Markus Zusak – Die Bücherdiebin

Der Tod liebt die Farben, kennt die ganze Palette, weiß sie hervorragend zu beschreiben und er sieht sie immer zuerst, dann die Menschen.

Liesel, 9 Jahre alt, sieht der Tod, als es weiß ist. Gleißend.

„Das erste Mal war es weiß.  Gleißend. Einige von euch werden wahrscheinlich denken, dass Weiß gar keine Farbe ist. Völliger Blödsinn. Das stimmt nicht. Weiß ist zweifellos eine Farbe, und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ihr mit mir streiten wollt.“

1939, Liesel hat ihren Vater verloren, ihren Bruder beerdigt und ihre Mutter zurückgelassen. Jetzt kommt sie nach Molching, ein kleiner Ort bei München, in die Himmelsstraße 33 zu ihren Pflegeeltern, den Hubers. Mit einem gestohlenene Buch in der Tasche.

Bald gewöhnt sie sich ein, schließt Freundschaft mit Rudi, der einen Kuss möchte, hilft Mama, deren Essen furchtbar schmecken, sie liebt Papa, der Akkordeon spielt und Zigaretten raucht und sie stiehlt Bücher. Eins nach dem anderen; sie lernt lesen, sie schlägt Wörter nach und sie rettet Leben in Luftschutzkellern, in denen sie vorliest. Im Keller der Himmelsstraße 33 jedoch verstecken sie, Mama und Papa Max, einen Juden, der den Himmel stiehlt, wenn es Bombenalarm gibt und wunderbare Geschenke macht.

Liesel lebt, erlebt und überlebt in Molching so einiges. Sie begegnet dem Tod oft, und dieser hat sie in sein Herz geschlossen. Er erzählt von seiner Arbeit, damals, als es so unendlich viel zu tun gab und er liebend gerne Urlaub gemacht hätte, doch, seien wir ehrlich, wer hätte ihn vertreten? … Der Tod wird sympatisch werden.

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