Alte Erinnerungen und neue Eindrücke

Hallo liebe Lebensmaler,

ich bin mal wieder krank … Ich weiß auch nicht, wie ich es schaffe, sämtliche Krankheit während der Ausbildung in die Zeit der praktischen Ausbildung zu legen. Ehrlich, ich war in den 3 Jahren Ausbildung fast nie krank und jetzt ständig Wochen am Stück. Diesmal liege ich mit Kehlkopfentzündung flach. Für ein Plappermäulchen wie mich natürlich in zweierlei Hinsicht ziemlich anstrengend – kein Schlaf (wegen Husten) und kein Sprechen (wegen Reizung). Und der Arzt sagt, bis zu 4 Wochen kann sich das hinziehen! Man steh mir bei, dass es sich in kürzerer Zeit abhandeln lässt. Die Worte, die ich nicht sprechen kann, scheine ich hier zu digitalem Papier zu bringen …

Gestern war ich spazieren, denn der Arzt sagt, die frische Luft ist trotz der Kälte gut für meine zerschundene Kehle. Ich habe beschlossen, es auszunutzen, dass ich wieder auf dem Dorf bin und bin in den Wald gefahren, um dort umherzuwandern. Früher sind wir dort mit dem Kindergarten auch immer gewesen in unseren Waldwochen, und zwar im „Klettertal“. Es war für uns genau so verwunschen, wie es sich anhörte. Riesige Bäume, unüberwindbare Felsen, steile Hänge, verwunschene Ecken. Wir versteckten uns, wir rutschten, siebten Gold, wir kletterten und rannten, fielen und standen wieder auf. Es war so cool. Und wir erzählten uns Geistergeschichten, da über „unserem“ Klettertal der Wohldenberger Turm aufragte und es für uns glasklar war, dass es dort nachts spukt. Logo! Wir schmiedeten sogar Pläne, nachts die Geister anzuschauen, aber so richtig getraut haben wir uns dann doch nicht. Auf dem Weg dorthin sind wir immer am „Blitzbaum“ vorbeigekommen. Uns in diesem Skelett eines vom Blitz zerschlagenen, ausgehöhlten und verrußten Baumes zu verstecken gehörte genauso zu unseren Besuchen im Wald wie das Versammeln auf der „Baumbank“, die heute leider total zugewachsen und verrottet ist.

Gestern habe ich mir all diese Plätze meiner Kindergartenzeit angeschaut und ich fand es richtig schön, wieder im Wald zu sein. Dort verbringt man einfach zu wenig Zeit. Und magisch sehen einige Plätze immer noch aus – das Licht änderte sich ständig und ich war fasziniert von der Vielfalt an Fotomöglichkeiten, die sich mir bot. Unten seht ihr eine Auswahl!  Wie steht’s mit euch – wie oft seid ihr im Wald? Seid ihr gern dort, ist „euer“ Wald weit weg oder nah dran? Was für Abenteuer habt ihr dort vielleicht in eurer Kindheit erlebt?

6 thoughts on “Alte Erinnerungen und neue Eindrücke

  1. Ich habe bis zu meinem 18. Lebensjahr auf dem Land gewohnt, am Rand eines Dorfes. Dort hatte ich den Wald praktisch vor der Haustür. Ich war auch immer gerne in der Natur und habe viel im Wald gespielt. Dort gibt es eine Stelle, an der an einem Hang ein Baum wuchs, unter dessen Wurzeln man hindurchrutschen konnte. So was sieht man auch nicht alle Tage! Außerdem fließt dort ein Bach, den ich auch gerne gestaut habe. Es war also eine sehr schöne Stelle zum Spielen. Aber jetzt wohne ich schon seit mehreren Jahren in einer Stadt und vermisse die Natur sehr.

    • Oh wie schön! Das hört sich ja echt gut an mit den Wurzeln zum Drunterdurchrutschen. Als Kind erschien dir der Baum bestimmt riesig, oder? Und deine Geschichte mit dem Bach erinnert mich an unseren Baum, der an einer Weide stand und wo man sich richtig toll verstecken konnte … Ich kann verstehen, dass du die Natur vermisst. Das geht mir in der Stadt auch so. Gibt es bei dir keine Parks oder anderes Grünes in der Nähe?

  2. Ja, der Baum war schon ziemlich groß🙂

    Es gibt bei mir in der Nähe einen kleinen Park, aber um richtig spazieren zu gehen ist das auch nichts. Dazu muss man hier immer erst ins Auto steigen und irgendwo hinfahren, das ist echt blöd. Demnächst werde ich wieder in meine alte Heimat zurückziehen, nicht in das Dorf selbst, aber in die nächste große Stadt, in der ich auch zur Schule gegangen bin. Habe dort jetzt eine Stelle bekommen. Je nachdem, wo ich dort wohnen werde, hoffe ich, dass ich dort etwas mehr Zugang zur Natur haben werde.

    • Oh, das freut mich sehr für dich! Ich kenne das Gefühl, sich in der Großstadt nach Natur zu sehnen und dann wieder näher an sie dranzuziehen. Ich drücke dir die Daumen, dass du ein grünes Gebiet erwischt!🙂

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