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Staatlich anerkannte Erzieherin

Hallo liebe Lebensmaler!

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Die Mädels aus der ersten Reihe – wir haben es geschafft!

Am Freitag, den 17.06. war es soweit: der Tag der Zeugnisvergabe und damit der endgültige Abschluss der Ausbildung war gekommen! Diesem Tag habe ich mit einem lächelnden und einem weinenden Auge entgegengesehen. Am 27.05. hatten wir zwar bereits unsere Noten und den Durchschnitt bekommen, sodass es keine großen Überraschungen mehr geben würde, aber der 17.06. war der Tag, an dem ich eine der schönsten Etappen meines Lebens hinter mir lassen sollte.

Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich durch die Schule gegangen bin, an die ersten Lehrer, mit denen ich gesprochen habe, an meinen ersten Schultag. Alles war neu und anders und ungwohnt. Und jetzt? Die Schule ist irgendwie ein zu Hause geworden, ich fühle mich wohl und die Art, wie die Lehrer unterrichten, habe ich so sehr ins Herz geschlossen.

Die Zeit der Ausbildung war eine wunderbare, lehrreiche, kreative, anstrengende, interessante, erkenntnisreiche, Nerven kostende, beglückende, glückliche, facettenreiche, traurige, herausfordernde, abenteuerliche, lustige, ermüdende, belohnende, emotionale und insgesamt großartige Zeit in meinem Leben. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, wie stolz ich auf meinen ersten Abschluss dort war und wie sehr ich in diesem Beruf aufgehe.

Neulich sprach ich mit jemandem, den ich erst frisch kennengelernt habe, über unsere jeweilige Berufswahl. Ich fragte ihn, ob er mit dem Herzen dabei wäre und er antwortete: „Wenn man das nicht ist, macht es doch keinen Spaß und füllt einen nicht aus!“ Er gab damit genau meine Einstellung wieder. Für mich gibt es auch einen klaren Unterschied zwischen einem Job und einem Beruf. Einen Job erledige ich und habe ihn vielleicht auch nur für einen begrenzten Zeitraum, für einen Beruf folge ich meiner Berufung und meinem Herzen.

Dass ich das tue, ist für mein Umfeld klar zu sehen und das freut mich immer wieder. Meine Kollegen melden mir zurück, dass sie bemerken, mit wie viel Freude ich dabei bin und wie gut ich pädagogisch arbeite, von den Kindern und Jugendlichen bekomme ich starke, emotionale Rückmeldung und auch Personen, die mich nicht direkt im Umgang mit der Zielgruppe erleben, sondern mich nur von meiner Arbeit sprechen sehen und hören, lassen mich wissen, dass sie mir meine Freude und die Beschaffenheit für diesen Beruf ansehen.

Ich bin immer gerne zur Schule gegangen. Klar gab es Stress, Streit und Schlappen, ich musste Rückschläge einstecken und mich neu orientieren, aber ich habe so viel gelernt und ich fand es genial, wie ich dachte, ich wüsste schon eine ganze Menge und dann kamen die Lehrerinnen mit neuem Unterrichtsstoff um die Ecke, den ich noch nicht kannte, der mich herausforderte und mich dazu brachte, bestimmte Situationen in neuem Licht zu sehen. Ich frage mich immer noch, was es da alles gibt in der pädagogischen Wissensfunduswelt, das ich noch nicht beigebracht bekommen habe … Die Jahre waren schlichtweg unglaublich erfüllend, und das nicht zuletzt wegen unserer wundervollen Lehrerinnen, die sich teilweise Arme und Beine verrenkt haben, um uns zu helfen und zu unterstützen, uns zu fordern und zu fördern und die auch außerhalb des Unterrichtes für uns da waren.

Der Abschlussfeier stand ich emotional also sehr zweigeteilt gegenüber, weil sie nun mal ein Ende bedeutete, habe sie letztendlich aber genossen, weil unsere Lehrer gut-gefühls-dosierte Reden gehalten haben und sich bei der Übergabe unserer Geschenke strahlend und herzlich bedankt und sich wirklich gefreut haben. Auch die Feier am Abend mit der Klasse und unseren Lehrkräften war ein wundervoller Abschluss für diese 3 Jahre. Wir haben gelacht, getrunken, gegessen, erzählt, reflektiert, in Erinnerungen geschwelgt und über die Zukunft gesprochen. Merkwürdig, das alles hinter sich zu lassen. Sie wird mir fehlen, die verrückte, verplante Herman-Nohl-Schule mit ihren exzentrischen, witzigen, klugen und schülernahen Lehrkräften.

