Time of your life

Okay, es ist soweit. Ich will schon seit geraumer Zeit lernen, wie man die Gitarre spielt. Ich habe es oft versucht, war aber einfach zu ungeduldig. Ich wollte immer gleich ganze Lieder spielen können, anstatt mir erst mühsam die Finger zu verbiegen und zu zerschneiden, und so endete die Gitarre meist mit einem frustrierten (und völlig ungerechtfertigten) Seufzer in der Ecke – und ich war genau so schlau wie vorher auch.

Jetzt habe ich aber endlich mal mein Durchhaltevermögen vom Regal geholt und abgestaubt und klotze ran. Ich habe Akkorde aus dem Internet rausgesucht, aufgeschrieben und mir, so gut es geht, gemerkt. Ich sitze jeden Tag mit der Gitarre da und scheuche meine Finger über die Saiten und Bunde und ich merke selbst, wie ich Fortschritte mache. Und soll ich euch was sagen? Das fühlt sich richtig gut an! Ich hatte extreme Schwierigkeiten mit dem „G“, denn wie krass muss man da die Finger verbiegen? Dachte ich zumindest am Anfang, jetzt ist es mein Lieblingsakkord. Ich habe immer noch keine Ahnung, was ich da eigentlich mache mit meinen Fingern, geschweige denn, wie man das nennt und ob ich mich der richtigen Terminologie bediene, wenn ich euch überglücklich berichte, was ich so treibe, aber das ist mir schnurzpiepegal, denn ich merke, wie sich ein Grinsen auf mein Gesicht schleicht, immer, wenn ich mit der Gitarre dasitze und ihr Töne entlocke.

Das erste, was ich nach dem Einprägen der Akkorde ausprobiert habe, war ein Lied von KT Tunstall. „Other Side Of The World“, eines meiner Lieblingslieder und auch ziemlich einfach zu spielen (anscheinend). Aber irgendwas war da immer blockiert, es hat sich einfach nicht richtig angefühlt. Und dann, Samstag am Lagerfeuer, hat Lynda gefragt, ob es ein anderes Lied gibt, das ich gerne spielen würde. „Time Of Your Life“ von Green Day sprang von meinen Lippen, bevor ich überhaupt darüber nachgedacht hatte. Und es fühlt sich absolut richtig an – eines der Green Day-Lieder, die ich nicht nur auswendig kann, sondern auch komplett mit allem Drum und Dran liebe.
Es ist ein fantastisches Gefühl, die vertrauten Worte zu singen, zu einer Melodie, die ich selber produziere. Ich glaube, es hört sich total furchtbar an, was ich da spiele und vor allem singe, aber das ist mir nicht wichtig. Mir geht es viel eher darum, dass ich endlich, endlich das mache, was ich seit Jahren im Kopf habe und dass ich es „kann“.

Ich bin so froh, dass ich meinen inneren Schweinehund – das Biest! – endlich überwunden habe und ich kann jedem nur raten: egal, was du dir seit Jahren wünschst, ob es Gitarre spielen, backpacken, Wasserski fahren oder Bunjeejumpen ist – lass es endlich passieren. Das ist ein super Gefühl. Und wenn ich es schaffe, geduldig dazusitzen und Saiten zu zupfen, bis mir die Finger versteifen, dann kannst du auch das tun, wovon du immer schon geträumt hast!

Was ist dein Traum? Wofür sparst du dein Geld? Worauf freust du dich seit langem? Teile es mir und den anderen mit, wenn du magst!


Ein Gruß voller positiver Energie fliegt einmal um die Welt von eurer total glücklichen Katha

JD806538 - Kopie

11 thoughts on “Time of your life

  1. Ich weiß noch nicht was mein „Gitarre spielen“ ist, aber ich komme ihm immer näher.😉 Vielleicht in ein buddhistisches Kloster einkehren.😀

    Bleib‘ schön fleißig!

