Oh Africa … ENSA

Hallo ihr lieben Lebensmaler,

ich habe euch ja versprochen, euch auf dem Laufenden zu halten, was die Vorbereitung auf meine Tansania-Reise angeht. Jetzt gibt es etwas Neues.

Unser Austausch wird vom ENSA-Programm (Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm) finanziell bezuschusst. Das ENSA-Programm möchte ich euch vorstellen und dann in einem nächsten Post von der Planungskonferenz, kurz Plako, erzählen, die ich letztes Wochenende als Vertreterin meiner Schule besucht habe.

Was ist das ENSA-Programm?

ENSA ist ein Kooperationsprogramm, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Auftrag gegeben wurde. Es ist ein Teil der Entwicklungspolitischen Lernwerkstatt ASA und wird mit Nichtregierungsorganisationen (NRO oder NGO = non governmental organisations) gemeinsam durchgeführt.

Was genau fördert ENSA?

Das ENSA-Programm hat sich zum Ziel gesetzt, globales Lernen und entwicklungspolitisches Engagement von Schülergruppen finanziell zu unterstützen. ENSA fördert nicht nur „Outgoing“-Projekte, also solche, bei denen deutsche Schüler in ihr Partnerland reisen, sondern natürlich auch „Incoming“-Projekte, bei denen die Partnergruppe am Leben der Schüler aus Deutschland teilnimmt.

Wer macht mit?

Konkret sind das Schülergruppen aus Deutschland, Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa, die eine Schulpartnerschaft auf Augenhöhe verbindet. „Auf Augenhöhe“ ist hierbei ein ganz wichtiges Schlagwort. Es bedeutet, dass beide Schülergruppen gleichwertig sind und gleichbedeutende Beiträge zur Zusammenarbeit und deren Ergebnis beitragen. Es bedeutet nicht, dass eine deutsche Schülergruppe nach bspw. Lateinamerika reist, einen Brunnen baut, den Menschen dort erklärt, wie sie ihn zu benutzen haben und dann wieder fährt. Natürlich hilft der Brunnen den Menschen, aber er ist ein Produkt eines „Ich weiß etwas, was ihr nicht wisst“-Auftritt der deutschen Schülergruppe und eine solche Begegnung ist nicht im Sinne des ENSA-Programmes.

Beispielsweise sprechen die ENSA-Mitarbeiter auch nicht von „Entwicklungsländern“, sondern vom „globalen Süden“ und vom „globalen Norden“ – auf Basis einer einfachen Frage: wer entscheidet denn, was ein entwicklungsbedürftiges Land ist? Und wenn die reichen Länder dies tun, dann sollten sie sich zuallererst fragen, welche Rolle sie selbst bei der Verteilung von „arm“ und „reich“ in der Welt haben. Ich fand das sehr einleuchtend, sodass ich die Begriffe in weiteren Posts verwenden werde. Anderes ENSA-spezifisches „Vokabular“ werde ich immer erläutern.

Was machen die Teilnehmer?

Sowohl beim Outgoing als auch beim Incoming beschäftigen sich die Schüler mit einem gemeinsamen Thema, das für beide Gruppen sowie global bedeutsam ist. Unsere Gruppe beschäftigt sich zum Beispiel mit Umwelterziehung in der frühkindlichen Bildung, da unsere Partnerschule ebenfalls Erzieher/innen ausbildet. Es wird um Umweltverschmutzung, Nachhaltigkeit und Nutzung natürlicher Ressourcen gehen – ein Thema, das für uns alle eine hohe Bedeutung hat. Ziel ist es, zu verstehen, welche Themen und Inhalte Schüler und Schülerinnen aus anderen Ländern berühren, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und globale Zusammenhänge sowie Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Was hat ENSA davon?

ENSA ist es sehr wichtig, dass dieser Erkenntnisgewinn nicht nur bei den teilnehmenden Schülern und Schülerinnen bleibt, sondern dass diese sich vernetzen, ihre Erfahrungen mit Freunden und Mitschülern teilen und sich gemeinsam mit ihnen für globale Gerechtigkeit einsetzen. Darum veranstaltet ENSA regelmäßig vor Outgoings oder Incomings sogenannte „Plakos“ (Planungskonferenzen) und nach den Aufenthalten „Evalkos“ (Evaluationskonferenzen), um den unterschiedlichen Projekten aus ganz Deutschland die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Austausch zu bieten, alle auf ihre Begegnungen vorzubereiten oder diese im Nachhinein auszuwerten.

Und jetzt kommt’s …

Eine solche „Plako“ habe ich letztes Wochenende gemeinsam mit einem weiteren teilnehmenden Schüler und unseren beiden betreuenden Lehrkräften besucht. Es war eine wunderbare Erfahrung und ich habe unglaublich viel mitgenommen aus den Workshops, Kleingruppenarbeiten, Ausstellungen und persönlichen Austauschen. Alles, was ich so erlebt habe, möchte ich euch berichten, aber ihr müsst euch bis zum nächsten Post gedulden.

Wer nicht so lange warten kann oder möchte, kann sich auch gerne noch weiter über ENSA und ASA informieren. Einfach die beiden unterlegten Worte anklicken und draufloslesen.

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