Tag-Archiv | DIY

DIY – Glücksbringer

Hallo liebe Lebensmaler,

bevor es weitergeht mit Tag 3 aus Bucaramanga, möchte ich euch erst noch zeigen, was ich Angel für seinen letzten Aufenthalt in Venezuela mitgegeben habe. Dieses Mal sollte er tatsäch nicht nur Papierkram erledigen oder Flüge simulieren, sondern endlich mal wieder selber im echten Cockpit sitzen und die Welt von über den Wolken betrachten. Ich war bis zum letzten Moment planlos, aber dann habe ich die Idee gehabt.

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Ihr braucht:                     | zwischen 3-10 Minuten

Papier (weiß oder farbig)
evtl. Schere zum Zurechtschneiden
versch. Stifte

Und so geht’s:

Ich habe bei google nach „Papierflieger falten“ gesucht und habe diese Website gewählt: besserbasteln.de. Dort habe ich mich für den „Mittelstreckenflieger -Düsenjet“ entschieden. Ich habe kein A4-Blatt genommen, sondern einfach mit einem Blatt, dessen Größe mir passend erschien, drauflosgefaltet (es war in etwa so groß wie ein Haftnotizzettel). Nach 2 Versuchen nur hatte ich meinen Düsenjet, den ich dann personalisiert habe.

Natürlich hat mein Pilotenfreund seine eigene Airline – „Angel Airline“ – dieser Schriftzug ziert eine der Tragflächen. Aus mehreren Gründen habe ich mich dafür entschieden, die andere Tragfläche mit 3 Sternen zu versehen: Angel hat sowohl die kolumbianische als auch die venezuelanische Staatsbürgerschaft, seine Ausbildung hat er dort drüben gemacht und auch jetzt hat er dort drüber zu tun- dieses Land ist genauso Teil von ihm wie Kolumbien. Auf der venezuelanischen Flagge sind Sterne zu sehen und außerdem ist er natürlich (m)ein „Star“, was das Fliegen angeht – gänzlich unvoreingenommen 😉 Blau habe ich gewählt, weil es seine Lieblingsfarbe ist und natürlich auch die des Himmels, durch den er mit seiner Angel Airline fliegt – ganz symbolträchtig also alles. 😉

In den „Innenraum“ des Flugzeuges kam dann meine persönliche Nachricht an ihn und fertig war mein diesmaliger Glücksbringer. Das ist so ein einfaches Geschenk, das ihr in wenigen Minuten gut nachbasteln und sehr, sehr persönlich gestalten könnt. Was meint ihr dazu? 🙂

Wie immer brauche ich noch mehr Tipps, weil er demnächst nochmal los muss … Ich bin wirklich uninspiriert momentan. Ich freue mich über eure Tipps, Anregungen und Meinungen!

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DIY – Der eigene Ferrari

… und noch ein Kreativ-Post!

Wer träumt nicht vom eigenen Ferrari? Schnelles, schniekes Gefährt? Statussymbol und Luxuskarosse? Leider verfügt nicht jeder über die nötigen finanziellen Mittel, sich einen solchen fahrbaren Untersatz zu leisten … oder etwa doch? Ich zeige euch, wie ihr Ferrari-Träume wahrwerden lassen könnt! Ab in die Werkstatt mit uns!

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Ihr braucht:                |  ca. 20 Minuten

Ferrero Rocher-Packung
dicke Pappe (grau), weißes Papier
Bleistift, Filzstift
Nagelschere, Tesafilm
3 Zahnstocher
einen Flaschendeckel

Und so geht’s:

Zuerst schnappt ihr euch die Pappe, den Flaschendeckel und euren Bleistift. Ihr umrandet den Deckel und stellt so die 4 Räder her, die wir brauchen. Nachdem ihr diese ausgeschnitten habt, könnt ihr euch ein Felgenmuster aussuchen (ich habe frei Schnauze gemalt, wer mag, kann ja auch googlen) und die Räder designen. Dann bohrt ihr in die Mitte der Räder ein Loch (mit der Schere) und steckt je 2 auf einen Zahnstocher, von denen ihr dann die spitzen Enden abschneidet. Ich habe noch zur Sicherheit Tesafilm auf die Außenseite geklebt, um die Reifen vom Abrutschen abzuhalten, aber wenn ihr die Zahnstocher nicht zu tief durchbohrt, dann „leiert“ das Loch auch nicht so aus und alles hält gut.

