Staatlich anerkannte Erzieherin

Hallo liebe Lebensmaler!

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Die Mädels aus der ersten Reihe – wir haben es geschafft!

Am Freitag, den 17.06. war es soweit: der Tag der Zeugnisvergabe und damit der endgültige Abschluss der Ausbildung war gekommen! Diesem Tag habe ich mit einem lächelnden und einem weinenden Auge entgegengesehen. Am 27.05. hatten wir zwar bereits unsere Noten und den Durchschnitt bekommen, sodass es keine großen Überraschungen mehr geben würde, aber der 17.06. war der Tag, an dem ich eine der schönsten Etappen meines Lebens hinter mir lassen sollte.

Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich durch die Schule gegangen bin, an die ersten Lehrer, mit denen ich gesprochen habe, an meinen ersten Schultag. Alles war neu und anders und ungwohnt. Und jetzt? Die Schule ist irgendwie ein zu Hause geworden, ich fühle mich wohl und die Art, wie die Lehrer unterrichten, habe ich so sehr ins Herz geschlossen.

Die Zeit der Ausbildung war eine wunderbare, lehrreiche, kreative, anstrengende, interessante, erkenntnisreiche, Nerven kostende, beglückende, glückliche, facettenreiche, traurige, herausfordernde, abenteuerliche, lustige, ermüdende, belohnende, emotionale und insgesamt großartige Zeit in meinem Leben. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, wie stolz ich auf meinen ersten Abschluss dort war und wie sehr ich in diesem Beruf aufgehe.

Neulich sprach ich mit jemandem, den ich erst frisch kennengelernt habe, über unsere jeweilige Berufswahl. Ich fragte ihn, ob er mit dem Herzen dabei wäre und er antwortete: „Wenn man das nicht ist, macht es doch keinen Spaß und füllt einen nicht aus!“ Er gab damit genau meine Einstellung wieder. Für mich gibt es auch einen klaren Unterschied zwischen einem Job und einem Beruf. Einen Job erledige ich und habe ihn vielleicht auch nur für einen begrenzten Zeitraum, für einen Beruf folge ich meiner Berufung und meinem Herzen.

Dass ich das tue, ist für mein Umfeld klar zu sehen und das freut mich immer wieder. Meine Kollegen melden mir zurück, dass sie bemerken, mit wie viel Freude ich dabei bin und wie gut ich pädagogisch arbeite, von den Kindern und Jugendlichen bekomme ich starke, emotionale Rückmeldung und auch Personen, die mich nicht direkt im Umgang mit der Zielgruppe erleben, sondern mich nur von meiner Arbeit sprechen sehen und hören, lassen mich wissen, dass sie mir meine Freude und die Beschaffenheit für diesen Beruf ansehen.

Ich bin immer gerne zur Schule gegangen. Klar gab es Stress, Streit und Schlappen, ich musste Rückschläge einstecken und mich neu orientieren, aber ich habe so viel gelernt und ich fand es genial, wie ich dachte, ich wüsste schon eine ganze Menge und dann kamen die Lehrerinnen mit neuem Unterrichtsstoff um die Ecke, den ich noch nicht kannte, der mich herausforderte und mich dazu brachte, bestimmte Situationen in neuem Licht zu sehen. Ich frage mich immer noch, was es da alles gibt in der pädagogischen Wissensfunduswelt, das ich noch nicht beigebracht bekommen habe … Die Jahre waren schlichtweg unglaublich erfüllend, und das nicht zuletzt wegen unserer wundervollen Lehrerinnen, die sich teilweise Arme und Beine verrenkt haben, um uns zu helfen und zu unterstützen, uns zu fordern und zu fördern und die auch außerhalb des Unterrichtes für uns da waren.

Der Abschlussfeier stand ich emotional also sehr zweigeteilt gegenüber, weil sie nun mal ein Ende bedeutete, habe sie letztendlich aber genossen, weil unsere Lehrer gut-gefühls-dosierte Reden gehalten haben und sich bei der Übergabe unserer Geschenke strahlend und herzlich bedankt und sich wirklich gefreut haben. Auch die Feier am Abend mit der Klasse und unseren Lehrkräften war ein wundervoller Abschluss für diese 3 Jahre. Wir haben gelacht, getrunken, gegessen, erzählt, reflektiert, in Erinnerungen geschwelgt und über die Zukunft gesprochen. Merkwürdig, das alles hinter sich zu lassen. Sie wird mir fehlen, die verrückte, verplante Herman-Nohl-Schule mit ihren exzentrischen, witzigen, klugen und schülernahen Lehrkräften.

Es bleibt mir nur zu sagen: DANKE FÜR DIE WUNDERVOLLE ZEIT!❤

2 thoughts on “Staatlich anerkannte Erzieherin

    • Danke dir🙂 und du hast natürlich Recht: meistens sind sowohl Freude als auch Trauer vorhanden, wenn eine lange Etappe zu Ende geht, weil es sowohl schöne als auch weniger schöne Momente gab.

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