Es bleibt mir nur zu sagen: DANKE FÜR DIE WUNDERVOLLE ZEIT! ❤

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Happy Birthday

Dieses Jahr habe ich meinen Geburtstag mal wieder in Deutschland verbracht – es war schön, für die Menschen, die an diesem Tag an mich gedacht haben, per Telefon, sms und Post direkt erreichbar zu sein und nicht nur über facebook oder Email oder über bereits Wochen vorher zu verschickende Briefe und Päckchen. Irgendwie ist das nochmal was anderes so.

Ich hab meinen Tag ganz entspannt verbracht und erst am nächsten Tag, einem Freitag, mit Freunden gefeiert. Auch etwas, das ich seit meinem 19. Geburtstag nicht mehr gemacht habe, weil ich entweder außerhalb des Landes war oder es aus anderen Gründen nicht gepasst hat.

Dieses Mal aber hat alles gestimmt und der Abend war wunderbar. Es gibt nur ein paar wenige Fotos, dafür aber Bilder in meinem Kopf, die ich nicht missen möchte.

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Kuchen für mich. ❤

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Die beste Gesellschaft ❤

Auf diesem Weg möchte ich nochmal ein riesiges Dankeschön an all diejenigen aussprechen, die mir von überall her auf allen möglichen Wegen gratuliert und den Tag verschönert haben. Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr an mich gedacht und euch die Zeit genommen habt, mir zu sagen, dass ihr mich gern habt. Auch für die Geschenke bedanke ich mich sehr, denn ich habe wirklich wundervolle Dinge erhalten, die eure Aufmerksamkeit zeigen. Dieser war der schönste Geburtstag seit langer Zeit, schön, dass ihr ein Teil davon wart.

Farm Charm – Unter dem Meer

Am 20. 06. wurde Miss Ingrid ein Jahr älter – ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt sie war. Natürlich gab es eine Motto-Party, und, kleine Prinzessin, die sie ist, war es sehr, sehr ‚girly‘: „Meeresprinzessinnen“ sollten alle werden. Zum Glück hat Lynda ein “ / Unter dem Meer“ hinzugefügt, sodass uns eine Alternative zur Verfügung stand. Für ungefähr 3 Wochen löcherte Ingrid Kate und mich, ob wir uns schon Gedanken über unsere Kostüme gemacht hätten, wir müssten nämlich auf jeden Fall eins tragen. Kate und ich hatten nicht vor, uns in Prinzessinnen zu verwandeln – auf der Farm auf Grund mangelnder Materialien auch unmöglich – nunja, nicht unmöglich, aber wenn wir uns verkleiden, dann richtig. Wir steckten die Köpfe zusammen und grübelten, was es so unter dem Meer gibt. Zunächst fiel unsere Wahl auf Spongebob und Patrick – das wurde aber wieder verworfen, weil wir nicht genügend gelbe Farbe hatten, um einen Karton anzumalen. Dann habe ich beschlossen, mich in Nemo zu verwandeln – den Film hatte ich kurz zuvor mit den Kindern geschaut und mein Entschluss stand fest. Kate und Adrien durchforsteten google images und entschieden sich für Quallen.  Die beiden irischen Mädels haben sich kurzerhand einfach ein paar Krönchen gebastelt und Glitzer ins Gesicht geschmiert – für ein last-minute Kostüm klasse. Auch Kate und ich haben die Idee mit offenen Armen begrüßt und sind mit glitzernden Gesichtern zur Party geschwommen. Ich finde, wir alle waren unglaublich kreativ, schaut selbst:

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Bunt gemixte Meereskreaturen.

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Na , was denkt ihr?

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Meine beiden Lieblingsquallen! x

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Erica und Nicola kommen aus Irland – Nicola (r.) ist die neue Lehrerin und Erica (l.) wird wohl meinen Posten übernehmen.