Jetzt befestigt ihr die Plastikenden der Ferrero-Packung am Boden der Packung mit viel (!) Tesafilm. Als nächstes schnappt ihr euch den Deckel – ich habe einen roten mit einem Pferde-Logo erwischt, das perfekt zum Ferarri-Design passt.  In den Deckel bohrt mit der Schere ein Loch und schiebt den dritten Zahnstocher hindurch; auch hier seid gewarnt vorm „Ausleiern“! Dann stecht ihr an einem Ende oben in die Plastikverpackung der Rochers mit der Schere ein Loch und schräg unten am Boden ein zweites – ihr schiebt den Zahnstocher mit dem „Lenkrad-Deckel“ hindurch, kürzt gegebenenfalls und befestigt das ganze (wer hätte das gedacht?) mit Tesafilm. Dann könnt ihr mit ebenfalls reichlich Tesafilm die Zahnstocher-Achsen montieren.

Fehlt nur noch die Marke! Ich habe sowohl den Ferrari-Schriftzug als auch den Rocher-Schriftzug gegoogelt, auf weißes Papier abgepaust und zusammengewürfelt ergab dies die neue Marke „Ferrari Rocher“! Ich habe es noch farblich passend desgined und mit Tesafilm-Loops auf die Oberseite der Luxuskarosse geklebt. Fertig ist der Ferrari!

Auf diese Idee bin ich gekommen, weil sich Angel aus besonderem Anlass etwas von mir wünschen durfte. Ich dachte mehr an etwas Essbares, er war jedoch bescheiden wie immer: „Just a Ferrari … but nothing else!“ Da er mit Sicherheit nicht damit rechnete, dass ich ihm diesen Wunsch erfüllen würde, war ich natürlich besonders erpicht darauf, genau dies zu tun. Zwar etwas anders, als er sich das gedacht hat, aber Ferrari ist ja schließlich Ferrari, oder?

Ich kann mir gut vorstellen, dieses Geschenk zu einem 18. Geburtstag zu verschenken, zur bestandenen Führerscheinprüfung oder zu einer Abschlussprüfung zum KfZ-Mechaniker oder für Autoliebhaber oder  oder oder … Wer noch eine finanzielle Wegzehrung dazustecken möchte, macht das am besten mit … Tesafilm! 😉

Was haltet ihr von der Idee? 🙂

Hochzeitsgeschenk

Hallo ihr Lieben,

(beginnender) Sommer ist ja oft die Zeit der Hochzeiten und somit der Geschenke – aber was kann man schenken? Ich habe sehr wenig Erfahrungen mit Hochzeiten. Der Beschenkte war kein enger Freund oder dergleichen und ich auch nicht zur Feier eingeladen, sodass ich nicht allzuviel Tiefe in dieses Geschenk stecken musste. Natürlich wollte ich trotzdem, dass es schön aussieht und gleichzeitig nützlich ist, denn ich denke, ihr werdet mir zustimmen: man hat gar nicht genug Ecken, in denen man nutzlose und kitschige Geschenke lagern kann.

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Ich habe mich entschieden, Geld zu schenken und dies schön zurechtgemacht in einem Bilderrahmen zu präsentieren, denn in diesen kann später immer noch ein Hochzeitsfoto o.ä. gesteckt werden.

Ihr braucht:

1 Bilderrahmen (Größe eurer Wahl)
1 Geldschein (Betrag eurer Wahl)
Stifte, Pappe, Schere, Kleber, Tesafilm

Geschenkpapier, Geschenkband

So wird’s gemacht:

Den Geldschein könnt ihr zu einer Form eurer Wahl falten, ich habe mich für ein Herz entschieden, da ich das zur Hochzeit passend und für meine Fingerfertigkeiten einfach genug fand 🙂 Die Anleitung findet ihr hier. Nachdem ich es fertig gefaltet hatte, habe ich es mit Tesafilm fixiert und auf ein weißes Blatt geklebt. Das kam dann in den Rahmen.

Dann habe ich nach Bildern von heiratenden Vögeln gesucht (in die Suchmaschine eingeben: „birds marriage“ , „Vogelhochzeit“ oder dergleichen) und das Bild, das mir am meisten gefallen hat, abgepaust (ihr könnt es natürlich auch ausdrucken), angemalt und auf Pappe geklebt. Die Pappe habe ich dann auf dem Bilderrahmen festgeklebt und den Bilderrahmen mit einem Geschenkband umwickelt, weil er so leer aussah.

