oder einfach mal nicht denken oder reden. Musik hilft!

Am Donnerstag konnte ich das alles nicht mehr aushalten und bin im Regen spazieren gegangen, 2 Stunden lang, alleine. Ich habe zu meiner Musik gesungen, lauthals, schief und auf allerfälschlichste Weise, ich habe geflucht, mit den Tränen gekämpft, habe mit Charlie gespielt (der mir dann auf halbem Wege abhandengekommen ist) und saß lange Zeit einfach nur da, schaute auf unbestimmte Punkte in der Ferne, hatte meine Augen geschlossen.  Später hab ich meine Musik ausgemacht und einfach nur geatmet. Und dann bin ich eingeschlafen. Das war so unglaublich gut, und ich habe mich ein bißchen besser gefühlt.

Fazit: Ich werde Fraser jetzt, so gut es geht, vermeiden und den Kontakt auf ein Minimum beschränken, dann gibt’s keine Enttäuschungen, wenn er wieder mit einem 2-Wort-Satz kommt. Ich brauche das nicht, ich brauche es einfach nicht. Negative Schübe blockieren!

Außerdem hab ich mit Lynda und Darcy geredet, mal von mir aus, mal habe ich auf ihre Fragen geantwortet. Lynda meinte, es sei einfach nur ein extrem geschäftiger Monat, es habe nichts mit uns zu tun und es täte ihr sehr Leid, dass wir den falschen Eindruck bekommen hätten. Später kam sie sogar zu uns rüber und brachte eine Flasche Rotwein als Entschuldigung, dass sie „such a cranky boss“ gewesen sei. Wie süß ist denn das bitte? Und obwohl Darcy manchmal ziemlich rau sein kann, meinte auch er, dass wir gute Arbeit leisten und beim der Arbeit mit dem Vieh hat er mich echt wie ein extrem wichtiges Teammitglied behandelt. Wir haben auch ernsthaft miteinander gesprochen und es tat gut, zu hören, dass er nicht ganz blind ist gegenüber den Veränderungen, die die Ankunft eines gewissen Menschen mit sich gebracht hat.

Fazit: Ich werde mich jetzt einfach daran erinnern, dass ich ein wichtiger Teil des Teams und schon fast 3 Monate hier bin und dass sie, wenn sie mich nicht wollten, fortgeschickt hätten. Sie sind im Stress, der nichts mit uns zu tun hat. Auf die guten Dinge konzentrieren!

Es tut so gut, dass die gute Laune wiedergekehrt ist – es war echt keine schöne Zeit hier. Hattet ihr auch ein bißchen Probleme in letzter Zeit? Ich hoffe nicht, aber wenn doch, dann hoffe ich, dass ihr jetzt darüber hinweg seid oder schnellstens darüber hinweg kommt! Gibt es da ein gutes Rezept? :)

Farm Charm – In guten wie in schlechten Zeiten

Liebe Leser,

Ich weiß, ich habe seit Ewigkeiten nicht geschrieben. Das lag mir schon einige Zeit im Magen, ich mag es nicht, wenn ich euch und meinen Blog vernachlässige, und als dann ein guter Freund, der sich meinen Blog alle Jubeljahre mal durchliest, meinte: „Du hast aber lange  nicht gebloggt, ist alles ok?“, da wusste ich, es wird Zeit.
Zu meiner Erklärung muss ich sagen, dass ich ein paar wirklich emotional auslaugende Wochen hatte. Aus verschiedenen Gründen, die ich eigentlich mal aufzählen kann, da ich euch immer mit meinen Glücksmomenten bombardiere. Gute sowie schlechte Zeiten!

ok - Kopie

Mitbewohner – Knatsch

Ich wohne ja seit meiner Ankunft mit Wajihah und Kate zusammen und obwohl das Zusammenwohnen nicht immer absolut harmonisch war, hatten wir 3 eine gute Zeit, haben eine Menge zusammen erlebt und überlebt, haben gelacht und uns alles in allem sehr gut verstanden. Seit dem 17. April komplettiert ein schottischer Tischler namens Fraser die Runde, der uns am Anfang wie ein Geschenk des Himmels erschien: ein Kerl, der unsere weiblichen Hormone mal aufmischt, der neue Dynamik reinbringt. Es fing auch alles vielversprechend an: er war absolut witzig, er hat die Frösche und Kröten hingenommen, er schien unkompliziert und wie ein einfacher Mitbewohner.

