DIY – Quittenlikör

Hallo liebe Lebensmaler!

Passend zum Erntedankfest möchte ich euch zeigen, wie man selber einen Likör herstellen kann, der einem in der kalten Jahreszeit wunderbare Wärme in die Glieder und ein Leuchten in die Augen zaubert. Ich habe ihn bei meiner Freundin Vera genießen dürfen und sofort um das Rezept gebeten. Dieser Likör ist süß und würzig und gleichzeitig auch ein wenig scharf.

????????????????????????

Ihr braucht:                plus/minus 1 Stunde

  • 1 Liter Quittensaft (ca. 2kg Birnen-Quitten)
  • 1 Liter Korn oder Branntwein
  • 20gr Koriander (Körner)
  • 20 bittere Mandeln (aus dem Reformhaus!)
  • 400gr Kandis
  • Messer, Schneidebrett
  • Küchenmaschine (mit 2 versch. Blättern zum Kleinhäckseln)
  • alte Stoffwindeln (oder Küchentücher)
  • Sieb, Topf/Schale
  • ein hohes Gefäß mit Deckel

Und so geht’s:

????????????????????????

Ihr beginnt damit, die Quitten zu waschen, zu entkernen und sie zu vierteln wie Äpfel oder Birnen. Schälen müsst ihr sie nicht, aber ich habe mir beim Entkernen ernsthaft überlegt, ob es nicht einfacher wäre, sie mit einer Axt zu zerlegen. Puh! Ich habe mit 1550gr Quitten angefangen, nachdem ich sie entkernt hatte, blieben mir 1200gr. Daraus habe ich nicht ganz 1 Liter Saft gewinnen können, aber das Herunterrechnen des Rezeptes ging einfach.

????????????????????????

Nach dem Entkernen habe ich meine Küchenmaschine herausgekramt und die Schneidescheibe ausgewählt, die am zweitkleinsten Häckseln kann. Dadurch habe ich die Quitten dann gejagt. Nach dem Häckseln habe ich ein großes Sieb über einen großen Topf gelegt und darüber habe ich die alte Windel ausgebreitet. (Wenn ihr keine Stoffwindel habt, gehen sicherlich auch Küchentücher, aber seid euch bewusst, dass diese dreckig werden und eventuell reißen. Wenn sie etwas fester sind, ist das auf jeden Fall von Vorteil, aber sie müssen Flüssigkeit durchlassen.) Auf diese Stoffwindel habe ich das gehäckselte Obst in kleinen Portionen gelegt und dann den Saft durch Auswringen herausgepresst. Es ist wichtig, dass ihr das Sieb dort liegen habt, weil das Tuch eventuell reißen kann oder auch mal etwas Gehäckseltes durchlässt.

???????????????????????? ????????????????????????????????????????????????

Nachdem ich aus dem gehäckselten Obst alles rausgeholt hatte, was ging, habe ich die Ladung noch einmal durch die Küchenmaschine gejagt, diesmal durch eine noch feinere Schneidescheibe und den ganzen Prozess wiederholt. Vielleicht ist es auch möglich, gleich am Anfang das kleinste Schneideblatt zu wählen, aber ich wollte auf Nummer Sicher gehen, da unsere Maschine schon ein bißchen älter ist und die Quitten wirklich hart waren. Jedenfalls hatte ich am Ende 0,75 Liter Quittensaft und konnte so das Rezept wunderbar herunterrechnen.

Jetzt kommen die restlichen Zutaten ins Spiel: ihr braucht euer großes Gefäß mit Deckel und die gleiche Menge an Korn/Branntwein, wie ihr auch Quittensaft habt. Bei mir ergaben sich auf jeweils 0,75 Liter Korn und Saft also 300gr Kandis, 15gr Koriander und 15 Bittermandeln. Diese bekommt ihr, wie oben angegeben, im Reformhaus. Beim Kandis ist es nicht wichtig, ob es die großen Kandisstücke sind oder die kleineren, sie lösen sich so oder so auf in der Flüssigkeit – ich habe zur Sicherheit kleine Teekandis-Stücke gewählt. Alles zusammen füllt ihr in euer Gefäß, rührt einmal kräftig um und lasst es dann für 2 Monate ziehen. Immer mal wieder umrühren, sodass sich der Kandis auflösen kann.

???????????????????????? ????????????????????????