Und damit ist das Geschenk auch prinzipiell fertig. Ich habe mich für eine schlichte Verpackung entschieden und eine Karte selbstgebastelt mit dem Spruch: „Die Ehe ist ein Brücke, die jeden Tag neu gebaut werden muss, am besten von beiden Seiten.“

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Und fertig sind wir! Dieses Geschenk ist wundervoll zu variieren, indem ihr z.B. eine dieser Rahmen-Kombinationen nehmt und die einzelnen Rahmen mit Fotos, Andenken, Sprüchen, Aufgaben und eben auch verschiedenen Geldscheinen füllt – je nachdem, wie nahe ihr dem Brautpaar steht. Außerdem könnt ihr diese Idee auch für andere Anlässe umsetzen: Geburtstage, Jubiläen, Abschiede, … was eben gerade ansteht. Der Arbeitsumfang hängt natürlich davon ab, wie groß der ausgewählte Rahmen ist und wie detailreich ihr ihn gestalten wollt, aber grundlegend ist das eine fixe Sache!

Was haltet ihr davon?

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DIY- Müsli … lecker!

Hallo ihr Lieben 🙂

Ich habe in letzter Zeit wieder ganz stark das Bedürfnis, zu bloggen und nehme mir gezielt die Zeit dazu. Heute morgen habe ich auch endlich ein Geschenk in Angriff genommen, dass mir schon seit Februar im Kopf herumspukt – seit ich es bei Marie von coffee and clay entdeckt habe. Ein selbstgemachtes, gesundes und leckeres Müsli 🙂 Ich hatte sofort jemanden im Kopf, für den ich das machen wollte – und jetzt habe ich es endlich geschafft! Hätte ich bloß früher angefangen – es schmeckt köstlich!

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Ihr braucht:            | Vorbereitung: 10 Minuten, Backzeit: 30 Minuten  |

  • 2½ Tassen Haferflocken
  • ¾ Tasse gehackte Mandeln
  • ½ Tasse Sonnenblumenkerne
  • ¼ Tasse Sesam
  • ½ Tasse Leinsamen
  • 4 EL natives Kokosöl
  • 8 EL Honig / Ahornsirup
  • 3 TL Zimt
  • ½ Tasse Rosinen
  • weiteres getrocknetes Obst eurer Wahl

Das Tolle ist, dass man das Rezept variieren und hinzugeben kann, was und wie viel man möchte – nach Geschmack! Wenn ihr also nicht alles oder nicht genauso viel dahabt, wie es hier auf der Liste steht – egal! Ihr könnt weglassen und hinzugeben, wie ihr wünscht 🙂

Zuerst stellt ihr den Ofen an: eigentlich steht im Rezept Umluft 170°C, aber wenn ihr nur Ober-/Unterhitze habt wie ich, geht es auch. Ich empfehle euch, die Hitze zu reduzieren auf ca. 130-140°C. Dann legt ihr ein Backblech mit Backpapier aus.
Während der Ofen vorheizt, gebt ihr die Haferflocken, die Mandeln, die Sonnenblumenkerne, den Sesam und die Leinsamen in eine große Schüssel und mischt alles 1x durch. Dann gebt ihr das Kokosöl, den Honig/Sirup und den Zimt in einen Topf und erhitzt die Mischung (nicht kochen!) unter Rühren. Weil das zusammen wohl nur eine leichte Süße ergibt, habe ich noch ein bißchen flüssigen Süßstoff dazugegeben, ihr könnt aber natürlich mehr Honig/Sirup hinzugeben, wenn ihr genug dahabt. Wenn alles geschmolzen ist, gebt ihr die Masse in die Schüssel, vermischt alles und verteilt es dann auf dem Backblech.

Für 30 Minuten wird die Mischung im Backofen geröstet. WICHTIG: alle paar Minuten solltet ihr die Mischung umrühren/wenden, sonst brennt euch alles an und schmeckt statt köstlich eher verbrannt! Danach lasst ihr die Mischung abkühlen und gebt schließlich das getrocknete Obst eurer Wahl dazu und mischt auch das alles nochmals durch. Bei mir waren es Rosinen, Cranberries und Bananenscheiben. Außerdem hab ich ein paar Schokostreusel reingeschmuggelt 😉 Lecker, lecker. Ich hab meine Mischung in ein schönes Glas gegeben und werde zur Verschenkzeit noch ein Band darum binden, eventuell ein paar Blümchen … mal sehen 🙂

Und natürlich habe ich probiert – nicht, dass es nachher nicht schmeckt! Mit den obigen Mengenangaben habe ich genug übrig behalten, um ein zweites Glas füllen zu können. Das reicht auf jeden Fall erstmal … yamyam 🙂 Was haltet ihr davon? 🙂

Meine 4 Wände – Das Schlafzimmer

Vielen Dank für die Likes zu meinem Flur 🙂 Ich hab mich entschieden, heute in Teil 2 mein Schlafzimmer vorzustellen. Das erreicht man, wenn man durch die erste Tür rechts der Wohnungstür abbiegt.

