Tag-Archiv | Danke

„recolourlife“ zieht um

DEUTSCH – ENGLISH

Hallo an euch alle,

ich blogge mittlerweile 5 Jahre auf wordpress und mir ist recolourlife unglaublich ans Herz gewachsen. Dieser Blog ist mit ganz vielen Erlebnissen, Reisen, Begegnungen, Abenteuern, Erfolgen, Geschichten, Gedanken, Bildern, Ideen, Musik, Erinnerungen und … Gefühlen gefüllt. So prall gefüllt, dass mein Datenvolumen für Bilder aufgebraucht ist! Sehr traurig, denn ich muss mich von „recolourlife“ trennen.

Hello everyone,

I’ve been blogging on wordpress for 5 years now and this blog is such a big part of my life. It is filled with lots of ideas, adventures, memories, encounters, music, thoughts, travels … and feelings. Now unfortunately my data volume is used up and I have to part with this wonderful blog.

Das fällt mir wirklich schwer, denn recolourlife ist mein kleines virtuelles zu Hause geworden. Das Bloggen gebe ich natürlich nicht auf, das könnte ich gar nicht, denn auch, wenn ich manchmal lange schweige und mir Zeitfenster regelrecht freischaufeln muss, gehört „dieses Bloggen“ mittlerweile fest dazu zu meinem Leben.

That is hard for me because recolourlife has become my virtual home (away from home). I’m not giving up blogging entirely, of course not, I could never do that. Even though I sometimes go weeks without blogging once, blogging is a fixed part of my life.

Die Adresse des neu kreierten Schwesternblogs findet ihr unten. Bevor ihr dort stöbert, lasst mich bitte noch sagen: danke für euer Interesse, danke für eure Klicks und Likes, danke für den Liebster-Blog-Award und danke für eure steten, aufmunternden Kommentare. Ihr seid eine tolle Bloggemeinde und macht es für mich noch lohnenswerter, meine Geschichten zu tippen. Ein riesiges, aus tiefstem Herzen gefühltes, DANKE! ❤

You can find the link to the newly created sister blog below but before you have a look around there please let me say this: thank you for your interest, your klicks and likes, thanks for the „favourite blog“ award and for the always encouraging comments. You’re an awesome crowd and make it even more worthwhile for me to share my stories. A huge, heartfelt THANK YOU! ❤

Und jetzt folgt mir …  auf zu neuen Abenteuern auf …
And now follow me … let’s have new adventures on …

www.recolouringlife.wordpress.com

neuerblog

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Stell dir vor …

 

refugeeswelcome

 

Was macht dieser Satz mit dir?

Ich hab den ersten Teil gelesen und in meiner Brust machte sich ein beklemmendes Gefühl breit. Ich werde demnächst auch in einem Land sein, das mir fremd ist, das ich nur aus den Medien kenne, dessen Sprache ich nicht spreche und dessen Bräuche und Sitten mir fremd sind. Ich habe jegliche Unterstützung meiner Freunde und Familie hier und in diesem fremden Land erwarten mich Menschen, die sich auf mich freuen und etwas Gutes für mich wollen. Trotzdem habe ich Angst, bin unsicher und hege Zweifel. Und doch: ich fliehe nicht, ich reise; ich muss nicht weg, ich will. Wie muss es jemandem gehen, der Hals über Kopf aus Angst vor Folter, Verfolgung oder sonstigen Qualen sein zu Hause verlassen muss, teils ohne Gepäck und gewiss ohne Gewissheit, was kommt? Der Stein auf meiner Brust wog plötzlich ganz schwer.

Und dann kam der zweite Teil des Satzes, und mit ihm ein Lächeln auf mein Gesicht – weil er so unerwartet war. Mein Herz konnte wieder schlagen, die Last war irgendwie weg. Willkommen sein – das klingt für mich nach offenen Armen, nach einer warmen Stube, eine dampfenden Suppe auf dem Tisch, nach Interesse und Unterstützung, nach zu Hause und Mitmenschen, die sich kümmern, nach ankommen und ausruhen. Nehme ich das Wort „Willkommen“ unter die Lupe, entdecke ich: es setzt sich zusammen aus zwei Teilen: „Ich will, dass du kommst.“ Und nach einer unsäglich strapaziösen, gefährlichen, endlos scheinenden Reise, während der sich die Reisegefährten Angst, Sorge, Erschöpfung, Schmerz, Trauer und Hoffnungslosigkeit mit gesengtem Kopf im monotonen Stapf-stapf-Rhythmus neben mir herschleppen, kann ich mir nichts Schöneres vorstellen als jemanden, der mich mit offenen Armen empfängt, mir eine Suppe vorsetzt und sagt: „Schön, dass du da bist. Du bist hier willkommen, ich will dass du kommst.“

Stell dir das mal vor …

Happy Birthday

Dieses Jahr habe ich meinen Geburtstag mal wieder in Deutschland verbracht – es war schön, für die Menschen, die an diesem Tag an mich gedacht haben, per Telefon, sms und Post direkt erreichbar zu sein und nicht nur über facebook oder Email oder über bereits Wochen vorher zu verschickende Briefe und Päckchen. Irgendwie ist das nochmal was anderes so.

