Meine 4 Wände – Die Küche

Endlich komme ich dazu, euch das dritte Zimmer meiner Wohnung vorzustellen – die wundervolle, helle Küche! Mir war es schon immer sehr wichtig, dass die Küche groß genug ist, um entspannt darin kochen und essen zu können. Ich halte nichts von Miniküchen, in denen man etwas mit dem Po vom Fensterbrett stößt, wenn man sich bückt, um in den Ofen zu schauen – und glaubt mir, solche Wohnungen habe ich zuhauf angeschaut. Darum bin ich umso glücklicher, über eine grooße, geräumige Küche zu verfügen, die ich mir gemütlich eingerichtet habe.

Die Stühle und den Tisch habe ich gegen ein unbenutztes Fondueset eingetauscht – unglaublich, aber wahr. Man kann ihn auf die doppelte Größe aufklappen und das ist wundervoll für Besuch. Die gelbe Gardine, die ich anstatt des bereits vorhandenen Rollos angebracht habe, taucht die Küche besonders nachmittags in goldenes Licht, das en masse durch die große Tür zum Balkon hereinfällt. Ein Grund mehr, diesen Raum zu lieben. Ich bin ein großer Fan von Sprüchen, Postkarten und Postern, wie ihr sicher schon gemerkt habt. Das Poster habe ich aus einem Think!-Shop, der zugemacht hat. „Wer staunen kann wie ein Kind, erlebt die schönsten Überraschungen.“ Das drückt zum einen meinen Einstellung zum Leben aus, zum anderen erinnert es mich daran, wie ich arbeiten möchte und was ich „meinen Kindern“ mit auf den Weg geben möchte und es schürt zudem noch Erinnerungen an meine eigene, fantasievolle und prall mit tollen Erlebnissen gefüllte Kindheit, die ich vermisse. Die coole Lampe habe ich von meinem Opa mitgebracht und sie spendet gemütliches Licht.

Die Obstschale habe ich aus den Tiefen der Kellerregale meines Opas geborgen, und die supertollen Schafuntersetzer sind ein Geschenk einer meiner kurzfristigen Gastfamilien aus Neuseeland. Da dort mehr Schafe als Menschen leben, sind Souvenirs häufig mit diesen knuffigen Fellträgern verziert. Ich finde sie echt großartig, und freue mich vor allem, weil sie megateuer sind und ich sie mir niemals alleine hätte leisten können. So habe ich immer ein Stück dieses weit entfernten „zu Hauses“ bei mir in der Küche. Ich habe auch eine Schürze mit genau diesen Schafbildern drauf bekommen und trage sie, seitdem sie in meinen Besitz gewechselt ist, fleißig beim Kochen. Es ist eine Freude!

An der freien Wand über dem Tisch habe ich verschiedene „Poster“ aufgehängt, die z.T. aus dem „Think!“-Fundus stammen oder als Postkartenwerbung im Briefkasten auftauchten. Sie machen meine Küche bunt und ich liebe die Aussagen. Auf dem Poster mit dem Haus steht: „Liebe ist gemeinsame Freude an der wechselseitigen Unvollkommenheit.“ und auf dem mit den Spulen steht: „Entgleisungen, die uns aus gewohnten Bahnen werfen, sorgen dafür, dass unsere Lebendigkeit nicht auf der Strecke bleibt.“
Die kleine Pinnwand ist sehr praktisch für all meine Bons, Zettelage und Visitenkarten und natürlich auch second-Hand gekauft, genauso wie die Kommode in der Ecke zwischen Tür und Tisch.

In ihr lagere ich meine Lebensmittel, auf ihr stehen viele kleine, aber wichtige Dinge. Zum einen zwei meiner Lieblingsbilder meines geliebten Opas und mir. Im Sommer habe ich uns Kirschohrringe gepflückt und nach dem obligatorischen Sträuben grinste er doch – mein wundervoller Opa. Die Pflanze habe ich zum Einzug von meiner Tante geschenkt bekommen und ich bin ehrlich gesagt erstaunt, dass sie noch lebt. In dem Einmachglas sind Glückskekssprüche, die ich selbst gestaltet habe und ziehe, wenn mir nach Inspiration oder Aufmunterung ist – ähnlich wie die Spruchschale in meinem Flur. Die Fotos neben der Tür habe ich selbst gestaltet, es sind Songtexte, die ich toll finde und die mich inspirieren oder berühren. Ich lade sie euch in einem separaten Post hoch.

Auf der anderen Seite der Küche ganz rechts, zwischen der Küchenzeile und der Balkontür, ist ein kleiner, quasi begehbarer Vorratsschrank, den ich liebe. Auch ihn habe ich mit Think!-Karten geschmückt, die motivieren, bestärken, begeistern und zum Schmunzeln anregen. „Ohne Begeisterung wird nie etwas Größeres zustande gebracht.“ – „Unser Horizont erweitert sich nicht nur in die Ferne.“ – „Wer wagt, selbst zu denken, wird auch selbst handeln.“ – Noone is as uninteresting as a person without interest.“ – „Die besten Dinge für unser Leben wachsen im Stillen.“ – „You can’t see the world through a mirror.“
Innen drin ist alles fein säuberlich aufgereiht und hat seinen Platz🙂 In der Apfeldose oben links befindet sich die kleine WG von Eule und Maus, alias Korkenzieher und Schnapsgießer😉 Zeig ich euch am Ende!