Das Schlafzimmer ist quasi quadratisch und damit problematisch gewesen. Ich hatte mein Herz daran gehängt, ein Doppelbett zu haben. Das Problem hiermit war aber, dass ich ja auch meine Kleidung unterbringen musste. Ein Doppelbett UND ein großer Kleiderschrank hätten zwar reingepasst, aber das Zimmer hätte voll und ungemütlich gewirkt – nicht die Atmosphäre, die ich mir für ein Schlafzimmer wünsche. Außerdem hätte ich beim Aufstehen quasi direkt meinen Fuß in den Kleiderschrank gesetzt … näää, uncool. Also hab ich hin- und herüberlegt und mir ist schließlich die Idee gekommen, einen offenen Kleider“schrank“ zu gestalten. Das Zimmer wirkt dadurch größer, als es ist und morgens, wenn ich noch müde im Bett lungere, kann ich meine Kleidung begutachten und horizontalerweise entscheiden, was ich denn heute überwerfe. Das klappt prima (meistens, außer an den Morgenden, an denen ich mich 5x umziehe und dann zu spät zur Schule komme).

Die Leiter habe ich mir ertauscht, es ist eine alte Hochbettleiter und wiegt fast nix. Ich habe mir viel Hilfe im Baumarkt und von meinem Großcousin geholt, der Tischler ist. Ich habe die Leiter abgeschliffen und mit einer bestimmten Politur gestrichen, deren Namen ich jetzt nicht mehr weiß … Dann habe ich hinten rechts und links Holzblöcke angebracht und die in die Wand geschraubt, sodass die Leiter auf ihnen aufliegen kann. Vorne habe ich starke Haken angebracht, und Ketten besorgt, die jeweils bis zu 8kg halten – einfach im Baumarkt besorgt. In der Decke habe ich Dübel geschraubt, daran ein zweites Paar Haken angebracht und so hängt der wundervolle Leiterschrank fest. Ich hab leider den Platz unterschätzt, den ich für meine Kleidung brauche, aber zum Glück konnte ich ein bereits besorgtes Bücherregal zweckentfremden. Es beherbergt jetzt meine Hüte, Röcke, Shirts und Tops. Alles andere findet Platz in meiner ebenfalls offenen Kommode (s.u.).

Meine Fensterbank dient mir als Nachttisch, viel brauche ich meist nicht. Die Schlafmaske war ein Geburtstagsgeschenk von meiner Freundin Vera. Sie hat sie selbst genäht und mit Lavendel gefüllt. Die Blumenlichterkette habe ich schon Ewigkeiten (Flohmarkt-Find) und sie spendet wunderschön gedämpftes Licht. Ich lese ja außerdem sehr gerne und somit liegt immer irgendein Buch in meinem Bett und wärmt es quasi schon für mich an. „Frontalknutschen“ ist eine witzige Teenagerromanserie, geschrieben aus der Sicht von Georgia Nicolson, die ich schon früher unglaublich witzig fand. Leider sind mir meine Exemplare abhanden gekommen und als ich neulich in einem Secondhandshop darüber stolperte, griff ich zu.

Mein Bilderrahmen enthält ganz viele der Bilder, die ich in Australien an meinen Farmzimmerwänden hatte. Ich liebe die aufmunternden und nachdenklich machenden Zitate. Wenn ihr auf das Bild klickt, erscheinen sie als Beschreibung, damit ihr sie besser lesen könnt.