Vermutlich sollte man die zwei Monate Wartezeit dazu nutzen, schöne Flaschen zu sammeln oder im Laden zu erstehen, in die man die flüssige Köstlichkeit dann füllen kann. Ich denke, ich werde ein paar Freunde oder Familienmitglieder damit zu Weihnachten überraschen und demnach noch irgendwie kreativ werden, was die Gestaltung der Gefäße angeht. Nach der Ziehzeit gießt man den Likör durch ein Sieb in die Flaschen. Ich habe mir sagen lassen, dass der Bodensatz bei vorsichtigem Ausgießen auch recht lange unten im Glas verweilt, also mit ruhiger Hand und ohne Hast ausgießen!😉

Ich freue mich schon sehr darauf, den Likör zu kosten. Und ihr – habt ihr Lust auf eine Kostprobe bekommen? Habt ihr Erfahrung damit, Liköre herzustellen? Ich würde mich freuen, wenn ihr diese teilt!🙂

????????????????????????

7 thoughts on “DIY – Quittenlikör

  1. Ich habe nur Erfahrung im Likörtrinken.😉

    Aber ich habe Saft für Quittengelee immer dadurch gewonnen, indem ich klein geschnittene Quittenstückchen in wenig Wasser aufgekocht und danach durch die „Flotte Lotte“ gedreht habe. Das erscheint mir weniger umständlich und kraftraubend als die Prozedur mit dem Handtuch. Vielleicht ist das noch ein Tipp für dich.

    • Hallo Corinna,
      ja, das mit dem Aufkochen habe ich auch als Ratschlag von meiner Familie gehört (und es selber auch in Erwägung gezogen), aber mir wurde vom Rezeptgeber davon abgeraten und darum hab ich mich einfach ans Rezept gehalten🙂 Und ich hoffe, dass mein Likör dann auch so gut schmeckt wie der, den ich kosten durfte!🙂

      • Ja, es könnte sein, dass das Aufkochen den Geschmack beeinflusst. Ich hoffe natürlich, Du kommst nach all dem Aufwand zum gewünschten Ergebnis!

      • DAS hoffe ich auch! Ich hab noch eine zweite Ladung Quitten erstanden, ich werde also noch eine zweite Flasche Likör herstellen können🙂

  2. ich finds cool, dass du es ausprobiert hast! Auch wenn es nichts für mich ist, als Geschenk find ich es super! Ich persönlich möchte dafür aber mal gerne ausprobieren, Sirup zu machen (Vanille oder Zitrone oder so) – ist auf meiner imaginären to-do-liste😉

    • Hallo Miri🙂 Meinst du Trinksirup? Das wäre auf jeden Fall eine spannende Angelegenheit!🙂 Und eigentlich bin ich auch kein großer Alkoholtrinker, aber dieser Likör hat meinen Geschmack genau getroffen!

      • Na, dann sollte ich ihn vielleicht machen, verschenken, und beim naechsten Besuch ein Schlueckchen probieren😉

        Ich meine Sirup, den du sowohl mit Wasser verduennt trinken kannst, aber auch z.B. in Gebaeck untermischen kannst, in Eis, auf Pudding (als Sosse) und zu allem, was dir einfaellt :-))

        Ich habs grad interessehalber nochmal gegoogelt, du nimmst Laeuterzucker (Wasser und Zucker zu gleichen Teilen verkochen, bis sich der Zucker aufgeloest hat – z.B. 125g + 125g).
        Fuer Vanille packst du dann das Mark von 1-2 Vanilleschoten dazu, die ausgekratzten Schoten machen sich bestimmt auch sehr dekorativ in der Flasche.
        Fuer Zitrone kochst du den Saft (und ein bisschen Abrieb) von 5 Zitronen auf 125g Zucker.
        Auch ein Schoko-Rezept hab ich gefunden – mit Schokosirup kann man bestimmt so viel machen! Ist ja wie Schokoladensosse, quasi. Dafuer fuegst du 100g ungesuesstes Kakopulver (Back-Kakao) hinzu, nachdem sich 200g Zucker in 250ml Wasser aufgeloest haben. (Aber die Autorin schreibt, dass sie dieses Rezept noch nicht fuer ausgereift haelt).

        Wenn du Lust hast, kannst du ja selber nochmal gucken. Ich habe jedenfalls jetzt persoenlich noch mehr Lust, es zu machen!😀

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s