Ich hab meinen Tag ganz entspannt verbracht und erst am nächsten Tag, einem Freitag, mit Freunden gefeiert. Auch etwas, das ich seit meinem 19. Geburtstag nicht mehr gemacht habe, weil ich entweder außerhalb des Landes war oder es aus anderen Gründen nicht gepasst hat.

Dieses Mal aber hat alles gestimmt und der Abend war wunderbar. Es gibt nur ein paar wenige Fotos, dafür aber Bilder in meinem Kopf, die ich nicht missen möchte.

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Kuchen für mich. ❤

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Die beste Gesellschaft ❤

Auf diesem Weg möchte ich nochmal ein riesiges Dankeschön an all diejenigen aussprechen, die mir von überall her auf allen möglichen Wegen gratuliert und den Tag verschönert haben. Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr an mich gedacht und euch die Zeit genommen habt, mir zu sagen, dass ihr mich gern habt. Auch für die Geschenke bedanke ich mich sehr, denn ich habe wirklich wundervolle Dinge erhalten, die eure Aufmerksamkeit zeigen. Dieser war der schönste Geburtstag seit langer Zeit, schön, dass ihr ein Teil davon wart.

Danke für meine Freunde

Heute habe ich erkannt, wie gesegnet ich mit meinen Freunden bin. Ich denke immer, dass ich keine habe, dass sie nicht in meiner Nähe sind, aber heute habe ich verstanden, dass ich sie doch hier habe. Nicht meine langjährigen Freunde, die alle aufgrund von Studium, Arbeit oder Ausbildung in ganz Deutschland verteilt leben, aber eine andere, willkürlich zusammengewürfelte Gruppe, die ich seit relativ kurzer Zeit zu meinen Freunden zähle.

Es geht nämlich nicht immer darum, dass man sich ständig sieht oder etwas unternimmt; es geht auch nicht darum, dass die Freunde, die da sind, die besten Freundinnen / die besten Freunde sind. Nein. Es geht darum, die gleichen Überzeugungen zu vertreten, sich für die gleichen Ideen stark zu machen, Gefühle zu teilen und über Gefühle reden zu können. Es geht darum, sich auf einander zu freuen, sich auf einander verlassen zu können und zu wissen, dass man den anderen seine Gefühle, Gedanken und Vorstellungen anvertrauen kann, ohne befürchten zu müssen, dass sie später hinter vorgehaltener Hand diskutiert und lächerlich gemacht werden.

Es geht darum, zu wissen, dass die anderen einen unterstützen, für einen da sind und einen verstehen, akzeptieren und genau so mögen, wie man ist. Es geht darum, zu wissen, dass sie es nicht tolerieren, wenn andere schlecht über einen reden, sondern dass sie für einen eintreten und gegen das (vor)schnelle Urteil anderer Kontra geben. Es geht darum, einander Komplimente zu machen und gerne Zeit miteinander zu verbringen, um Gemeinsamkeiten zu entdecken, auf denen man dann eine Freundschaft aufbauen kann. Es geht darum, einander wertzuschätzen und diese Wertschätzung auch zum Ausdruck zu bringen.

Heute haben die Gruppe Freunde und ich zwei Menschen verabschiedet, die uns allen sehr am Herzen liegen und die direkt und indirekt mit dafür verantwortlich sind, dass es uns als Gruppe gibt. Die gesamte Verabschiedung war sehr emotional für alle von uns und das hat mir vor Augen geführt, wie sehr wir doch als Gruppe zusammengewachsen sind, nicht nur als Arbeitsgruppe, die wir ursprünglich waren, sondern auch als Freunde, und darum möchte ich einfach mal Danke sagen. Danke, dass ich das Glück habe, so wunderbare Menschen in meinem Leben zu haben, mit denen ich Dinge tun kann, die wichtig sind, Dinge, „um die es geht“.

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Danke!

Wenn du jemanden wirklich berühren willst, schreibe ihm einen Brief.

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Ich möchte mich bei allen Leuten bedanken, die an mich denken und mir mit Briefen und Karten das Leben versüßen und mir die dringend benötigten Umarmungen senden. Ich schreibe, so oft ich kann, und denke in der Zwischenzeit an euch. Ihr seid die besten. Ich freu mich so, dass ihr mich nicht vergesst.

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