Jetzt, einen Monat später hängt zumindest Kate und mir alles zum Halse heraus: er kann die Stimmung im Haus beeinflussen wie sonst nichts. Ist er witzig und fröhlich, lachen wir alle viel und haben die Zeit unseres Lebens, wenn er aber knatschig ist, dann haben wir alle das Gefühl, es sei unsere Schuld und es ist generell keine gute Atmosphäre, wir schleichen auf Zehenspitzen um ihn herum und hoffen, dass alles fix wieder besser wird. Er redet dann aber auch nicht, wenn wir ihn fragen, was los ist, ob wir ihm helfen können, ob wir was für ihn tun können, sondern schmollt vor sich hin, während die schlechten Wellen von ihm abrollen und bei uns ihre Spuren hinterlassen.

Alles schön und gut, jeder hat mal schlechte Phasen und das steht auch jedem zu. Aber konstant schlechtgelaunt zu sein kann doch einfach nicht sein – er ist eine freie Person, er kann gehen, wenn ihm hier alles nicht passt. Wenn wir ihn fragen, wie sein Tag war und was er gemacht hat, was seine Aufgaben für den nächsten Tag sind, murmelt er sich eins zusammen und damit ist das Gespräch beendet. Außerdem scheint er keinerlei Interesse daran zu haben, uns besser kennenzulernen: unsere Fragen nach seiner Familie, seinen Reisen, seinen Hobbies ect. werden wortkarg beantwortet und nicht zurückgegeben. Wajihah, Kate und ich wissen schon den ein oder anderen Fakt über unsere jeweiligen Leben, und als wir neulich über den schrecklichen festen Freund einer Freundin von Kate sprachen, schaute Fraser auf und sagte: „Wieso wisst ihr eigentlich alle so verdammt viel über die Freunde der anderen?“ Und Kate antwortete kurz und bündig: „Weil wir uns dafür interessieren.“
Lange Rede, kurzer Sinn: Monsieur drückt ordentlich die Stimmung, und zwar spürbar. Darum versuche ich, mich so wenig wie möglich innerhalb des Hauses aufzuhalten, wenn er daheim ist.

Familien – Knatsch

In letzter Zeit lief auch mit der Familie alles nicht ganz so rund, wie wir das von den letzten Monaten her gewohnt waren. Komische Blicke hier, kein Danke da, ein kurzangebundener Kommentar  –  und unser Sorgenkarussel ging in die Vollen: warum sind sie sauer auf uns? Sind sie sauer auf uns? Wollen sie uns nicht mehr haben? Essen wir zu viel, sind unsere Bestelllisten zu extravagant? Arbeiten wir nicht ordentlich genug, sind wir zu oft drüben in der Familienatmosphäre? Sollten wir mehr helfen oder lieber weniger? Sind wir schon zu lange hier? Haben wir irgendwas Falsches gesagt oder getan?
Ihr wisst sicher selbst, wie so etwas läuft.

Zukunftsplanung

Wie viele von euch sicher wissen, ist es mein Traum, zurück nach Neuseeland zu gehen, wenn meine Zeit hier um ist. Ich liebe das Land und kann es kaum erwarten, meine Freunde wiederzusehen, durch die vertrauten Straßen zu laufen … Da ich aber nicht in der Lage sein werde, ein Arbeitsvisum zu bekommen, aber im Leben nicht genügend Rücklagen habe, um ohne Job auszukommen, heißt die Devise: einen Aupairjob suchen, da diese meistens „cash in hand“ bezahlt werden und ich ohne Ausgaben wohnen und essen kann. Diese ganze Planung ging schon Anfang März los und nimmt einfach keine gute Wendung. Ich habe mich bei gefühlt Millionen Familien beworben, aber entweder gefalle ich ihnen nicht, sie haben schon zu viele Bewerbungen, sie gefallen mir auf den zweiten Blick nicht, die Zeitplanung kommt nicht hin, meine Visumsituation stößt auf Unverständnis oder oder oder. Es ist zum Muckenpucken! Und das bringt mich zur nächsten Sorge …

Money, Money, Money

Dadurch, dass ich nicht weiß, ob ich in Neuseeland arbeiten kann oder nicht, muss ich mir Gedanken darüber machen, wie ich hier in Australien an Geld komme, und das bedeutet, ich muss mich bewerben und mich mit dem absolut angsteinflößenden Gedanken beschäftigen, die Farm, die trotz der ganzen Schwierigkeiten mein zu Hause ist, zu verlassen. Und das zerrt extrem an meinen Nerven. Ich brauche Sicherheit in meinem Leben und mutterseelenallein im riesigen Australien zu sitzen ist nicht unbedingt meine Definition von Sicherheit.

