Ich hab’s hinter mir!

Liebe Lebensmaler,

am Mittwoch hatte ich meine praktische Prüfung im Modul 9, also auf der Arbeit. Die 5. Einheit des Mobbing-Projektes musste sich unter die prüfenden Augen meiner Lehrerin wagen. Ihr wollt sicher wissen, wie es gelaufen ist!

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Diese Karte fand ich am Freitag in meinem Fach im Büro – vom Chef höchstpersönlich. Das war so eine nette Überraschung! Als „ausgezeichnet“ hätte ich meine Prüfung nicht eingestuft, aber so ein bißchen Seelestreichelnlassen tut sehr gut, das kann ich euch sagen! Am meisten hatte ich gar nicht vor der Durchführung Angst, sondern vor dem theoretischen Teil drumherum. Ich erkläre euch mal, wie meine Prüfung ablief:

  1. Die Lehrkraft kam an, ich habe sie herumgeführt und ihr grob die Einrichtung und detailliert die Wohngruppe gezeigt, in der ich arbeite. Wobei das auch nicht richtig ist – das hat ein sechsjähriger Junge übernommen, der wie immer sehr zutraulich war😉
  2. Danach folgte im vorbereiteten Raum das sogenannte Fachgespräch – in diesem Gespräch stelle ich als Auszubildende meiner Lehrerin und anwesenden Anleiterin (Kollegin, die für meine Betreuung zsutändig ist) meine Kompetenzen in den 3 Bereichen „Wissen (Fachkompetenz)“, „Können (Methodenkompetenz)“ und „Haltung (Sozialkompetenz)“ dar. Aus vorgegebenen Punkten habe ich mir dafür je einen ausgeprägten und einen weniger ausgeprägten Punkt ausgesucht, den IST- und den SOLL-Zustand beschrieben und erklärt, wie ich den Soll-Zustand zu erreichen gedenke (Umsetzung).
  3. Zusätzlich dazu durfte ich dann noch einen weiteren Punkt reflektieren – bspw. wie ein konzeptioneller Punkt im Alltag der Einrichtung umgesetzt wird, an einem Beispiel erklären, warum Teamarbeit in der Einrichtung so wichtig ist oder die gesetzlichen Vorgaben beschreiben. Ich habe mich dafür entschieden, darzulegen, ob die Praxiseinrichtung eine zukünftige berufliche Option für mich darstellt und warum (nicht).
  4. Danach kam die Durchführung mit meinen 3 Jugendlichen an die Reihe. Die Lehrkraft und meine Anleiterin sitzen stumm, unbeteiligt und beobachtend dabei und schauen sich an, was ich mit meinen 3 Ausgewählten mache und vor allem, WIE ich es mache.
  5. Nach der Durchführung kommt das Reflexionsgespräch. Zunächst bekomme ich 10-15 Minuten Zeit, um alleine zu reflektieren, was gelaufen und wie es gelaufen ist (besser, schlechter, anders), warum es so passiert ist und was ich zukünftig anders machen würde. Unter verschiedenen Gesichtspunkten muss ich dann meiner Lehrerin und meiner Anleiterin begründen, was während der Durchführung vorgegangen ist.
  6. Und dann ist es endlich vorbei – Verabschiedung, Aufräumen, Feierabend!

In meinem Fall wirklich Feierabend – sowohl meine Lehrkraft als auch meine Anleiterin befanden die 5. Einheit für „sehr gut“! Waaaaah!🙂 Ich freue mich so, dass meine gründliche Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing, die lebensnahe Umsetzung und die Beschäftigung mit entwicklungspsychologischen und didaktisch-methodischen Voraussetzungen sich auszahlen! Es lief nach meinem Gefühl nicht so gut wie in den vorangegangenen Einheiten, etwas weniger dynamisch, aber ich bin trotzdem gut darauf eingegangen und meine Jugendlichen haben auch mitgemacht im Rahmen des Möglichen an diesem Tag. Noch eine Einheit und dann bin ich fertig mit der Praxis in diesem Ausbildungsjahr – ist es zu fassen?!

Viele Kinder und Jugendliche haben schon gefragt, wie lange ich noch „tagsüber“ da bin und ganz traurig reagiert, als sie erfuhren, dass es sich nur noch um eine Woche handelt … und ich muss sagen, obwohl ich nicht immer begeistert war und manchmal einfach nur alles hinschmeißen wollte, sind mir doch alle in irgendeiner Art und Weise ans Herz gewachsen und ich bin traurig, dass ich „nur noch“ nachts dort arbeiten werde. Aber die nächste Herausforderung kommt … ihr dürft mit mir gespannt sein!

3 thoughts on “Ich hab’s hinter mir!

    • Ich hab mich auch sehr gefreut, da ich wirklich nicht damit gerechnet hätte. Außerdem waren diese Worte genau der Balsam, den ich in dem Moment gebraucht hatte. Wunderbar, die kleinen Dinge eben!

  1. Pingback: Staatlich anerkannte Erzieherin | recolourlife

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