Back on the Road – Katoomba

Die erste Station meiner Reise war Katoomba in den Blue Mountains. Erinnert ihr euch? Da war ich ja schon einmal, als ich bei Falcon in Sydney gewohnt hab. Ich hab auch wieder im selben Hostel geschlafen und es war super! Ich habe „heaps“ nette Leute getroffen und Reisetips bekommen, es gab umsonst Frühstück und ich würde euch gerne sagen, dass ich gelernt hab, wie man Schach spielt, aber in Wahrheit hab ich nur zugeguckt.

Was ich besonders gern mochte, war, dass es von 18-21h „social time“ gab – keine Technologie erlaubt. In diesen 3 Stunden hab ich soo viel gequatscht wie schon lange nicht mehr und ich hab es geliebt.
Anna und Thomas haben auf einem Campingplatz geschlafen; nachmittags haben wir noch eine Wanderung im Blue Mountains National Park gemacht, durch Wind, Regen und Sturm, aber den frühen Abend hatte ich dann für mich alleine. Als ich morgens ausgecheckt habe, hat der Hostelbesitzer noch ein Foto gemacht von mir – weil ich so nett war und schon zum zweiten Mal in dem Hostel residiert hab. Die Wände des Hostels sind nämlich mit Fotos von lachenden Backpackern tapeziert.

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Katoomba – Das Tal des fallenden Wassers

Durch die Artenvielfalt der Eukalyptusbäume wurden die Blue Mountains vor 13 Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO. Warum heißen die „Blue Mountains“ denn eigentlich „Blaue Berge“? Die ätherischen Öle der Eukalyptusblätter verdunsten, und der feine Nebel verursacht einen blauen Dunst – riechbar!

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Mein Lieblingsbild – ist es nicht faszinierend, wie klein und fragil diese Kapsel im Gegensatz zur Kulisse wirkt? Dennoch legt eine erstaunliche Menge an Menschen ihr Schicksal in die Wände dieser Gondel.

Wir konnten ein gutes Stück gehen, ohne nass zu werden, aber wurden schließlich doch vom Regen erfasst – erst nur ein bißchen, später mehr. Man konnte die Regentropfen fallen sehen, und es war unglaublich! Stellt euch Schneeflocken vor, wie sie tanzen. Nachdem der Regen aufgehört hat, waren die Berge verschleiert von besagtem blauen Dunst.

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Klickt auf das Bild für eine Vergrößerung, damit ihr das „fallende Wasser“ sehen könnt!

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Nachdem der Regen dann fertig gefallen war und die Sonne den Himmel wieder bezogen hatte, gab es einen magischen Moment der Farben.

JD807606Eigentlich bin ich ja kein Fan von Wandern und mein Knöchel macht mir immer noch ein paar Probleme, und obwohl ich gegrummelt hab, während wir unterwegs waren, muss ich sagen, dass wir den Nachmittag gut genutzt haben. Und ein bißchen Neuseeland-Flair gab’s obendrauf!

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Einige Bäume waren schwarz von den Feuern, die gewütet haben, denke ich. Aber so unglaublich es klingt: diese Eukalypten sind Phytozyten – Feuerliebhaber. Ihre Samen brauchen Feuer, um zu keimen und sich gegen andere Pflanzen durchsetzen zu können. Deshalb unterstützen sie mit ihren Ölen kleine Schwelbrände, die abgestorbenes Pflanzenmaterial am Boden in fruchtbare Asche verwandeln. Wieder was gelernt!

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Katha am Abgrund: es gibt auch ein Bild, wo ich dort stehe, aber da ist mir so fix schwindelig geworden und so gerne ich ein Foto von mir mit ausgestreckten Armen gehabt hätte, umso mehr hab ich an meinem Leben gehangen. Also gibt’s bloß eins im Sitzen!

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Irgendwann sind wir dann auch bei den 3 Schwestern angekommen:

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Die Namen der drei Schwestern (von links nach rechts) lauten Meehni, Wimlah und Gunnedoo. Laut einer Legende der Aboriginees haben sie sich in Männer eines anderen Stammes verliebt, da aber eine Heirat laut Stammesgesetzen verboten war, folgte ein Krieg, da die Männer dieses Gesetz nicht akzeptieren wollten. Ein Stammesälterer verwandelte die 3 Schwestern in Steine, um sie zu schützen, starb dann aber im Krieg und konnte sie so nicht zurückverwandeln. Diese Geschichte mag ich sehr, aber es gibt noch eine andere, die was komplett anderes erzählt.

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Die riesige, sehr steile Treppe hab ich mir gespart, die kannte ich ja schon. Dennoch sollte man nicht davon ausgehen, sie immer steigen zu können: der Sandstein der Blauen Berge ist ganz weich und erodiert leicht durch natürliche Gegebenheiten wie Wind, Regen und Wasser generell. So sind die drei Schwestern entstanden und deshalb werden sie auch im Laufe der Zeit wieder verschwinden.
(Ähm, „erodiert“ oder „wird erodiert“? Keine Ahnung, ob ich korrektes deutsch benutze.)

Zum Schluss gibt’s noch was zum Essen! 🙂 JD807658

Dieser Eintrag entsteht in Sydney, wo ich aber keine Fotos produzieren werde – ich hab die Zeit schlafend verbracht, gegessen und gebloggt. Liz kommt noch vorbei und wir machen uns einen schönen Abend. Morgen geht es die Küste hoch nach Port Macquarie. Von dem Trip gibt es dann definitiv Fotos! Bis bald und passt auf euch auf! 🙂

Von den blauen Bergen kommen wir,
von den Bergen, ach so weit von hier.
Auf den Rücken uns’rer Pferde
reiten wir wohl um die Erde,
von den blauen Bergen kommen wir.

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2 Kommentare zu “Back on the Road – Katoomba

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