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Wer rockt die Party? Kate und Adrien! 🙂 Beauties.

Die Party war sehr locker und entspannt – draußen auf dem Deck war alles in Meeres-Deko gehalten, auch das Essen. Unter den Gästen waren unter anderem Eltern und Geschwister von Lynda und Darcy, Nachbarn und natürlich Freunde von Ing und Grace. (Eines der Dinge, die mich am Leben im Outback immer wieder erstaunen, ist der Transport. Eine Familie kam nämlich tatsächlich im Helikopter. Wie das wohl sein muss? „Oh, eine Einladung zu Ingrid’s Geburtstag. Klasse, da müssen wir noch den Heli auftanken, mach mal ’ne Notiz im Kalender.“ Pft, no big deal.) Als Spiele gab es für die Kinder eine Schnitzeljagd, deren Durchführung ich übernommen habe, und als Sahnehäubchen gab es eine Piñata in Arielle-Form.

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Unter dem Meer!

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Meeresprinzessin.

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Blubb.

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Schlag zu, Grace!

Nicht alle hatten sich so viel Mühe gegeben wie wir mit unseren Kostümen, aber es war eine wunderbare Party. Die Kinder waren alle entweder Piraten oder Meeresprinzessinnen (klar), die Erwachsenen hatten sich als Piraten verkleidet oder einfach eine Perücke übergestülpt. Ein ziemlich cooles Kostüm hatten sich Lyndas Schwester Kaddy und ihr Verlobter Chris überlegt: er war ein Pirat und sie hatte sich eine Mütze aufgesetzt, die einen Papagei darstellte – so lugte sie immer über Chris‘ Schulter. Putzig.

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Unsere Geburtstagsprinzessin! 🙂

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Wunderschöne, freche Grace!

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Darcys minimalistisches Piratenkostüm.

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Ing, Lynda und Clare, die Cousine der Mädels.

Es gab wunderschöne Momente zwischen uns und den Kindern, denn Kate und ich haben die letzte Gelegenheit wahrgenommen, mit ihnen zu knuddeln und Fotos voneinander zu schießen. Vorhang auf für Dan und Kate:

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(Yummy) Mummy Kate und Dan.

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Crash! 😀

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So viel Spaß! 🙂

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Cup of water …

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‚Where’s your belly button?‘ – ‚Bana? Here!‘

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‚Meeeeeeeeeeeeeeeeeeeep!!‘

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Wie stolz er auf sich ist, der kleine Mann …

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Mein Lieblingsbild.

Auch von mir gibt es (verzeiht, wenn ich es selbst sage) wundervolle Bilder mit meinen 3 Lieblingen:

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Grace und Dan.

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Ing und ich.

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Dan und ich. Wie ich den kleinen Boss vermisse.

Die geladenen Gäste samt Kindern verließen uns nachmittags, sodass für den Rest des Tages nur noch die Familienmitglieder übrig blieben – Schwestern und Eltern von Lynda. Abends haben wir Lasagne gekocht und draußen gesessen und erzählt, Kate und ich haben aufgeräumt und Cocktails gemixt (okay, Kate hat sich um die Cocktails gekümmert 😉 ) und später habe ich Darcy und Lynda ihr Geschenk gegeben. Ich hatte aus den schönsten Bildern, die ich in meiner Zeit von der Arbeit, den Kindern und der Natur geschossen hatte, eine PowerPoint-Präsentation zusammengebastelt und mit Musik unterlegt. Die beiden hatten die Bilder noch nie zu Gesicht bekommen und das fand ich so schade, denn Darcy und Lynda kommen halt nicht oft dazu, Fotos zu machen und das ist nicht fair. Also versammelten sich alle im Wohnbereich, kuschelten sich auf den Sofas, Sesseln und auf dem Teppich zusammen und warteten gespannt. Kaddy und ich hatten meinen Laptop mit dem Fernseher verbunden, sodass die Slideshow auf dem großen Bildschirm laufen konnte.

