Aus dem Mund von … Yellowcard

yellowcard2

Manchmal finde ich alles ziemlich schwer, die Welt und ihre Aufgaben schüchtern mich ein und ich habe das Gefühl, ich habe noch nichts erreicht, bin ein Niemand und werde auch nie irgendetwas zu Stande bringen. Obwohl ich in solchen Phasen dann dazu neige, eher ruhig zu sein und nicht über diese Probleme reden zu wollen (vielleicht gehen sie ja weg, wenn man sie totschweigt?), heißt das nicht, dass ich alleine sein möchte. Ich kann manchmal einfach nicht die richtigen Worte finden, um mir mit ihnen einen Weg aus der Dunkelheit zu leuchten. Redezwang und viele Nachfragen schüchtern mich erst recht ein: ich weiß doch auch nicht, was los ist! Menschen neigen dann auch zu gut gemeinten Ratschlägen: „Ach du schaffst das schon!“ oder „Das ist doch alles halb so schlimm.“ oder „Vielleicht könntest du ja …“  Ich weiß, es soll helfen, aber mir hilft das nicht. Mir ist mein Problem dann peinlich, ich fühle mich unfähig und kleinkleinklein. Menschen gehen in den Problemlösemodus, weil uns beigebracht wird, effektiv zu sein und schließlich gibt es ja für jedes Problem auch eine Lösung, nicht wahr? Man muss nur ordentlich suchen. Aktivität heißt das Stichwort!

Aber will ich wirklich noch mehr Aktivität zu der, mich von von innen aufwühlt und die ich nicht kontrollieren kann? In solch nervlich anstrengenden Situationen möchte ich einfach nur zur Ruhe kommen und mich wieder sicher fühlen. Die Gegenwart eines anderen Menschen, eines Freundes, macht das ganze Problem viel erträglicher, sie tröstet und beruhigt. Ohne Druck. Und dann, wenn es sich richtig anfühlt, kann ich irgendwann doch aussprechen, was mich belastet. Wenn ich das, was mich bedrückt, „rausspreche“, ist es „draußen“ aus mir, kann mich nicht mehr so kleinmachen und von innen aufwühlen. Oft ist die Gegenwart eines lieben Menschen also schon Frage, Zusicherung, Trost und Beruhigung genug. Sie sagt: ich bin da, du bist nicht allein, wenn du reden magst, höre ich dir zu. Und wenn nicht, dann ist das auch okay, denn ich hab dich so lieb wie du bist. Und das tut total gut und hüllt mich ein in Sicherheit und Liebe. Genau das, was mir fehlt und was ich dringend für meine seelische Balance brauche.

Und davon erzählt auch irgendwie das Lied „Back Home“ von Yellowcard. Vielleicht hört ihr es euch mal an, wenn ihr euch klein und eingeschüchtert fühlt, vielleicht hilft es euch.

Advertisements

2 Kommentare zu “Aus dem Mund von … Yellowcard

  1. Wenn ich mich richtig mies fühle, dann schreibe ich es auf. Das ist leichter als zu reden und man kann ohne Druck darüber nachdenken, was eigentlich los ist und erstmal für sich selbst Klarheit gewinnen. Außerdem hat es den Vorteil, dass man das dann auch einfach wieder löschen kann. 😉

    Ich habe übrigens inzwischen festgestellt, dass diese kleinkleinklein-Tage mit meinem Zyklus zusammenhängen. Das macht es etwas leichter, weil ich weiß, dass trotzdem alles stimmt mit mir und diese Phase nicht lange andauert.

    … und ich habe auch herausgefunden, dass solche Tage gut geeignet sind, um Gedichte zu schreiben. 🙂

    Also alles in allem… selbst Tage an denen man an sich und der Welt zweifelt, sind zu etwas gut.

    • Hallo 🙂
      Ja, ich merke auch, dass ich vor „den Tagen“ ganz besonders anfällig bin, aber leider nicht nur dann. Und diese Traurigkeit ist mehr als nur normale Zweifel und Resignation, das geht irgendwie tiefer. Was das genau ist, bin ich noch am Erforschen und Herausfinden. Der Tipp mit dem Aufschreiben ist gut, gerade für mich als Listen- und Tagebuchschreiberin. Mal sehen, ob mir das beim nächsten Mal etwas die Last von der Seel nimmt. Vielen Dank dir!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s