Außerdem gibt es da noch meine Schmuckansammlung, die Platz auf der Kommode findet, die alles verstaut, was im Regal keinen Platz mehr fand. Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin von ausgefallenen Schmuckstücken – angefangen hat es bei Armreifen und Ohrringen, weiter ging es mit Ketten und schließlich machte meine Leideschaft auch vor Ringen nicht Halt. Meine Sammlung muss ich natürlich auch standesgemäß präsentieren 😉 Mein Regal für die Kettenanhänger habe ich euch hier schon vorgestellt, es ist mit mir umgezogen. Meine Ketten sollten ebenfalls schön zur Geltung kommen. Dazu habe ich in zwei schmale Holzleisten jeweils ca. 10-15 Nägel gehauen und diese Leisten dann über Eck an der Wand angebracht. Simpel, effektiv und schön! Die beiden Karten stammen von ganz wichtigen Personen: die obere habe ich von Vera bekommen, die Pippi Langstrumpf-Karte von meiner Patentante Astrid, die sich immer noch wundervoll um mich kümmert, obwohl ich schon lange über 18 bin. Ich bin im Herzen eben eine Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza Efraims Tochter Langstrumpf. Auch die Aussage auf dem Bild mit den Straßenkünstlern finde ich wundervoll: „The only limits in the real world are the limits of our imagination“. – „Die einzigen Grenzen in der realen Welt sind die Grenzen unserer Vorstellungskraft.“ 

Den Blumenkranz finde ich übrigens sehr toll und trage ihn des Öfteren (in der Öffentlichkeit). Im Kindergarten kam er sehr gut an und in Supermärkten werde ich dann und wann in ein Gespräch verwickelt. Sogar mein Opa findet ihn süß.
Die Nashornkette (direkt neben dem Kranz) habe ich von einer ehemaligen Kollegin geschenkt bekommen, die sie als Talisman in Vietnam bekommen hat. Ihr wurde dort gesagt, eines Tages würde sie sie weitergeben wollen, sie wüsste schon, wann der richtige Zeitpunkt gekommen wäre. Und sie fand wohl, ich wäre der richtige Zeitpukt bzw. der richtige Mensch. So ein wundervolles Geschenk und ich denke so oft an sie, obwohl wir leider den Kontakt verloren haben.
Die Schwalbenkette stammt aus einem 2nd-hand-Shop in Melbourne (AUS) und ich habe sie gekauft, weil sie mich an meine Oma erinnert, die Schwalben geliebt hat. Die Ballerinakette hat mein Opa meiner Oma mal geschenkt und dann hat er sie mir geschenkt. Ich trage sie selten, aus Angst, sie zu verlieren, aber ich liebe sie sehr.

Direkt auf der Kommode steht auch noch eine Menge. Die Hände, die ich als Armreifhalter nutze, sind eigentlich Buchstützen und waren ein Geschenk meiner ersten Gastfamilie in Australien. Da sich meine Bücher aber dicht an dicht drängen und daher selbst stützen, verwende ich die Hände, um meine Armreifen gekonnt in Szene zu setzen. Die sind aus allen Teilen der Welt zusammengekauft. Der mit den bunten Perlen stammt aus Tansania (Geschenk von Marieke), der freiliegenden silberne aus der Türkei von meiner Mama und den Schmetterlingsarmreif habe ich 2nd-hand gekauft.
Meine Gliederpuppe hat schwer zu tragen – beide Arme voller Klunker! 😉 Mein Opa fragt immer, wie viele Hände/Finger ich eigentlich habe für meine ganzen Ringe. Hinter der Gliederpuppe bewahre ich in einer Schale für Kekse meine Gürtel auf – ihr merkt vielleicht, dass ich vieles entgegen des eigentlichen Zweckes benutze. Die Seifenstücke, die ihr auf dem dritten Bild seht, habe ich von Freunden meiner ersten australischen Gastfamilie zu Weihnachten geschenkt bekommen – 2012 war das und ich habe sie immer noch nicht benutzt, weil sie so hübsch aussehen und so himmlisch duften.

 

Und dann ist da noch mein Ohrringbaum. Den CD-Ständer habe ich in Bonn zum Ende eines Flohmarktes geschenkt bekommen, damit der Besitzer ihn loswurde. Mir hat er bis heute treue Dienste geleistet und trägt im wahrsten Sinne des Sprichwortes Früchte. Ich liebe meine Ohrringe, verliere aber bisweilen den Überblick. Irgendwann kriege ich dann einen Rappel, pflücke alle Ohrringe ab und behänge den Baum neu, in einer Ordnung, die mir zu dem Zeitpunkt sinnvoll erscheint. Platte runde Ohrringe, Tier-Ohrringe, Creol-Ohrringe, Ausgeh-Ohrringe … in 2 Monaten steig ich da wieder nicht durch und hänge erneut alles um. 😉
An meiner Decke klebt eins der tollsten Weihnachtsgeschenke, das ich je bekommen habe. Eines Nachts kam Fabian mich besuchen, lag in meinem Bett, schaute an die Decke und sah ein paar einsame Leuchtsterne dort hängen – es waren nur ein paar, aber ich erzählte ihm von meiner Idee, einen Sternenhimmel daraus zu machen. Und prompt bekam ich zu Weihnachten von ihm eine Packung mit Leuchtesternen geschenkt – uneingepackt, aber das war umso schöner, da konnte ich mich gleich freuen. Und jetzt habe ich meinen eigenen Sternenhimmel, wenn ich im Bett liege.

