Back on the Road – Cape Tribulation

Mit Hilfe meines Reiseführers hatte ich mich auch mit der Umgebung Cairns‘ vertraut gemacht und auf Grund meiner Abneigung gegen geführte Bustouren beschlossen, dass ich mir gerne ein Auto mieten und einige Plätze auf eigene Faust erkunden möchte.

Route

Gemeinsam mit Wajihah habe ich mich also am Donnerstag nach meiner Ankunft in eine kleine Autovermietung begeben und nach etlichen Komplikationen dann endlich den Schlüssel zu einem kleinen, weißen fahrbaren Untersatz in der Hand gehalten. Unser erster Stop auf dem langen Weg hoch zum Cape Tribulation waren die „Crystal Cascades“ noch in Cairns sozusagen. Dramatisch beschrieben als schmale Waldschlucht mit rasanten Strömen, kleinen Wasserfällen und Schwimmmöglichkeiten enttäuschte uns die Realität etwas – aber man kann ja nicht immer alles haben, richtig?

JD806874

Wie nett sie uns daran erinnern, Auto und Wertsachen zu sichern.

JD806873

Wurzeln, die auf einem Steinblock wachsen – finde ich immer wieder cool.

JD806861

Hier haben wir sie: die Ströme, die rasanten!

Auf dem Weg zum nächsten Stop gab es einen wunderschönen Ausguck, den wir natürlich auch mitgenommen haben🙂 Der nächste Halt wurde nicht wie aufgelistet in Palm Cove, sondern in Port Douglas eingelegt. Ich bin kurz an den Strand spaziert und habe meine Füße ins Wasser gehalten, wie sich das gehört.

JD806878

On the road!

JD806882

Snacks, Mittagessen, Abendessen, eiskaltes Bier – hier gibt’s für jeden was.

JD806883

Wie aus einer Werbung sieht’s hier dank der bunten Schirme aus.

Nach dieser kurzen, heißen Zwischenpause haben wir unser kleines, weißes Gefährt Richtung Mossman Gorge gelenkt. Ein Regenwald-Fluss, der viele Felsblöcke und Schwimmmöglichkeiten bietet, eine alte Brücke und natürlich ganz viel Regenwald. Es war schön und spannend, darin herumzulaufen, aber ich würde es weder als spektakulär noch als „Muss“ bezeichnen, wie ich das von vielen Reisenden gehört habe.

JD806893

Ein kleiner Nebenfluss durch den Regenwald.

JD806895

Der Fußgängerweg führt direkt durch das Grün des Regenwaldes – zum Greifen nah!

JD806896

JD806909

Ausgetrockneter Seitenarm

JD806914

Über unseren Köpfen gibt’s Regenwald vom Feinsten

JD806916

Natürliches Schwimmbecken!

JD806921

Chaotische und schöne Natur am Rande des Beckens

JD806922

Frisches, kühles Wasser fließt nach von weiter oben.

JD806927

Wie unglaublich klar das Wasser ist!

JD806933

Hier haben wir schon eher rasante Ströme über große Felsbrocken.

JD806943

JD806948

Höher in den Urwald geht’s auf diesen Steintreppen

JD806954

Vegetation bahnt sich ihren Weg am Baumstamm … hinab!

Das ist ein ziemlich interessantes Phänomen: normalerweise wachsen Bäume ja aus der Erde in den Himmel, mit Wurzeln, die im Boden verankert sind. Feigenbäme aber haben da ihre Tricks: der Samen dieses Baumes wurde von einem Tier auf einen anderen Baum fallengelassen. Nach dem Keimen lässt der Samen Wurzeln den Stamm hinunterwandern, die den Stamm des Originalbaumes nach und nach wie ein Mantel umschließen. Der junge Feigenbaum entzieht seinem Träger somit sowohl das Licht und die Nährstoffe, da er größer und stärker ist, und somit tötet er ihn. Viele Feigenbäume sind innendrin hohl, da ihr Gastgeber abgestorben ist.