Es war für mich so schön, die Emotionen auf Darcys und Lyndas Gesichtern zu sehen: Lachen, Tränen, Schmunzeln, Unglaube, Überraschung und wieder Lachen. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie lange ich schon auf der Farm wohne, wie viel ich gegeben bekommen habe und wie viel ich von dieser Zeit mitnehmen werde. Als die Präsentation vorbei war, konnten alle gar nicht fassen, was für schöne Bilder entstanden sind, vor allem, als ich enthüllte, dass meine Kamera eine billige, über 8 Jahre alte no-name Kamera ist. Lynda kam weinend auf mich zu und hat mich umarmt und auch Darcy, der normalerweise eher nicht so über Körperkontakt kommuniziert, hat mich ganz fest gedrückt und sich bedankt.

Und der Abend nahm seinen Lauf. Darcy, Lynda, Kate und ich haben uns später zusammen um die Kücheninsel gepflanzt und über unsere ‚Highs and Lows‘, also Höhepunkte und Tiefpunkte, gesprochen. Das ist eine Brook-Tradition, und seit wir hier sind, fragen wir auch immer, was Darcys und Lyndas Highs mit uns waren. Es war wunderschön, zu hören, was sie an uns schätzen, und Kate und mir standen etwas die Tränen in den Augen, als wir Darcy sagen hörten, dass wir wundervolle  Vorbilder für alle 3 Kinder gewesen seien – Kate besonders für Ing und Grace, ich besonders für Dan, weil er und ich die meiste Zeit miteinander verbracht haben. Als Lynda sagte, dass sie immer zu 100% sicher sein konnte, dass Dan und auch die Mädchen bei mir sicher waren, musste ich echt schlucken. Und als dann sowohl Darcy als auch Lynda sagten, dass wir das beste Team seien, dass sie je gehabt hätten und dass wir wirklich zu einer Familie geworden wären, hätten wir eigentlich vor lauter Glück explodieren können.

Später blieb der harte Kern übrig: Darcy und Chris (Verlobter der Schwester von Lynda), Kate, Adrien und ich. Auf mein Bitten wurde die Gitarre hervorgekramt, Rum und Cola fanden ihren Weg auf den Tisch und wir hatten einen wundervollen Abschluss. Kennt ihr das, wenn man denkt: ‚Diese Party kann echt nichts toppen!‘ und die nächste Party ist noch besser? So ein Gefühl ist das gewesen – die beste Party auf The Brook – und für uns die letzte. Gegen 2.15h sind Adrien, Kate und ich alle gemeinsam ins Bett geplumpst und haben ca. 5 Stunden Schlaf bekommen, bis das Restpacken losging – Chaos!

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Welches Lied jetzt? – Darcy ist ein Meister der Gitarre.

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To the best crew ever.

Wo es für mich hinging mit meinem gepackten Rucksack? Das erfahrt ihr in der nächsten Maus! 🙂

Farm Charm – Dinner for 8

Well, … alles findet ja mal ein Ende und so tut das auch die Brook-Zeit. Nachdem Fraser abgereist ist, blieben ja vorerst nur Kate und ich übrig, und das lief auch richtig gut. Nach meinen Abenteuern in und um Cairns bin ich wieder nach Townsville gereist, wo ich von Darcys Bruder und einem Neuankömmling für die Farm begrüßt wurde. Adrien ist Franzose, 21 Jahre alt und studiert in Toulouse irgendwas mit Landwirtschaft (fragt mich nicht, was genau). Er ist für 3 Monate in Australien, um praktische Erfahrung im Umgang mit Vieh ect. zu sammeln und wird somit täglich mit Darcy zusammenarbeiten. Wir waren alle etwas nervös nach dem Disaster mit Fraser, aber Adrien ist unglaublich klasse. Er ist witzig, positiv, lässig und entspannt – wir haben so viel mit ihm gelacht und es hat sich nach ein paar Tagen angefühlt, als wäre er schon ewig bei uns. Er war so lieb, uns jeden Morgen Frühstück anzubieten und abends schloss er sich unserem gemeinsamen Zähneputzen an – toothbrush party! So schön 🙂

