Meine 4 Wände – Das Schlafzimmer

Vielen Dank für die Likes zu meinem Flur🙂 Ich hab mich entschieden, heute in Teil 2 mein Schlafzimmer vorzustellen. Das erreicht man, wenn man durch die erste Tür rechts der Wohnungstür abbiegt.

Das Schlafzimmer ist quasi quadratisch und damit problematisch gewesen. Ich hatte mein Herz daran gehängt, ein Doppelbett zu haben. Das Problem hiermit war aber, dass ich ja auch meine Kleidung unterbringen musste. Ein Doppelbett UND ein großer Kleiderschrank hätten zwar reingepasst, aber das Zimmer hätte voll und ungemütlich gewirkt – nicht die Atmosphäre, die ich mir für ein Schlafzimmer wünsche. Außerdem hätte ich beim Aufstehen quasi direkt meinen Fuß in den Kleiderschrank gesetzt … näää, uncool. Also hab ich hin- und herüberlegt und mir ist schließlich die Idee gekommen, einen offenen Kleider“schrank“ zu gestalten. Das Zimmer wirkt dadurch größer, als es ist und morgens, wenn ich noch müde im Bett lungere, kann ich meine Kleidung begutachten und horizontalerweise entscheiden, was ich denn heute überwerfe. Das klappt prima (meistens, außer an den Morgenden, an denen ich mich 5x umziehe und dann zu spät zur Schule komme).

Die Leiter habe ich mir ertauscht, es ist eine alte Hochbettleiter und wiegt fast nix. Ich habe mir viel Hilfe im Baumarkt und von meinem Großcousin geholt, der Tischler ist. Ich habe die Leiter abgeschliffen und mit einer bestimmten Politur gestrichen, deren Namen ich jetzt nicht mehr weiß … Dann habe ich hinten rechts und links Holzblöcke angebracht und die in die Wand geschraubt, sodass die Leiter auf ihnen aufliegen kann. Vorne habe ich starke Haken angebracht, und Ketten besorgt, die jeweils bis zu 8kg halten – einfach im Baumarkt besorgt. In der Decke habe ich Dübel geschraubt, daran ein zweites Paar Haken angebracht und so hängt der wundervolle Leiterschrank fest. Ich hab leider den Platz unterschätzt, den ich für meine Kleidung brauche, aber zum Glück konnte ich ein bereits besorgtes Bücherregal zweckentfremden. Es beherbergt jetzt meine Hüte, Röcke, Shirts und Tops. Alles andere findet Platz in meiner ebenfalls offenen Kommode (s.u.).

Meine Fensterbank dient mir als Nachttisch, viel brauche ich meist nicht. Die Schlafmaske war ein Geburtstagsgeschenk von meiner Freundin Vera. Sie hat sie selbst genäht und mit Lavendel gefüllt. Die Blumenlichterkette habe ich schon Ewigkeiten (Flohmarkt-Find) und sie spendet wunderschön gedämpftes Licht. Ich lese ja außerdem sehr gerne und somit liegt immer irgendein Buch in meinem Bett und wärmt es quasi schon für mich an. „Frontalknutschen“ ist eine witzige Teenagerromanserie, geschrieben aus der Sicht von Georgia Nicolson, die ich schon früher unglaublich witzig fand. Leider sind mir meine Exemplare abhanden gekommen und als ich neulich in einem Secondhandshop darüber stolperte, griff ich zu.

Mein Bilderrahmen enthält ganz viele der Bilder, die ich in Australien an meinen Farmzimmerwänden hatte. Ich liebe die aufmunternden und nachdenklich machenden Zitate. Wenn ihr auf das Bild klickt, erscheinen sie als Beschreibung, damit ihr sie besser lesen könnt.

Außerdem gibt es da noch meine Schmuckansammlung, die Platz auf der Kommode findet, die alles verstaut, was im Regal keinen Platz mehr fand. Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin von ausgefallenen Schmuckstücken – angefangen hat es bei Armreifen und Ohrringen, weiter ging es mit Ketten und schließlich machte meine Leideschaft auch vor Ringen nicht Halt. Meine Sammlung muss ich natürlich auch standesgemäß präsentieren😉 Mein Regal für die Kettenanhänger habe ich euch hier schon vorgestellt, es ist mit mir umgezogen. Meine Ketten sollten ebenfalls schön zur Geltung kommen. Dazu habe ich in zwei schmale Holzleisten jeweils ca. 10-15 Nägel gehauen und diese Leisten dann über Eck an der Wand angebracht. Simpel, effektiv und schön! Die beiden Karten stammen von ganz wichtigen Personen: die obere habe ich von Vera bekommen, die Pippi Langstrumpf-Karte von meiner Patentante Astrid, die sich immer noch wundervoll um mich kümmert, obwohl ich schon lange über 18 bin. Ich bin im Herzen eben eine Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza Efraims Tochter Langstrumpf. Auch die Aussage auf dem Bild mit den Straßenkünstlern finde ich wundervoll: „The only limits in the real world are the limits of our imagination“. – „Die einzigen Grenzen in der realen Welt sind die Grenzen unserer Vorstellungskraft.“ 