    Cali

    • Werd ich, Cali, dankeschön!🙂 Und wenn du in ein Kloster magst, dann gibt’s in Frankreich eins, das absolut klasse ist: Taizé heißt das und es steht auf jeden Fall auf meiner Liste der Plätze, die ich nochmal besuchen muss!

    • Hey Marr1k, danke für deinen Kommentar!🙂
      Hier im Bush gibt’s eben einfach nichts, was mich ablenkt und außerdem habe ich das ja auch auf meine to-do-Liste geschrieben, sodass ich da eine gewisse Motivation habe, das abzuhaken🙂 Aber ich finde, man sollte viel mehr Dinge machen, die einem Spaß machen. Was lenkt dich ab oder hält dich davon ab, daheim zu spielen? Und was für Lieder spielst du?

      • Ja gerne.
        Ich habe schon viel angefangen. An Instrumenten die Gitarre und die Mundharmonika. Beides kann Spaß machen doch alleine? Wo bleibt der Ansporn? Ich bin in einer Gruppe stark. Das merke ich gerade beim Renovieren der Küche. Alleine komme ich nicht voran. So ist es auch beim Instrument. Da brauche ich eigentlich ne kleine Band🙂 Lieder kann ich bis jetzt nur auf der Mundharmonika und das auch nur so gut wie es kein anderer hört.😉

        Mein Tag besteht aus arbeiten, Freundin, PC, Sport und Haushalt. Wobei Freundin und PC viel meiner zeit einnimmt.

      • Ich denke, bei mir ist der Ansporn, für mich selber zu spielen, groß genug.😉 Aber dass du Hilfe beim Renovieren der Küche brauchst, kann ich mir denken😉 Viel Glück und zwei rechte Hände (es sei denn, du bist Linkshänder, dann zwei linke!)!

  2. Katha, der Eintrag ist so durchweg positiv, dass er Potential hat, Leben zu ändern – zu verbessern – nein, zu revolutionieren! :O
    Als ich das gelesen habe, dachte ich mir im Stillen: „Ja, genau!! Wieso eigentlich nicht?! Wieso immer nur die gebremste Fassung eines Lebens, das mich glücklich machen könnte?!“
    Im nächsten Moment ist mir allerdings aufgefallen, dass ich meine Träume nicht klar benennen könnte, selbst, wenn mir jemand eine Pistole auf die Brust setzen würde…
    Es liegt also noch eine Menge Arbeit vor mir, bevor ich dir auf dem Glückspfad folgen kann😉
    To Do Liste:
    1. Träume suchen
    2. Träume finden
    3. Strategie zur Umsetzung erarbeiten
    4. Umsetzung der Strategie zur Umsetzung
    5. Glücklich sein🙂
    Ich hab dich sehr lieb, danke für die tollen, positiven Einträge!

    • Liebste Vera🙂 Vielen Dank, ich freu mich sehr, dass dir der Artikel so gut gefällt!🙂🙂
      Manchmal braucht es einige Zeit, bis man seine Träume kennt, ich habe ca. 20 Jahre gebraucht, aber jetzt starte ich durch! Ich mag deine Beschreibung „gebremste Fassung“ – das trifft es absolut! Ich glaube aber, dass du auf dem richtigen Weg bist, so wie sich das anhört. Außerdem hast du jetzt deine Liste, und du weißt ja, wozu Listen da sind: um sie abzuhaken.
      Ich habe dich ebenfalls sehr lieb, bleib positiv und vergiss nie, zu lächeln!

  3. Ich möchte irgendwann anfangen, Schlagzeug zu lernen. Das ist mein musikalischer Traum. Abgesehen davon habe ich mir solche relativ leicht erreichbaren Träume immer zeitnah erfüllt; orientalischen Tanz zu erlernen z.B. Das mache ich seit mehrere Jahren.

    • Wow, das ist beeindruckend, dass du sowas dann auch gleich umsetzt! Bei mir kam immer was dazwischen, Schulstress, Abistress, Arbeit, „muss sparen“ usw usf. Aber jetzt nicht mehr! Viel Spaß beim Tanzen!

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