An dem Gewürzregal freue ich mich jedes Mal, wenn ich es sehe. Ich habe es vor Jahren in einem second-hand-Shop gesehen, aber wollte es nicht kaufen, weil ich keine Wohnung hatte. Dann, als ich endlich eine eigene Wohnung hatte, war es nicht mehr da. Als ich dann in einem anderen second-hand-Shop gestöbert habe, stand es einfach da, als hätte es auf mich gewartet. Ich liebe es. Die hängende Teekanne stammt aus dem Besitz meiner anderen Oma und ich finde sie als Teekannenuntersetzer genial🙂 Das kleine „Brot im Toaster“ ist mein im Sale erworbener S+P-Streuer🙂 Cool, oder?

Die Küchenzeile war komplett drin in der Wohnung und ich habe sie mit kleinen Akzenten geschmückt. Meinen Koch-Ofenhandschuh kennt ihr schon, den finde ich einfach äußerst originell und drollig. Meine Karten am Herd sind über die Jahre gesammelte Werbung und kommen jetzt endlich zum Einsatz: „2016 wird mein Jahr“ – „Geile Schnitte“ – Mehr Geld für Pizza!“ – „Nur Nudeln kann ja jeder“ – „Nicht kleckern sondern klotzen“ – „Ich war … ☐ immer brav! ☐ meistens brav! ☐ hmm naja …“ Wo ich wohl mein Kreuz gemacht hab?😉 An den Schranktüren über der Spüle habe ich zwei von meinen Weisheiten aus dem Glückskeksglas angebracht, die mir morgens schon oft einen gesunden Impuls gesetzt oder mich durch den Tag getragen haben. „Bevor ich das nehme, was ich kriegen kann, warte ich lieber, bis ich das bekomme, was ich haben will.“ und mein geliebter Astrid Lindgren-Spruch: „Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech und wild und wunderbar.“

In der Küche ist auch die Gastherme angebracht und so häßlich ich sie finde, so nützlich ist sie, denn sie gibt meinen Magnetwortstreifen ein zu Hause. Diese Magnete habe ich vor 5 Jahren für meine Wohnung in Bonn gekauft, nach der Trennung von meinem damaligen Freund einzeln von unserem Kühlschrank abgepult und jetzt in mühseliger Kleinarbeit alphabetisch an diese Gastherme gepappt. Meine Freunde und ich selbst auch waren schon äußerst kreativ auf der Magnetwand😉 Das Bild mit der Schwalbe ist übrigens der Entwurf eines Tattoos, das ich seit 8 Jahren gerne hätte – irgendwann wird es meinen Körper zieren.

Zum Schluss möchte ich meine Schubladen und Schränke noch ein bißchen weiter für euch öffnen und euch ein paar Lieblingsstücke zeigen:

Die Tasse ist aus mehreren Gründen eins meiner Lieblingsstücke: erstens habe ich sie von Marieke geschenkt bekommen und zweitens ist „sunshine girl“ der Spitzname, den ein sehr, sehr guter Freund für mich benutzt – daher zaubert mir die Tasse immer ein Lächeln auf’s Gesicht. Der Pfannenwender ist ein Geschenk von Vera. Auf der anderen Seite steht: „Egal, wie man es dreht und wendet …“ – ich hab mich so gefreut, weil es ein ganz persönliches Geschenk ist, in dem man die Gedanken, Zeit und Mühen erkennt, die in das Geschenk geflossen sind. Und der Elefanten-Flaschenkorken ist einfach superoriginell. Ich habe ihn in einem second-hand-Shop gefunden und konnte nicht wiederstehen.❤ Der Hemd-Flaschenöffner stammt aus der „Sammlung“ meiner Eltern und ich finde ihn schlichtweg brilliant.

Den witzigen Flaschenöffner in Eulenform habe ich ebenfalls in einem second-hand-Shop erstöbert und fand ihn ziemlich urig🙂 Ich habe ein Faible für ungewöhnliche Dinge, und deswegen konnte ich, obwohl ich äußerst selten (quasi nie) Schnaps trinke, auch den süßen Schnapsgießer in Mäuseform nicht im Laden zurücklassen.  Eule und Maus haben nun eine WG in meiner witzigen Apfeldose gegründet und verstehen sich prächtig. Zu guter Letzt ist da noch meine Zuckerdose in Form einer Glühbirne. Die habe ich in einem second-hand-Shop in Holland aufgespürt und habe sie ebenfalls lange, bevor ich eine eigene Wohnung hatte, erstanden, weil ich sie so witzig fand.

Tjaa, das war die Küche🙂 Habt ihr auch solche Lieblingsstücke in eurer Wohnung? Ich würde gern wissen, was für Kuriositäten ihr besitzt!

3 thoughts on “Meine 4 Wände – Die Küche

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