Farm Charm – Zivilisation

Uuuuh, Zivilisation. Das bedeutet unter anderem:
Straßen. Autos. Ampeln. Verkehr. Menschen. Läden. Lichter, Straßenlaternen. Busse.

Am Donnerstag haben Kate, Fraser und ich uns gegen 14h auf den Weg in die Stadt gemacht. Der eigentliche Grund war ein Zahnarzttermin von Kate, aber verbunden damit waren mehrere andere Dinge, unter anderem auch Frasers Abreise. Das hat die Stimmung ganz schön gedrückt, aber wir haben uns allergrößte Mühe gegeben, die letzten Stunden mit ihm zu genießen. Außerdem haben wir Wajihah wiedergesehen, die extra noch eine Nacht länger in Townsville geblieben ist. „The Brook Crew“ war wieder beisammen!

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Kate, meine Wenigkeit, Wajihah und Fraser formen die Brook-Crew!

Nachdem wir also 4 Stunden über Queenslands einsame Straßen gefahren waren – Fahranweisung waren: rechts, links, rechts – kamen wir in Townsville an und haben unsere Zimmer bezogen; durch einen glücklichen Zufall haben wir für den Preis eines Schlafsaales Doppelzimmer bekommen, sodass Kate und ich uns eines geteilt und Fraser und Wajihah im anderen genächtigt haben.
Wir haben uns kurz frischgemacht und das Hostel auskundschaftet, dann haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um etwas zu essen. Im Pub haben wir uns dann über unsere Zukunftspläne ausgetauscht, da Wajihah am nächsten Tag nach Cairns reisen sollte, für Fraser ging es zurück nach Sydney und auch Kate wird in einer Woche abreisen! Außerdem haben wir Fraser nach seinen „Highs and Lows“ gefragt, also seinen Höhe- und Tiefpunkten; eine Brook-Tradition und da er kein BBQ zum Abschied bekommen hatte, fanden wir, dass wir ihn einfach beim letzten gemeinsam Essen fragen sollten.

Nach unserem Abendmahl haben wir uns noch in eine Bar verirrt, die uns überfordert hat an Menschen, Musik und Misswahlen – und mir das teuerste Cider meines Lebens verkauft hat. Den restlichen Abend haben wir dann im Hostel verbracht, wo wir Mädels Fraser in Ruhe gelassen und uns in Kates und meinem Zimmer zusammengesetzt haben, um einfach nur zu quatschen – wie in guten alten Brook-Zeiten.

Am nächsten Tag haben wir uns morgens – mal wieder – von Wajihah verabschiedet und sind dann zu dritt losgefahren, um Kate beim Zahnarzt abzusetzen und im Baumarkt etwas für Darcy und Lynda umzutauschen. Nachdem Fraser und ich uns ein paar Mal erfolgreich verfahren haben, haben wir Kate wieder abgeholt und sind zurück in die Stadt gedüst. Nach kurzer Selbstverfügung kam dann der furchtbarste Teil des Tages: die Fahrt zum Flughafen und der Abschied von Fraser. Nach Umarmungen und guten Wünschen haben wir gewunken und dann bin ich in Tränen ausgebrochen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mir dieser Kerl ans Herz gewachsen ist. Auch Kate ist das ziemlich nah gegangen, wenn auch weniger Tränen involviert waren – sie weiß ja, wann sie ihn wiedersieht, ich hingegen bin mir ziemlich sicher, dass ich ihn an diesem Flughafen das letzte Mal zu Gesicht bekommen habe. Ein winziger Hoffnungsfunke glimmt in mir, dass wir uns eventuell in Neuseeland treffen, aber das wird vermutlich nicht so einfach.

Den restlichen Tag haben wir in allen möglichen Läden verbracht, unter anderem einem Friseur (meine neue Frisur zeige ich euch in den nächsten Tagen! Bin schon gespannt, was ihr sagt!) und 2nd-Hand-Shops. Abends sind wir auf den 286m hohen Castle Hill gefahren, um uns einen 360°- Sonnenuntergang anzuschauen. Es war echt atemberaubend, auf der einen Seite die Stadt mit ihren Lichtern, auf der anderen Seite aber die Sonne ins Meer tauchen zu sehen, in dessen Mitte die schwarze „Magnetische Insel“ schwamm.

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Kate und der Sonnenuntergang – wunderschön, wie ich finde.

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Die untergehende Sonne lässt die Felsen rot erstrahlen – ein klasse Kontrast zum Meerblau und Himmelviolett.

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Magnetic Island – 8km vom Festland entfernt.

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Time to stop and stare – findet ihr Kate?

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Solch lebendige Farben!

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Am nächsten Tag haben wir uns nach dem Auschecken unseren Weg durch die Stadt zum Strand gebahnt, um in Juliette’s Café etwas zu trinken, unsere Füße im Sand zu vergraben und die Sonne auf unserer Haut zu genießen. Danach ging es dann Richtung Farm – das Abenteuer Zivilisation ist erfolgreich abgeschlossen.

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Kaffee, gute Bücher und nette Gesellschaft – ein wunderbarer Start in den Tag.

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Diese Brände sind kontrollierte Brände – zum einen machen sie die Erde fruchtbar, zum anderen werden so natürliche Brände verhindert, die in der Trockenzeit einfach ausbrechen und unberechenbar wüten.

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Die 2 Kerle in diesem Auto haben uns unsere Heimreise ungemein versüßt, indem wir immer wieder aneinander vorbeigefahren sind und gehupt haben. Als wir auf die Landstraße heimwärts abbogen, haben sie sogar gewunken. Australia, mate.

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Hit the road, Jack.

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Hier links, nach 1 Stunde rechts, und nach einer weiteren Stunde wieder links. Easy as, mate.

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