 

Das letzte Bild, das ihr seht, zeigt meine „Wall of Wisdom“ – „Die Wand der Weisheiten“. Mit meiner Freundin Inge aus Holland philosophiere ich immer über das Leben, die Liebe und die Lasten, die beides manchmal mit sich bringt. Und in diesen Gesprächen geben wir auch ab und zu Weisheiten von uns, die ich an meiner Wand verewigt habe, damit ich sie nicht vergesse. Die Erinnerungen haben mir schon oft geholfen, mich nicht so beschissen zu fühlen, wie man es eben manchmal tut, wenn man Lebens- oder Liebeskummer hat, und praktischerweise sind diese Weisheiten mit eins der ersten Dinge, die ich morgens sehe. Gerne könnt ihr euch unsere Weisheiten ausborgen und aufschreiben und ich würde mich freuen, eure zu hören!

Sooo, das war mein Schlafzimmer en detail. Ich freue mich schon, euch den nächsten Raum meiner Wohnung zu zeigen 🙂 Bis dahin!

Meine 4 Wände – Der Flur

Hallo liebe Lebensmaler!

Ich habe bereits im Januar angekündigt, euch meine 4 Wände vorstellen zu wollen, aber das Licht war einfach zu mies zum Fotografieren, sodass ich bis jetzt gewartet habe. Außerdem fühlt es sich jetzt erstens wirklich wirklich wie ein zu Hause an – wenn ich bei meinen Eltern bin, merke ich, dass ich nur auf Besuch bin und möchte wieder „nach Hause“ -, zweitens habe ich ja jetzt auch eine ordentliche Kamera, und drittens muss ich mich jetzt so langsam mal um einen Nach- bzw. Zwischenmieter kümmern! Ich liebe diese Wohnung und Hildesheim und will daher nicht komplett kündigen.

Ich hatte heute frei, habe gründlichen Wohnungsputz gemacht und dann meine neue Kamera ausprobiert 🙂 Die Sonne kam heraus und tauchte meine Räume in goldenes Licht – hach 😉 Die Fotos werden teilweise für die Wohnungsinserate genutzt, aber ich habe auch detailliertere Aufnahmen gemacht, um euch mein zu Hause zu zeigen. Ich stelle euch die Zimmer nacheinander vor, für einen Post wären es zu  viele Bilder. Beginnen wir mit dem Flur!

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Hereinspaziert 🙂 Die Schmuckkette an der Tür habe ich von meiner Tante geschenkt bekommen. ❤

Rechts an der Wand hängt eine bunte Ansammlung von in 2nd-hand-Läden zusammengesuchten Bilderrahmen. Ich nenne sie meine „Freundeswand“, weil sie zum Großteil meine liebsten Freunde zeigt bzw. Freunde und mich bei witzigen, spontanen, verrückten oder anderweitig prägnanten Situationen. Es sind aber nicht nur Fotos von Freunden zu sehen, sondern auch Bilder von wichtigen Personen in meinem Leben, z.B. von meinem Opa. Noch sind nicht alle Freunde dort erschienen, ehrlicherweise ist zu sagen, dass einige der wichtigsten fehlen – wir reden und reden und reden immer, machen aber nie Fotos.

 

Der Haken an der Badezimmertür trägt viel zu viele Jacken – 4 Stück an der Zahl – und hängt ganz schön durch 😉 Das Bild neben der Tür habe ich schon seit 2013 – es war ein Geschenk von Marieke, die es mir für Australien gemalt hatte, aber dann hat sich das Schicken nicht mehr gelohnt. Ich habe es eine Weile in meinem Zimmer bei meinen Eltern gehabt, aber hier kommt es viel wunderbarer zur Geltung. Meine Schuh-Kommode ist natürlich 2nd-hand-geschenkt. Mal sehen, was ich alles darauf befindet:

