Die rätselhafte Existenz der Baumwollhosen

Ich habe eine Freundin, die genau so herrlich querdenkt wie ich. Diese Freundin versucht, so wenig Plastik wie möglich zu nutzen, aus Plastik zu konsumieren oder es zu tragen. So ist es beispielsweise ihre Mission, nur noch Kleidung zu erstehen, die aus mindestens 95% Baumwolle besteht („Weißt du, bei 95% kann man noch aufrunden, bei 93% würde man abrunden und 90% hört sich doch wieder wenig an.“). Natürlich unterstütze ich sie.

Ich finde es genau genommen herrlich und habe ebenfalls damit begonnen, Plastiktüten wieder in die Läden zu bringen, aus denen ich sie mal herausgetragen habe (natürlich meist gefüllt mit Kleidung, die NICHT zu 95% aus Baumwolle bestand, wahrscheinlich nicht mal zu 93%).  Meist steht auf diesen Tragetaschen, dass sie zu 100% recyclebar seien und man sehr herzlich willkommen sei, sie wieder im Geschäft abzugeben. Die Mehrheit der Verkäufer/innen scheint dennoch sehr überrascht, wenn tatsächlich mal jemand die Kleidungsbehälter zurückbringt, was mich jedoch nicht im Geringsten stört.

Auch lehne ich neuestens dankend ab, wenn Verkäuferinnen mir einen Kunststoffbeutel anbieten, und achte darauf, immer eine Handtasche dabeizuhaben, die groß genug ist für potenzielle Errungenschaften.

Stichwort Errungenschaften: Ich liebe Baumwollhosen. Mit Taschen vorne und hinten, vielleicht auch am Knie, wenn es der Stil zulässt, kniekurz oder knöchellang, mit Gummzug oder ohne, unifarben oder gemustert. Besonders mag ich es auch, wenn man den Bund unten mittels Kordel enger machen kann.

Der Haken aber ist: ich bin nicht in der Lage, Baumwollhosen dieses Stils zu finden. Da ich nicht mehr bei dem großen, Kinderarbeit unterstützenden Kleidervertreiber mit zwei von einem ‚&‘ getrennten Buchstaben kaufe, fällt diese Option weg, die viele Gefragte als Lösung anbieten. Da ich ebenfalls nicht gewillt bin, für eine meist durchsichtige Hose (ja, das ist der Nachteil), die nach 5 Mal Tragen an den Nähten auseinanderreißt, über 35€ hinzublättern, und ich auch in den von mir viel besuchten 2nd – Hand – Läden nicht fündig werde, muss ich mich meist doch mit Jeans begnügen (wie langweilig).

Die Ironie ist aber, dass mir gerade in letzter Zeit verstärkt Frauen mit genau solchen, von mir heiß begehrten Baumwollhosen über den Weg laufen. Stil passt, Farbe stimmt, Qualität scheint ebenfalls vorhanden zu sein – woher haben die die? Ich kann sie leider nicht fragen, aber es spukt mir doch unablässlich im Kopf herum.

Wo kommen diese Hosen her? Gibt es einen speziellen Laden? Einen spezielle Website? Irgendwas, wo man diese schicken, umweltbewussten und anscheinend angesagten Hose (nicht, dass ich mich darum scheren würde) kaufen kann? Bitte sagt es mir. Mir und meiner querdenkenden Freundin würde ihr einen groooßen Gefallen tun.

Biiitteeeee.🙂

Habt ihr spezielle Kaufgewohnheiten? Lustige, nervige, solche, die ihr ändern wollt? Was tut ihr für die Umwelt? Gegen den Klimawandel? Immer dankbar für coole Ideen und heiße Tips!🙂

2 thoughts on “Die rätselhafte Existenz der Baumwollhosen

  1. Na das Einfachste waere doch, eine der Frauen zu fragen, die Dir, diese Hosen tragend, ueber den Weg laufen, Du schreibst, Du kannst sie nicht fragen, warum bloss?

    • Ich weiß, dass es das Einfachste wäre😀 Aber entweder sind sie so schnell weg, dass ich gar nicht dazu komme, oder ich bin so überwältigt von der tollen Hose, dass ich vergesse zu fragen, oder sie sind zu weit weg. Meist „treffe“ (will heißen: sehe) ich die Frauen und Hosen auf der Arbeit, und das ist auch immer doof. Mit verdrecktem Shirt und dem Finger in Senf und Mayo zu fragen, woher die tolle Hose ist …😦

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