JD806957

Nach diesem Abenteuer haben wir uns wieder ins Auto sinken lassen und sind weiter in den Norden gefahren. Zwischen uns und dem Cape Tribulation lag der Daintree River, den wir mit einer Fähre überqueren mussten – und wir hatten Glück und musste keine 2 Minuten warten für die nächste Überfahrt! Unser nächster Stop war äußerst wichtig für mich: ein organisches Eiscafé! Ich war vielleicht gespannt, denn auf dem Menü standen die kuriosesten Eissorten, die man sich vorstellen kann, unter anderem:

  • Schwarze Sapote
  • Schwarze Sapote und Kokosnuss
  • Schwarze Sapote und Schokoliquör
  • Maracuja, Banane und Ingwer
  • Kokosnuss und Ingwer
  • Ingwer
  • Kaffee und Akaziensamen
  • Drachenfrucht und Banane
  • Süßkartoffel und Ingwer
  • Guinness
  • Banane und Ingwer
  • Avocado
  • Jaboticapa (Traubenfrucht)

Das ist doch mal ausgefallen, oder? Ich glaube, ich hatte irgendwas Spannendes mit Vanille, ich kann mich nicht mehr erinnern, was genau es war, aber vom Hocker war ich nicht … Hatte etwas mehr erwartet, trotzdem war ich froh, dass wir da gehalten haben. Ich hatte vor, als nächstes ein Fledermaushaus zu besuchen, denn dort, so hieß es, könne man zahme Flughunde halten. Wir fuhren also auf den Parkplatz und schon von dort sah es aus, als seien große Renovationen im Gange … Das wurde bestätigt und ich war etwas frustriert: das war etwas, was ich wirklich gerne gemacht hätte. So ein Mist aber auch. Kurz vorm Cape Trib kamen wir an einer Aussichtsplattform vorbei, von der wir nochmals einen wundervollen Ausblick über die Buchten, den Wald und den Daintree-River hatten.

JD806966

Ganz links seht ihr die Vorhügel von Mount Alexandra und ganz rechts sehr ihr den Daintree River. Alles andere in der Mitte hat auch Namen, aber ich würde euch nur verwirren damit.

Als wir am Cape Tribulation ankamen, war es schon später (man lese: kühler) Nachmittag, sodass ich mich nicht mal richtig sonnen konnte. Hat mich nicht davon abgehalten, meinen Bikini anzulegen und mich für 20 Minuten auf dem Glitzersand der Welt zu exposieren. Außerdem haben Wajihah und ich die Füße ins Wasser gesteckt und die Mangrovenbäume bestaunt – die fand ich echt einzigartig und verwunschen, als wenn jede Minute ein kleiner Troll herausgesprungen kommen würde.

JD806975

Blick vom Ausguck auf’s Meer …

JD806976

… und in das Baumchaos.

JD806982

Mangrovenbäume – verwunschen!

JD807001

Haftender Glitzersand!

Nachdem wir uns am Cape genug aufgehalten haben, haben wir uns auf dem Heimweg gemacht, denn es wurde schon langsam dunkel und wir hatten sowohl Hunger als auch Durst und keine Vorräte mehr. Auf dem Rückweg haben wir noch einige Fotos gemacht, aber im Großen und Ganzen ging es einfach bloß Richtung Cairns, ohne irgendwelche Zwischenstops. Gegen 20h waren wir dann, glaube ich, daheim, hatten das Auto wieder aufgetankt und ohne Kratzer abgestellt vorm Hostel. Am nächsten Morgen konnte ich es pünktlich wieder abgeben – puh!🙂

JD807003 - Kopie

Klammernde Wurzeln

JD807008

Warnschilder vor Kassowaren – die sind groß und gefährlich, erinnert ihr euch?

JD807009

Besondere Sorge um deutsche Touristen …

JD807010

Die Fähre auf dem Heimweg

JD807026

Unser kleines Gefährt – ohne Beulen oder Kratzer.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s