Die zwei Kupfertöpfe sind meinem Opa abgeluchst und dienen als Schlüssel- und Portemonnaiehalter, damit ich auch alles wichtige mit einem Handgriff finde. Nicht auszudenken, dass ich mal ohne Schlüssel aus dem Haus gehe! Der Aschenbecher ist zweckentfremdet und verstaut zuverlässig meine Bons.
Die Kerze ist ein Geburtstagsgeschenk meiner Tante gewesen und ich habe mich diebisch gefreut! Ich liebe Kerzen, Lichterketten und sonstiges Lichtergedöns. Sie hat eine Zeitschaltuhr und im Winter habe ich sie immer auf 17h eingestellt, sodass ich heimeliges Licht im Flur hatte, wenn ich aus dem Wohnzimmer oder der Küche kam, ohne dass ich an etwas denken musste.
Die Tasche, die ihr im Hintergrund lehnen seht, ist ebenfalls ein Geschenk von Marieke. Sie war wie ich in Tanzania (oder vielmehr, ich war wie sie dort, weil sie zuerst gereist ist) und hat dort dieses Täschschen erstanden. Es wurde von einer Organisation hergestellt, die sich gegen die Beschneidung von Frauen stark macht. Die kleinen Perlen stellen das Logo der Organisation dar.
Das Schälchen mit Zettelchen ist meine „Glückskeksschale“ – meine Besucher dürfen sich immer bedienen und ziehen witzige, ironische oder Mutmachsprüche daraus, die sie mitnehmen dürfen.
Und zum Schluss die alte Lamellentür, die ich eigentlich aufhängen wollte. Dann gefiel es mir so aber auch gut – ich nutze sie als Postkartenhalter und es freut mich so sehr, dass sich seit meinem Einzug einige Karten angesammelt haben – ich liebe Post! Außerdem hängt an ihr eine kleine Tasche, die ich aus Tanzania mitgebracht habe, sie war ein Geschenk meiner Austauschpartnerin. Ich nutze sie meist als Handytasche.
Die Karte, die an der Wand hängt, habe ich von Vera bekommen, die auch solche in ihrer Wohnung hängen hat. Ich fand sie toll, habe das verlauten lassen und schwupps – hatte ich sie im Postkasten. Der Kalender ist ein fortlaufender Geburtstagskalender, den mir meine australische Farmfamilie vorletztes Jahr (?) zum Geburtstag geschenkt hat. Ich liebe ihn total, weil ich nicht nur alle Geburtstage eintragen, sondern auch schöne Bilder und Sprüche anschauen kann.

Und nun eine Drehung gen Ausgang:

Die „Welcome-Haken“ habe ich mit einer Freundin auf einem Flohmarkt erstanden und sie erbarmen sich meiner gefühlt Millionen Strickjacken. Manchmal frage ich mich wirklich, ob ich die alle brauche – aber dann gibt es Momente, in denen ich mit Sicherheit weiß: ja! Seht ihr den coolen Rentierschal auf dem zweiten Bild? Das war ein Superschnäppchen in einem meiner Stamm-2nd-hand-Läden. Und die Postkarte … die hab ich mir mal irgendwann selbst gekauft, weil die Aussage nun mal wahr ist: bunt ist einfach meine Lieblingsfarbe. Den Teppich habe ich vor Jahren mal von Vera geschenkt bekommen und ich liebe ihn. Das war glaube ich mit das erste Stück, was seinen Weg in die Wohnung gefunden hat.

Und was hängt innen an meiner Wohnungstür?

Das Schild oben rechts habe ich in Tanzania geschenkt bekommen: Karibu bedeutet auf Kisuaheli „Willkommen“. Unsere Partnerschüler haben uns damit am Flughafen begrüßt. Die beiden obersten Bilder links stammen aus Australien (avantcard), die untere lag mal als Werbung bei „idee“ aus – natürlich konnte ich solch ein Farbexplosion nicht einfach liegenlassen 🙂 Und das längliche Schild auf der Tür zeigt Bauchrednerpuppen, die gerade „Wiederseeehen“ bauchrednern.

Ich hoffe, wir sehen uns auch wieder – beim nächsten Post! Habt ihr einen Wunsch: lieber Wohnzimmer oder Schlafzimmer?

DIY – Komplimente

Eine meiner besten Freundinnen hatte neulich Geburtstag und da ich ja bekanntlich ein Fan der persönlichen Note bin, habe ich mir den Kopf zerbrochen, was ich ihr schenken könnte. Wir haben schon so einiges zusammen er- und vor allem überlebt und uns in letzter Zeit öfter sehen können, da wir wieder in der Nähe von einander leben. Vor allem gebruncht und gefilmnachtet haben wir und dabei viel Spaß gehabt. Ich wollte ihr zu ihrem Geburtstag nochmal danken, dass sie eine so wundervolle Konstante in meinem Leben ist und habe mir darum überlegt, anlehnend an die Filmnächte einen kleinen „Film“ zu drehen.

