Rainbow Beach – Shit happens

Nach unserem Stopp in Brisbane führte uns eine einsame Landstraße Richtung Rainbow Beach. Wir fuhren und fuhren, und es wurde dunkel, und wir fuhren immer noch. Und kamen und kamen nicht an. Aber dann endlich: Lichter! 🙂 Anna und Thomas haben mich am Hostel abgesetzt und ich wurde in mein Zimmer gelotst: das winzigste 4er-Zimmer, das man sich denken kann, und so minimalistisch eingerichtet wie ein … ich weiß auch nicht wie. Die wenigen, verteilten Habseligkeiten ließen darauf schließen, dass ich meine Unterkunft mit 3 Kerlen teilte – an sich kein Problem.

Es wird erst zu einem Problem, wenn besagte Kerle mitten in der Nacht (3 Uhr morgens) stockbesoffen ins Zimmer fallen und die Dämpfe ihrer konsumierten Getränke alle ohnehin nicht frische Luft im Zimmer vertreiben. Da ich als letzte ins Zimmer gezogen bin, musste ich mit dem oberen Bett vorlieb nehmen – und wurde einmal ordentlich durchgerüttelt, als einer der Kerle sich ins Bett schmiss. Okay, ganz ruhig: einatmen, ausatmen, versuchen, schnell einzuschlafen, morgen sieht alles gaaaanz anders aus (und ich hab vermutlich eine Alkoholvergiftung nur durch’s Atmen).

Das Vorhaben, schnell einzuschlafen, wurde von meinen Zimmergenossen jäh zunichtegemacht – gerade war ich am Einschlummern, da durchzog ein Schnarcher den Raum, der einem – großen – Bären alle Ehre gemacht hätte. Na klasse. Augen verdreht und die Ohropax rausgekramt – nicht mal die konnten die Mörderschnarcher ausblocken.

Irgendwie muss es mir aber trotzdem gelungen sein, wieder einzuschlafen, denn der nächste Zwischenfall ließ nicht lange auf sich warten und schreckte mich aus dem Schlaf: Mr Schnarcher musste auf die Toilette. RUMMS! ging’s und er fiel aus dem Bett, riss die Tür auf und stampfte Richtung stilles (ha!) Örtchen. Seine Abwesenheit nutze ich, um wieder einzudösen, aber auch das war nur von kurzer Dauer: ich saß senkrecht im Bett, als der Schnarcher zu mir auf’s Bett kletterte. Ja. Genau. Das war der Moment, in dem ich beschloss, am Morgen aus dem Hostel auszuchecken.

Er kletterte also zu mir ins Bett. Ich starrte ihn in der Dunkelheit des Zimmers an und brachte ein empörtes „Excuse me?“ zustande. Das lenkte ihn von seinem (offensichtlich ziemlich komplizierten) Aufstieg ab und er starrte zurück – und murmelte etwas, das wie „Sorry, wrong bed (falsches Bett)“ klang. Ob er mein geseufztes „Yeah“ noch mitbekommen hat, weiß ich nicht, aber nachdem er sich wieder in sein eigenes Bett manövriert hatte, begann er wieder mit seinem zweifelhaften Konzert …

Wie ich das Einschlafen dann letztendlich gemeistert hab, kann ich nicht sagen. Ich hab mich gerächt, indem ich am nächsten Tag so oft wie menschenmöglich rein – und rausgelaufen bin und auch jedes Mal das Licht angeknipst hab. Hatte keinen sichtbaren Effekt, und als ich aus dem Hostel ausgecheckt hab, so gegen 11h, haben sie immer noch geschlafen.
Da macht man was mit …

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