Abreise

Um die Chance auf ein zweites Visum zu bekommen, muss frau wie bekannt z.B. 3 Monate Farmarbeit verrichten. Das ist unser aller Ziel, und Wajihah ist da: Mitte / Ende April waren ihre 3 Monate voll und sie begann, sich ernsthaft Gedanken zu machen, wohin es als nächstes gehen sollte. Heute ist es soweit: Abreise Wajihah. Das hing aber alles so ewig in der Luft, weil sie einen Unfall hatte, der sie für 1.5 Wochen quasi arbeitsunfähig gemacht hat, und auch danach blieb der Planungsverlauf schwammig und diese Unsicherheit und Instabilität kam hinzu zu dem ganzen anderen Sch … önen.

Unfall

Denkt aber nicht, damit wäre die Liste komplett. Nach Wajihahs Unfall hab ich mich nicht lumpen lassen, bin ihrem Beispiel gefolgt und habe selber einen kleinen Stunt fabriziert, der mir überall Beulen, Narben und Schmerzen in meinem Beckenbereich eingetragen hat. Ich kann nicht mehr richtig trainieren, ich habe überall Schmerzen und außerdem Angst vorm Motorradfahren.

Und hinzu kommen noch mehrere kleine Dinge, die in meinem Kopf ein absolutes Chaos verursachen und es mir damit unmöglich machten, mich auf ordentliches, gehaltvolles Bloggen zu konzentrieren. Ich bin mir noch nicht mal sicher, dass dieser Eintrag wirklichen Inhalt hat, aber zumindest wisst ihr jetzt,  was mich lange vom Schreiben abgehalten hat. Wie ihr also seht, habe auch ich schlechte Wochen. Ich mag mich selber nicht leiden, wenn ich so bin, also versuche ich, alles zu tun, um schnell aus den Tiefs herauszukommen. Und heute morgen dann endlich …

Aber das ist für den nächsten Eintrag reserviert, denn meine Laune ist heute erheblich besser!! :)

Zufrieden sein

Okay, ich mag es offiziell, ganz alleine hier zu sein. Es ist nicht gruselig oder angsteinflößend, sondern entspannt und äußerst gut für meine Laune. Zum Beispiel ist es jetzt 23.40h und ich sitze laut singend im Klassenzimmer und tippe fröhlich diesen Text. Außerdem laufe ich in meinen Klamotten rum, wie ich will, ohne mir die ganze Zeit Gedanken zu machen, wie ich wohl aussehe, und ich esse, wann ich will und stapele das Geschirr im Abwaschbecken, bis ich kein Besteck/Geschirr mehr habe. Außerdem stehe ich auf und schlafe, wann immer mir danach ist, ich räume mal hier und mal da auf, singe laut vor mich hin, koche und backe, schaue nur dann Fernsehen, wann ich will, lümmele auf der Couch und lese und wasche so viel Wäsche, wie ich will. Ich bin wieder fröhlich und dieser Fakt wiederum stimmt mich fröhlicher, als ich es mir je hätte denken können. Und zu meiner guten Laune trägt außerdem der Song “Drops of Jupiter” von Train bei. Es ist mein absoluter Allzeit-Lieblinsgsong für gute Laune. Er erinnert mich ans Reisen, ans Heimkommen, an Freundschaft und ans Lernen und Entwickeln, ans Verändern und ans Leben Genießen. Ich singe lauthals mit und denke an meine beste Freundin und daran, wie zufrieden ich wieder bin.

Was ist euer Gute Laune Song? Was tut ihr am liebsten, was stimmt euch fröhlich?

Farm Charm – Not Good Cherry Eating

“With me is not good cherry eating.”

