Ich muss mich jetzt nicht finden, darf mich nur nicht verlier’n.

Nein, ich bin nicht verschollen, ausgeraubt worden oder untergetaucht. Leider habe ich auch keinen Traumprinzen gefunden und bin auf weißem Ross in den Sonnenuntergang geritten. Nein, nein. Ich bin heile wieder auf deutschem Boden gelandet, und das auch schon vor 3 Wochen! Gemeldet habe ich mich aus verschiedensten Gründen nicht, und jeder, der schon mal länger weg war oder auch nur nach einem wundervollen Urlaub wieder auf „gud old Dschörmeni’s“ Gehsteigen stand, kann sich vorstellen, wie es mir ging.

Erst aufgeregt, weil das Heimkommen ja auch irgendwie ein Neustart ist.
Dann ist man enttäuscht und frustriert, weil doch nicht alles so klappt, wie gedacht – und man vermisst das Reisen, die Freunde, die Familie, die Arbeit, das Leben auf der anderen Seite.
Und dann kommt der Alltag und lässt sich in die längst eingestaubte Ecke deines Gehirns plumpsen, wirbelt ordentlich Staub auf und schiebt mit der Fußspitze hundsgemein immer Kehrblech und Handfeger in die Richtung, in die du – blind vor Staub und Dreck – nicht tastest. Mistekiste.

Ich bin noch dabei, mich zu fangen. Ich hab eine ungefähre Richtung gefunden und rolle jetzt ordentlich die Hemdsärmel nach oben, um mir eine Straße zu pflastern. Wenn ich wegen dieser anstrengenden Arbeit meinen Blog und euch etwas vernachlässige, nehmt es mir bitte nicht übel! Ich hänge sehr an diesem Blog und euch Lesern und werde so fix es geht wieder da sein – mit Geschichten aus Neuseeland und Melbourne und natürlich werde ich euch auch von meinen Alltagswehwehchen und -freuden berichten. Etwas Geduld erbitte ich mir noch und hoffe auf euer Verständnis. Vielen, vielen Dank für’s Vorbeischauen!

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In die Zukunft schauen – Copyright by Inge.

6 thoughts on “Ich muss mich jetzt nicht finden, darf mich nur nicht verlier’n.

  1. Hey, jeder muss erstmal ankommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es schwierig wird, nach so ereignisreichen Monaten, wieder eine gewisse Routine in den Alltag zu kriegen. Viel Erfolg und alles Gute!

    • Danke dir! Ja, sowohl wieder ein Routine zu schaffen ist schwer, als auch sich wieder daran zu gewöhnen, nicht mehr unabhängig und selbstständig zu sein. Wenn man nach so langer Selbstständigkeit wieder bei den Eltern einzieht (einziehen muss), kann das ganz schon schwierig werden …

      • Haha… wem sagst Du das? Ich wohne immer noch bei den Schwiegereltern (aber nicht mehr lange). Hat alles seine Vor- und Nachteile – auch der Mehrgenerationenhaushalt.🙂

      • Ich drücke dir immer noch die Daumen, dass sich die Wohnsituation bald ändert! Muss bei dir mal wieder vorbeischauen, habe in letzter Zeit einfach nicht die nötige Ruhe gehabt!

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