Farm Charm – Das Quad und ich – und ein Lagerfeuer

Neulich habe ich endlich mal mein Herz in die Hand genommen … ne, Moment. Die Beine in die Hand, das Herz in die Hose. Ich hab mir ein Herz gefasst, so! Also, ich habe mir ein Herz gefasst und Darcy gefragt, ob er mir beibringt, wie man „bike“ fährt. Ich hatte dabei das „motorbike“ im Sinn, aber „bike“ ist hier nicht gleich „bike“, wie ich gelernt habe, als Darcy den „fourwheeler“ hervorholte: das Quad!
Hat mir aber nichts ausgemacht, denn Quadfahren wollte ich auch schon immer mal lernen und so habe ich die spontane Quadstunde von Darcy willkommen geheißen. Wobei … „Stunde“ wird dem Ganzen nicht gerecht, es war eher eine Minute:
„Okay, hier ist die Gangschaltung: Parken, Rückwarts, Neutral, Low, High; hier gibst du Gas und hier und hier sind die Bremsen. Trage immer einen Helm … hier, nimm  den. Okay, kannst losfahren!“ Kurz und schmerzlos; an dieser Stelle einen Wink mit dem Zaun(-pfahl) und einen lieben Gruß an meinen ehemaligen Fahrschullehrer.

Ich habe also artig meinen Helm aufgesetzt und bin losgedüst. Schon nach 2 Sekunden habe ich gegrinst wie ein Honigkuchenpferd und ich bin natürlich richtig, richtig schnell gefahren – wooooooooow! Ich konnte es nicht fassen, wie glücklich ich in dem Moment war. Seid ihr je schnell mit einem Quad oder einem Motorrad gefahren, oder habt ihr je hintenauf gesessen bei jemandem, der schnell fährt? Ich schon und ich liebe es. Ich liebe es einfach. Schon als kleines Mädel hab ich hintendrauf gesessen und mir ’nen Keks gefreut.

Nachdem ich also erstmal angefangen hatte, gab es kein Halten mehr. Eines schönen Wochenendtages hatte Lynda mit ihren 3 Kindern und Wajihah und mir einen Ausflug zum Creek geplant, zum Schwimmen und Kanufahren, aber da nicht genug Platz im Auto war, musste jemand das Quad nehmen. Sowas Blödes aber auch😉 Wir sind dann über eine Stunde über Stock und Stein durch die Wildnis gefahren, haben aber keinen geeigneten Schwimmplatz gefunden, was mich nicht im Geringsten gestört hat – ich saß auf einem Quad! Verdammt!

JD806801 - Kopie

Auge in Auge mit der Wildnis

JD806800 - Kopie

Lynda fährt vor, ich folge

JD806802 - Kopie

Alleine würde ich hier definitiv verloren gehen

Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages haben wir dann ein Lagerfeuer angezündet, Stockbrot, Folienkartoffeln und Marshmallows geröstet und uns an Limonade betrunken. Außerdem haben wir die Gitarre herausgekramt und mein Leben war rundherum perfekt. Solche Abende liebe ich. Herrlich. Ich möchte nicht weg von hier, denn das hier ist Leben, echtes Leben, nicht die Lightversion.

JD806816

Lynda mit Dan und Ingrid und Wajihah mit Grace – alle tragen Stöcke für’s Lagerfeuer zusammen

JD806813

Alles drauf, immer schön stapeln …

JD806814

Konzentration! Ingrid macht Feuer. Süß, oder?

JD806819

Es brennt!

JD806827

Und geht auch nicht wieder aus! Wir Genies!😉

JD806820

Ingrid und Grace

JD806837

Dan und Lynda

JD806832

Australisches „Folienbrot“ – genannt Damper

JD806834

Und Lynda mit der Gitarre … so schön

JD806840

Gute Nacht!

Steht ihr auch so auf Lagerfeuer, Stockbrot und Gitarrenmusik? Nette Gesellschaft, entspannte Gespräche und eine gute Zeit? Oder was sind eure Favouriten für einen Abend mit Freunden?

4 thoughts on “Farm Charm – Das Quad und ich – und ein Lagerfeuer

  1. Stockbrot mag ich sehr. Das war der Klassiker bei allen Outdoorveranstaltungen mit Kindern. Auch hinsichtlich des Geschwindigkeitsrausches auf dem Quad kann ich Dich gut verstehen. Als ich mit 16 den Mopedführerschein in der Tasche hatte, fuhr meine Schwalbe zwar nicht „richtig, richtig schnell“, sondern höchstens 60, aber das war auch so ziemlich cool… und man war plötzlich so frei von Bus, Bahn und elterlichen Chauffeurdiensten.🙂

  2. Ein perfekter Abend mit Freunden ist für mich ziemlich einfach zu beschreiben:
    Eifach zusammen sitzen, was trinken und reden.
    Wo das ist und was wir nebenbei machen, ist mir da eigentlich ziemlich egal.
    Vor Allem jetzt, wo ich meine Freunde nicht mehr so oft sehe, freue ich mich über jeden Abend, an dem ich mit ihnen irgendwo in meiner Heimatstadt sitzen kann und einfach nur quatschen.😉

    • Hey🙂 Ja, das kann ich definitiv nachvollziehen, das geht mir gerade genauso. Das Drumherum ist eigentlich nicht so wichtig, aber ich liebe diese Sommernächte; aber du hast Recht: Hauptsache, man sieht seine Freunde.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s