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Dem alteingesessenen Team standen große Änderungen bevor, denn Kate sollte am 21.06. abreisen und die Ankunft der neuen Lehrerin und einer ihrer Freundinnen stand für den 17.06. im Kalender – und auch ich würde meine Koffer bald packen, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls haben wir beschlossen, dass wir als altes Team plus Adrien noch ein mal gemeinsam ‚feiern‘ wollen – ein Abschied für uns, ein Willkommen für Adrien. Und so haben wir für Freitag, den 12.06. zum Abendessen geladen – in unserer bescheidenen Bleibe. Das war das erste Mal in 5 Monaten, dass wir die Familie eingeladen haben und wir waren ganz schön aufgeregt und vorfreudig. Adrien war für den Appetiser zuständig, Kate für den Hauptgang, ich für den Nachtisch und die Deko des Raumes. Natürlich hat alles geklappt, wie es sollte – nicht! 😉 Wir sind mit der Zeit überhaupt nicht hingekommen, da wir wirklich alles selbst gemacht haben und uns ja auch noch fertig machen wollten. Aber zum Glück hatten auch Darcy, Lynda und die Kinder etwas Zeitdruck und so haben wir einfach alles eine halbe Stunde nach hinten verschoben – und alles lief gut.

Wir haben beschlossen, mexikanisch zu kochen, angeführt von französischen Käse-Blätterteig-Häppchen und gefolgt von Apfelstreuselkuchen à la Katha. Ziemlich merkwürdige Mischung, ich weiß, aber es hat gepasst 😉 Kate hat ihren Fajita-Teig selber gemacht und auch alle selber ‚gebraten‘ – mit Hilfe von Adrien. Dann haben wir ganz viele Soßen und Dips hergestellt, Gemüse geschnippelt und gekocht – yummi! Die Familie hat Wein und Käse mitgebracht, außerdem einen selbstgemachten Dip und Chips – richtig schön.

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Den ganzen Abend haben wir gesessen und gegessen, getrunken und gelacht – und natürlich ganz, ganz viel erzählt, von der Arbeit, haben uns an witzige Dinge erinnert, die die Kinder oder jemand anderes angestellt haben, wir haben Musik gehört und das Zusammensein als Team genossen. Im Laufe des Abends haben Grace und Ingrid Kate und mir jeweils eine große Tüte voller Geschenke in die Hand gedrückt – Überraschung! Das waren unsere Abschiedsgeschenke, denn obwohl es am Samstag vor der Abreise noch eine Party geben würde, wollten Darcy und Lynda das lieber im kleinen Kreis machen, weil es persönlicher war so. Kate und ich haben beide Schmuck bekommen und auch jede ein Outback-Kochbuch (juchu!) 🙂 Außerdem hat jede von uns eine kleine Auflistung bekommen, was die Familie an uns schätzt (siehe auch: Home Sweet Home) und jede noch einen kleinen, persönlichen Brief. So ein wunderbarer Abend!

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Family. ❤

Back on the Road – Cairns – Night Out

Wie lange ich schon nicht mehr weg war kann ich euch gar nicht erzählen. In Cairns habe ich also die Möglichkeit beim Schopfe egriffen und mich mit den Mädels aus dem Hostel zurechtgemacht. Ich habe großzügig eins meiner Kleider verliehen (dass ich das mal sagen würde!) und Alice war für mein Makeup verantwortlich – Kate wäre stolz auf mich gewesen, denn ich habe sogar selber auf Lippenstift bestanden. Wann immer Kate mich geschminkt hat, haben wir auf Lippenstift verzichtet, sehr zu ihrem Bedauern, also war ich extrem stolz, ihr berichten zu können, dass ich in Cairns einen Schritt in die richtige Richtung gemacht habe.

Wir haben uns also fertig gemacht, wir gingen, wir aßen, wir tranken, wir tanzten. Es war wunderbar. Wir haben vom Hostel einen Essensgutschein bekommen und sind Pasta essen gegangen, dann sind wir durch die Nightmarkets gewandert und von 10 – 11 Uhr war Ladies‘ Night im Woolshed – 5 Gläser Champagner pro Lady. Und dann haben wir getanzt und die Nacht genossen. Wundervoll.

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Offensichtlich eine klasse Nacht!

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Alice und Claudia.

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Ich inmitten der Mädels: Alice, Claudia und Moon.

