Aotearoa – Und auf Anfang …

Ich werde jetzt in den folgenden Woche so langsam meine Wochen in Neuseeland und Australien Revue passieren lassen, damit meine wundervolle Reise hier auch formvollendet dokumentiert wird. Zwischendurch gibt’s auch aktuelle Beiträge, aber ich konzentriere mich erstmal auf die Vergangenheit, denn die ist wirklich sehr ereignisreich gewesen. Manchmal auch nervenaufreibend, aber das kennt man ja nicht anders von mir.

Nachdem wir also bis spät in die Nacht bzw. früh in den Morgen gefeiert hatten, sind Kate, Adrien und ich alle gemeinsam ins Bett geplumpst. Kate ist mitten in der Nacht aufgestanden hat nach gefühlt einer Stunde Schlaf um sich getreten, weil ihr zu warm wurde, und dann ist sie umgezogen in ihr eigenes Bett. Mein Wecker klingelte um 6.45h, ich stolperte unter die Dusche und machte mich soweit fertig. War natürlich zeitlich trotzdem alles sehr knapp; wir haben nicht mal unser Frühstücksgeschirr abwaschen können, weil wir dann nach einem Anruf von Lynda innerhalb einer halben Stunde fertig sein mussten. ARGH. Aber wir haben es alles geschafft und nach einem tränenreichen Abschied von allen saßen Kate und ich heulend im Auto von Lyndas Schwester. Wir wurden mittags am Flughafen in Townsville abgesetzt, wo wir die Wartestunden damit verbrachten, umzupacken, auszusortieren, zu lesen, Karten zu schreiben, Fotos zu tauschen sowie Filme zu schauen und zu schlafen. Abends um 19h sollten unsere Flüge gehen, Kates nach Melbourne, meiner nach Brisbane und dann nach Auckland, Neuseeland. Wir trennten uns schweren Herzens, aber mit der Erwartung, uns bald in Melbourne wiederzusehen.

JD806715 - Kopie

Meine Nacht in Brisbane verbrachte ich auf einem äußerst gemütlichen Sofa im Flughafen. Morgens um 5h bin ich aufgestanden, um einzuchecken. Ich hatte natürlich das Glück, eine unfreundliche Schalterfrau zu bekommen. Ich sei sehr spät, bemerkte sie. 5h morgens würde ich nicht als spät bezeichnen, dachte ich mir, aber ich hab nichts gesagt. Weiter ging es eh schon: wo denn mein Visum sei, wollte sie wissen. Ich hatte keins. Und mein Rückflug aus Neuseeland? Ich hatte keinen, aber ich versicherte der Frau, ich hätte genügend finanzielle Mittel, um mir einen Platz im Flieger zu sichern. Tja, das reiche aber nicht, bemerkte meine äußerst freundliche Servicekraft. Und da fing das Drama an. Ohne Visum und ohne Flugticket könne sie mich nicht fliegen lassen. Ich bestand darauf, dass mir gesagt wurde, dass ich nur genügend Rücklagen vorweisen müsste, um eine Einreiseerlaubnis für Neuseeland zu bekommen. Nein, nein, und nochmals nein. Den vorgesehenen Flug würde ich sowieso nicht mehr kriegen. Da muss ein großes, rotes, extrem leuchtendes ‚P‘ in meinen Augen erschienen sein, denn sie rief einen Kollegen zum Schalter, der, nachdem er die Situation geschildert bekommen hatte, anbot, mich für einen geringen Aufpreis auf einen späteren Flug zu verschieben – ich müsse mich dann aber um entweder ein Visum oder ein Ticket aus Neuseeland heraus kümmern. Und zwar jetzt.

Tja. Jeder, der schon mal versucht hat, ein Visum innerhalb von wenigen Stunden zu bekommen, weiß ganz genau, dass es völlig unmöglich ist. Völlig kopflos rannte ich 20 Minuten durch den Flughafen, um dann später doch am Schalter des Kollegen ein offenes Flugticket zu kaufen. So schnell sind 500 Dollar also weg, aha. Da hab ich mich echt geärgert. Aber besser, als gar nicht zu fliegen. Dank meines sonnigen Gemütes hab ich mich auch  wieder gefangen und mich einfach auf Neuseeland gefreut.

Später beim Einchecken hatte ich SO einen netten Schalterbeamten, der die Erfahrung mit der griesgrämigen Frau von vorher echt komplett ungeschehen gemacht hat. Er hat mich nach meinem Namen gefragt, mit mir dessen Ursprung beleuchtet, deutsch mit mir gesprochen und mir ein wundervolles Kompliment gemacht: ‚I love your hand luggage. SO cool.‘
Später, beim Einchecken ins Flugzeug war er auch wieder da, riss meine Karte ab, lächelte und sagte: ‚Best hand luggage ever.‘ Hach 😉 Und der Flugbegleiter … als ich ihm meine Platzkarte reichte, checkte er mich auch erst einmal aus und sagte: ‚I like your style.‘ Also, das ist doch …

In Ackland angekommen stellte sich gleich das Gefühl von ’nach Hause kommen‘ ein. Der Flughafen ist mir so vertraut, obwohl ich weder ihn noch die Stadt besonders leiden kann. Ich wurde erwartet und in ein Auto verladen. Von wem, warum, und wo es genau hinging, erfahrt ihr im nächsten Post!

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Hello New Zealand.

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