Den Blumenkranz finde ich übrigens sehr toll und trage ihn des Öfteren (in der Öffentlichkeit). Im Kindergarten kam er sehr gut an und in Supermärkten werde ich dann und wann in ein Gespräch verwickelt. Sogar mein Opa findet ihn süß.
Die Nashornkette (direkt neben dem Kranz) habe ich von einer ehemaligen Kollegin geschenkt bekommen, die sie als Talisman in Vietnam bekommen hat. Ihr wurde dort gesagt, eines Tages würde sie sie weitergeben wollen, sie wüsste schon, wann der richtige Zeitpunkt gekommen wäre. Und sie fand wohl, ich wäre der richtige Zeitpukt bzw. der richtige Mensch. So ein wundervolles Geschenk und ich denke so oft an sie, obwohl wir leider den Kontakt verloren haben.
Die Schwalbenkette stammt aus einem 2nd-hand-Shop in Melbourne (AUS) und ich habe sie gekauft, weil sie mich an meine Oma erinnert, die Schwalben geliebt hat. Die Ballerinakette hat mein Opa meiner Oma mal geschenkt und dann hat er sie mir geschenkt. Ich trage sie selten, aus Angst, sie zu verlieren, aber ich liebe sie sehr.

Direkt auf der Kommode steht auch noch eine Menge. Die Hände, die ich als Armreifhalter nutze, sind eigentlich Buchstützen und waren ein Geschenk meiner ersten Gastfamilie in Australien. Da sich meine Bücher aber dicht an dicht drängen und daher selbst stützen, verwende ich die Hände, um meine Armreifen gekonnt in Szene zu setzen. Die sind aus allen Teilen der Welt zusammengekauft. Der mit den bunten Perlen stammt aus Tansania (Geschenk von Marieke), der freiliegenden silberne aus der Türkei von meiner Mama und den Schmetterlingsarmreif habe ich 2nd-hand gekauft.
Meine Gliederpuppe hat schwer zu tragen – beide Arme voller Klunker!😉 Mein Opa fragt immer, wie viele Hände/Finger ich eigentlich habe für meine ganzen Ringe. Hinter der Gliederpuppe bewahre ich in einer Schale für Kekse meine Gürtel auf – ihr merkt vielleicht, dass ich vieles entgegen des eigentlichen Zweckes benutze. Die Seifenstücke, die ihr auf dem dritten Bild seht, habe ich von Freunden meiner ersten australischen Gastfamilie zu Weihnachten geschenkt bekommen – 2012 war das und ich habe sie immer noch nicht benutzt, weil sie so hübsch aussehen und so himmlisch duften.

 

Und dann ist da noch mein Ohrringbaum. Den CD-Ständer habe ich in Bonn zum Ende eines Flohmarktes geschenkt bekommen, damit der Besitzer ihn loswurde. Mir hat er bis heute treue Dienste geleistet und trägt im wahrsten Sinne des Sprichwortes Früchte. Ich liebe meine Ohrringe, verliere aber bisweilen den Überblick. Irgendwann kriege ich dann einen Rappel, pflücke alle Ohrringe ab und behänge den Baum neu, in einer Ordnung, die mir zu dem Zeitpunkt sinnvoll erscheint. Platte runde Ohrringe, Tier-Ohrringe, Creol-Ohrringe, Ausgeh-Ohrringe … in 2 Monaten steig ich da wieder nicht durch und hänge erneut alles um.😉
An meiner Decke klebt eins der tollsten Weihnachtsgeschenke, das ich je bekommen habe. Eines Nachts kam Fabian mich besuchen, lag in meinem Bett, schaute an die Decke und sah ein paar einsame Leuchtsterne dort hängen – es waren nur ein paar, aber ich erzählte ihm von meiner Idee, einen Sternenhimmel daraus zu machen. Und prompt bekam ich zu Weihnachten von ihm eine Packung mit Leuchtesternen geschenkt – uneingepackt, aber das war umso schöner, da konnte ich mich gleich freuen. Und jetzt habe ich meinen eigenen Sternenhimmel, wenn ich im Bett liege.

 

Das letzte Bild, das ihr seht, zeigt meine „Wall of Wisdom“ – „Die Wand der Weisheiten“. Mit meiner Freundin Inge aus Holland philosophiere ich immer über das Leben, die Liebe und die Lasten, die beides manchmal mit sich bringt. Und in diesen Gesprächen geben wir auch ab und zu Weisheiten von uns, die ich an meiner Wand verewigt habe, damit ich sie nicht vergesse. Die Erinnerungen haben mir schon oft geholfen, mich nicht so beschissen zu fühlen, wie man es eben manchmal tut, wenn man Lebens- oder Liebeskummer hat, und praktischerweise sind diese Weisheiten mit eins der ersten Dinge, die ich morgens sehe. Gerne könnt ihr euch unsere Weisheiten ausborgen und aufschreiben und ich würde mich freuen, eure zu hören!

Sooo, das war mein Schlafzimmer en detail. Ich freue mich schon, euch den nächsten Raum meiner Wohnung zu zeigen🙂 Bis dahin!

2 thoughts on “Meine 4 Wände – Das Schlafzimmer

    • Danke dir🙂 Und noch hast du gar nicht alle Zimmer gesehen🙂 Ich fühle mich aber wirklich sehr wohl und bin richtig traurig, dass ich im Juli „ausziehe“.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s