Farm Charm – Zivilisation

Uuuuh, Zivilisation. Das bedeutet unter anderem:
Straßen. Autos. Ampeln. Verkehr. Menschen. Läden. Lichter, Straßenlaternen. Busse.

Am Donnerstag haben Kate, Fraser und ich uns gegen 14h auf den Weg in die Stadt gemacht. Der eigentliche Grund war ein Zahnarzttermin von Kate, aber verbunden damit waren mehrere andere Dinge, unter anderem auch Frasers Abreise. Das hat die Stimmung ganz schön gedrückt, aber wir haben uns allergrößte Mühe gegeben, die letzten Stunden mit ihm zu genießen. Außerdem haben wir Wajihah wiedergesehen, die extra noch eine Nacht länger in Townsville geblieben ist. „The Brook Crew“ war wieder beisammen!

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Kate, meine Wenigkeit, Wajihah und Fraser formen die Brook-Crew!

Nachdem wir also 4 Stunden über Queenslands einsame Straßen gefahren waren – Fahranweisung waren: rechts, links, rechts – kamen wir in Townsville an und haben unsere Zimmer bezogen; durch einen glücklichen Zufall haben wir für den Preis eines Schlafsaales Doppelzimmer bekommen, sodass Kate und ich uns eines geteilt und Fraser und Wajihah im anderen genächtigt haben.
Wir haben uns kurz frischgemacht und das Hostel auskundschaftet, dann haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um etwas zu essen. Im Pub haben wir uns dann über unsere Zukunftspläne ausgetauscht, da Wajihah am nächsten Tag nach Cairns reisen sollte, für Fraser ging es zurück nach Sydney und auch Kate wird in einer Woche abreisen! Außerdem haben wir Fraser nach seinen „Highs and Lows“ gefragt, also seinen Höhe- und Tiefpunkten; eine Brook-Tradition und da er kein BBQ zum Abschied bekommen hatte, fanden wir, dass wir ihn einfach beim letzten gemeinsam Essen fragen sollten.

Nach unserem Abendmahl haben wir uns noch in eine Bar verirrt, die uns überfordert hat an Menschen, Musik und Misswahlen – und mir das teuerste Cider meines Lebens verkauft hat. Den restlichen Abend haben wir dann im Hostel verbracht, wo wir Mädels Fraser in Ruhe gelassen und uns in Kates und meinem Zimmer zusammengesetzt haben, um einfach nur zu quatschen – wie in guten alten Brook-Zeiten.

Am nächsten Tag haben wir uns morgens – mal wieder – von Wajihah verabschiedet und sind dann zu dritt losgefahren, um Kate beim Zahnarzt abzusetzen und im Baumarkt etwas für Darcy und Lynda umzutauschen. Nachdem Fraser und ich uns ein paar Mal erfolgreich verfahren haben, haben wir Kate wieder abgeholt und sind zurück in die Stadt gedüst. Nach kurzer Selbstverfügung kam dann der furchtbarste Teil des Tages: die Fahrt zum Flughafen und der Abschied von Fraser. Nach Umarmungen und guten Wünschen haben wir gewunken und dann bin ich in Tränen ausgebrochen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mir dieser Kerl ans Herz gewachsen ist. Auch Kate ist das ziemlich nah gegangen, wenn auch weniger Tränen involviert waren – sie weiß ja, wann sie ihn wiedersieht, ich hingegen bin mir ziemlich sicher, dass ich ihn an diesem Flughafen das letzte Mal zu Gesicht bekommen habe. Ein winziger Hoffnungsfunke glimmt in mir, dass wir uns eventuell in Neuseeland treffen, aber das wird vermutlich nicht so einfach.

Den restlichen Tag haben wir in allen möglichen Läden verbracht, unter anderem einem Friseur (meine neue Frisur zeige ich euch in den nächsten Tagen! Bin schon gespannt, was ihr sagt!) und 2nd-Hand-Shops. Abends sind wir auf den 286m hohen Castle Hill gefahren, um uns einen 360°- Sonnenuntergang anzuschauen. Es war echt atemberaubend, auf der einen Seite die Stadt mit ihren Lichtern, auf der anderen Seite aber die Sonne ins Meer tauchen zu sehen, in dessen Mitte die schwarze „Magnetische Insel“ schwamm.