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Ihr braucht:

starke Pappe (schwarz oder hell), weißes Papier
Bleistift, Buntstifte, Fineliner / Kulis …
Lineal, Radiergummi, (Nagel-)Schere , Zirkel
leere Kaugummidose, ein ganz bißchen Pattafix

Tesafilm und Paketband
doppelseitiges Klebeband ODER Heißklebepistole

Und so geht’s:

Auf die dicke Pappe malt ihr mithilfe des Zirkels 2 große Kreise und ein kleines „Fensterchen“ und schneidet alles aus. Die Kreise könnt ihr erstmal beiseite legen. Ihr schneidet das weiße Papier in ca. 6cm breite Streifen und klebt sie mit Tesafilm aneinander zu einem ganz langen Filmstreifen (Achtung, auf der Seite kleben, auf der ihr nicht malen wollt!). Dann malt ihr mithilfe des Bleistifts die Umrisse des Pappfensterchens auf den Filmstreifen. Die Fenster füllt ihr dann mit Komplimenten, Erinnerungen, witzigen Sprüchen und evtl. kleinen Bildern. Wie ihr in den Film startet (mit einer kleinen Einleitung oder sonstigen Einführungen), bleibt euch überlassen. Wenn ihr mit allem fertig seid, malt ihr die Umrandungen mit schwarzem Stift aus. Macht dies wirklich erst am Ende, da ihr sonst nachher Abdrücke auf der Haut habt und evtl. Farbe in die Fensterchen wischt – ärgerlich! Das Ende eures Filmchens befestigt ihr mit Tesafilm in der Mitte der leeren Kaugummidose (Pfeil). Ich habe noch einen Abspann mit „Credits go to …“ und einer weiteren persönlichen Nachricht angefügt. Dann rollt ihr den Film auf und befestigt ihn mit Pattafix, sodass er sich nicht von alleine „abspielt“.

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Jetzt malt ihr die Kreise mit schwarzem Stift an (wenn ihr schwarze, stabile Pappe hattet, habt ihr Glück! 🙂 ). Ich habe noch je einen Kreis aus weißem Papier aufgeklebt und mit Namen des Films („International Bestseller 2015 – All about Elo“) versehen. Dann habe ich sie mit Paketband umklebt, sodass es keine rußigen Finger gibt, beim Anfassen und sie im allgemeinen nicht so schnell auslabbern. Ich hatte kein doppelseitiges Klebeband, sodass ich die beiden Kreise mit Heißkleber an Deckel und Boden angebracht habe. Letztendlich habe ich die Kaugummidose noch mit Popcorn-Mais befüllt, da wir an unseren Filmabenden immer selbst Popcorn gemacht haben. Ihr könnt natürlich Süßigkeiten oder etwas ganz anderes hineinfüllen, wie ihr mögt. Den Popcorn-Mais gibt’s bei Edeka, nur als Tipp – super für Filmabende daheim, kinderleicht und 100x günstiger.

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Diese Idee eignet sich für ganz viele Gelegenheiten und ihr könnt die Größe und den „Filminhalt“ natürlich variieren. Ihr könnt Klopapierrollen, Küchenrollenrollen, Paketbandrollen verwenden … was immer euch in die Hände fällt. Ihr könnt mit 10×15-Fotos arbeiten oder kleinen Automatenfotos, Stickern, Emoticons … Vielleicht kann man ja sogar für prüfungsgeplagte Freunde ein kleines „Lernfilmchen“ drehen mit allen wichtigen Formeln oder Merksätzen, und die Dose mit Studentenfutter füllen? Ich kann mir zum Beispiel auch gut vorstellen, so eine Filmrolle zum 18. Geburtstag zu verschenken mit einem finanziellen Beitrag in der Dose, oder zum Hochzeitstag, vielleicht auch zum Mutter- oder Vatertag mit „Gutschein“-Filmchen und Süßigkeiten gefüllt. Wer computertechnisch fit ist, kann auch digital alles aufschreiben und ausdrucken. Die Möglichkeiten sind endlos. Was haltet ihr davon?

Viel Spaß beim Nachbasteln! 🙂

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