St. Patrick’s Day – Teil 1: das verwirrende Leben DES Heiligen Irlands

Mit St. Patrick’s Day vor der Haustür (Sonntag ist es so weit!) und zwei jungen Mädels mit grünen Schminkstiften in der Hand ausgesetzt habe ich mich mal darüber informiert, warum man am 17. März eigentlich Kleeblätter auf die Wangen gemalt bekommt. Wisst ihr es? Was hat es mit St. Patrick’s Day auf sich und wer war eigentlich der Heilige, von vielen liebevoll „Paddy“ genannt, der an diesem Tag gefeiert wird?

Tja, … Hier trifft ein bestimmtes Sprichwort ganz gut zu: „Nichts genaues weiß man nicht.“ Alles um den Herrn Patrick ist etwas schleierhaft und es gibt viele verschiedene Quellen – die sich meistens auch noch absolut widersprechen! Also, sowas. Aber das ist eben das Ding mit den Iren: es werden immer aufregende Mythen erfunden, Sagen gewoben und Legenden weitergegeben, um sich daran zu erinnern, das die Geschichte einen großen Teil des irischen Lebens ausmacht.

Es heißt, dass Patrick am Ende des 4.  bzw. Anfang des 5. Jahrhunderts geboren wurde, entweder in Wales oder in Schottland und er selbst gibt an, dass er als „Patricius“ geboren wurde – zur Zeit der Spätantike ein nicht unüblicher Name. Entweder wurde er als Heide geboren oder als Sohn eines katholischen Pastors (Widersprüche, ich sag’s ja!) und in jungen Jahren von irischen Sklavenjägern in die Provinz Ulster in Irland verschleppt. Dort soll er als Schafhirte gearbeitet haben und in der Einsamkeit seines Arbeitsplatzes fand er Trost und Zuflucht im Christentum, betete und wurde ein überzeugter Christ.

Nach 6 Jahren flüchtete Patrick, weil er laut Legende in einem Traum eine Stimme gehört habe, die ihm zu verstehen gegeben hatte, dass es Zeit sei, Irland zu verlassen. Man glaubt, seine Flucht habe ihn nach Frankreich oder Schottland gebracht, wo er wieder einmal Stimmen hörte, die er als die Stimmen des irischen Volkes identifizierte, das ihn anflehte, zurückzukommen. Man erzählt sich, dass er sich, wo immer er sich nun befand, in einem Kloster aufgehalten und zum Priester ausbilden lassen habe. Sein Ziel war es, nach Irland zurückzukehren und die Heiden zu bekehren.

1781374-zwei-comic-schlangenCa. 432 nach Christus war es dann soweit: er kehrte als Bischof nach Irland zurück und es heißt, er habe durch seine Predigten – und oft unter Zuhilfenahme seines Bischofsstabes – alle Schlangen aus Irland vertrieben; nicht zu wörtlich nehmen, liebe Leute, denn dies ist bildlich gemeint und bedeutet, dass St. Patrick alle Dämonen und den heidnischen Glauben (bzw. Nicht-Glauben eben) vertrieben hat.

kircheBis zu seinem Tod am 17. März (der Tag scheint sicher zu sein!) entweder 460 oder 493 baute er viele Kirchen, Klöster und Schulen und hatte den Iren nicht nur seinen Glauben gebracht, sondern auch bewirkt, dass Geschichten aufgeschrieben statt nur mündlich überliefert wurden. Widersprüchlich hier ist, dass er nach Irland kam, um diejenigen Christen zu leiten, die bereits existierten, dass er aber auch gleichzeitg den christlichen Glauben nach Irland gebracht haben soll. Jedenfalls hat man ihn ziemlich fix vergessen, erst nach Jahrhunderten, die voll mit Mythen und Sagen waren, begann man, sich an ihn zu erinnern und den Wert seiner Arbeit anzuerkennen – und man ernannte ihn zum Schutzheiligen Irlands – spricht man heute von Iren, nennt man sie auch scherzhaft „Paddy“.

So, jetzt kennt ihr die verwirrende Geschichte des St. Patrick, aber was hat es mit den Kleeblättern auf sich? Warum ist alles grün am St. P’s Day?

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