Wirklich nicht, denn in den letzten Tagen war ich so unglaublich schlecht drauf, das kann sich echt keiner vorstellen. Ich hatte keinen Hunger (absolut unnatürlich für mich), ich wusste bei der Arbeit nicht, wo anfangen sollte und bin im Endeffekt wie ein kopfloses Huhn hin – und hergelaufen und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hab ich auch noch angefangen zu heulen vor meinem Farmpapa – Himmel, was für eine Woche. Der arme Kerl wusste gar nicht, was er machen sollte, hat sich aber äußerst lieb um mich gekümmert und die Situation gerettet.

Jetzt hab ich das Wochenende für mich alleine, denn Wajihah, Kate und Fraser sind in Charters auf einem Festival, Darcy arbeitet auf einem anderen Grundstück und Lynda und die Kinder sind seit Dienstag auf einer Schulveranstaltung und kommen vermutlich erst Sonntag wieder. Alleine im australischen Busch! Mal sehen, was ich so anstelle. Heute hab ich erstmal ganz viele Kekse gegessen und bin ne Runde Quad gefahren – ein guter Start, wenn ihr mich fragt.

Auf jeden Fall wird jetzt erst mal meine Musik aufgedreht und dann schwinge ich den Besen. Und den Pinsel. Und dann räum ich den Schrank auf und das Wohnzimmer um und gehe spazieren und stelle die Pumpe aus und dann backe ich und brau ich und morgen hol ich der Königin … naja, das geht dann wohl doch zu weit. Wie ihr seht, werd ich schon verrückt und bin noch nicht mal 2 Stunden alleine. Herr im Himmel, das wird was werden ;)

Farm Charm – Einfach so

Hier in der Wildernis hab ich viel Zeit zum Nachdenken und zu-mir-selber-Finden. Es tut gut, nicht immer von einer Sache zur nächsten zu hetzen und ich merke selbst, dass ich ruhiger und gelassener werde. Jeden Abend gehe ich mit dem Hund, Charlie, spazieren und höre meine Musik. Mal laute und fröhliche, sodass ich richtig tanze und singe, während ich die Straße auf- und abtrotte, oft aber auch einfach ruhige Musik, bei der ich mich an die Vergangenheit erinnern kann, über Fehler nachdenke und gute Vorsätze für die Zukunft fasse. Diese Abendspaziergänge kann ich mir schon gar nicht mehr wegdenken und ich hab sie richtig gerne, sie runden den Tag einfach schön ab und ich bekomme noch mal Gelegenheit, mit mir alleine zu sein, die Spannung wegzulaufen und Kraft zu tanken. In letzter Zeit begleitet Kate mich oft und das ist auch sehr schön, denn sie und ich können uns über so viel austauschen und obwohl wir in vieler Hinsicht gleich sind, haben wir so unterschiedliche Ansichten manchmal; und das hilft unglaublich, eine andere Perspektive auf Dinge zu bekommen und über die andere Seite der Medaille nachzudenken, mir zu überlegen, wie manche Situationen von Freunden wahrgenommen wurden oder wie ich an bestimmte Dinge herangehen kann, um etwas zu verändern.

Heute habe ich die Straße alleine mit Charlie bezwungen und auf einmal den Drang verspürt, mich auf die Straße zu setzen und in die Sonne zu gucken – und das habe ich gemacht! Einfach so, mitten auf der Straße, mitten im Nirgendwo zu sitzen und die Sonne beim Untergehen zu betrachten ist eine wunderbare Sache. Mir ist klar geworden, dass die Welt mich nicht braucht, um sich weiterzudrehen – und das ist eine unglaubliche Erleichterung. Es nimmt den Druck von mir, ich bin frei! Gleichzeitig bin ich mit einer Dankbarkeit erfüllt, dass ich hier sein und all das Schöne der Welt erleben darf. Mal ehrlich, wie atemberaubend und erfüllend ist mein Leben im Moment? Ich sage nicht, dass es einfach ist, aber ich bin irgendwie in einer Art Einklang mit mir, und das ist so beruhigend, dass ich einfach fröhlich sein kann trotz mancher Schwierigkeiten. Ich war noch nie so glücklich und bin so dankbar für alles, was ich habe und möchte mit niemandem tauschen. Ich hoffe, auch ihr seid zufrieden mit eurem Leben und genießt es, auf der Welt zu sein. Ich gönne es euch von ganzem Herzen.

JD806479