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Kate und der Sonnenuntergang – wunderschön, wie ich finde.

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Die untergehende Sonne lässt die Felsen rot erstrahlen – ein klasse Kontrast zum Meerblau und Himmelviolett.

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Magnetic Island – 8km vom Festland entfernt.

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Time to stop and stare – findet ihr Kate?

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Solch lebendige Farben!

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Am nächsten Tag haben wir uns nach dem Auschecken unseren Weg durch die Stadt zum Strand gebahnt, um in Juliette’s Café etwas zu trinken, unsere Füße im Sand zu vergraben und die Sonne auf unserer Haut zu genießen. Danach ging es dann Richtung Farm – das Abenteuer Zivilisation ist erfolgreich abgeschlossen.

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Kaffee, gute Bücher und nette Gesellschaft – ein wunderbarer Start in den Tag.

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Diese Brände sind kontrollierte Brände – zum einen machen sie die Erde fruchtbar, zum anderen werden so natürliche Brände verhindert, die in der Trockenzeit einfach ausbrechen und unberechenbar wüten.

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Die 2 Kerle in diesem Auto haben uns unsere Heimreise ungemein versüßt, indem wir immer wieder aneinander vorbeigefahren sind und gehupt haben. Als wir auf die Landstraße heimwärts abbogen, haben sie sogar gewunken. Australia, mate.

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Hit the road, Jack.

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Hier links, nach 1 Stunde rechts, und nach einer weiteren Stunde wieder links. Easy as, mate.

Farm Charm – Friday Night – Pizza Night!

Nach dem ganzen Chaos und schlechten Karma der letzten Wochen haben wir uns unglaublich auf die letzte Freitag Nacht gefreut: Pizza-Night mit der Familie und Neil (ihr erinnert euch, der war schon mal hier – hier nachzuschauen) und gleichzeitig die Abschiedsfeier für Wajihah.
Sie, Kate und ich haben vorher noch gemeinsam einen Spaziergang unternommen, auf dem wir wie die Schulmädels gekichert haben und generell endlich mal wieder ausgelassen und bester Stimmung waren. Als Darcy von der Arbeit heimkam (auf seinem Motorrad) hielt er an und fragte, ob wir etwas genommen hätten, woher denn die plötzliche gute Laune käme? Wir sagten, wir wüssten es nicht, aber wir seien froh, dass sie ihren Weg zu uns gefunden habe.

Der Abend war dann auch einfach klasse: jeder konnte eine Pizza belegen, wir hatten einen riesigen Krug „Pimm’s Cocktail“ (sehr lecker!), Lagerfeuer und eine wunderbar gemütliche Runde. Es war fantastisch, und Neil hier zu haben war einfach perfekt, denn er ist in Neutralisierer, immun gegen alle negativen Schwingungen und objektiv, sodass er uns wertvolle Tipps geben konnte und sicher auch bei der Familie ein gutes Wort für uns eingelegt hat. Außerdem ist er wundervoll positiv und immer gut gelaunt – wenn er bloß jünger, unverheiratet und sohnlos wäre … Naja, aber genug von Neil.

Im Laufe des Abend haben wir dann an Wajihahs „Highs and Lows“ teilhaben dürfen und der Abend tat einfach der Seele gut – seitdem ist auch endlich alles wieder im Lot mit Lynda und Darcy und wir sind zurück zu unserem lockeren, entspannten Umgang. Wunderbar – gegen 1Uhr waren wir dann alle wieder daheim und im Bett – wir hatten schließlich alle einen langen Tag hinter uns.

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Ing und ich – wie lieb ich sie hab 🙂

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Lynda, Ing und Kate – Ings Grinsen spricht Bände

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Kate and meee

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Kate und die „O’Brien Girls“

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„Kannst du mein Cologne riechen, Katharina?“

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Wie schön es ist, wieder gemeinsam zu lachen.

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Unser Lagerfeuer – trägt zur entspannten Atmosphäre bei

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Come on, Darling! Froschmund! Kate und Grace

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Fraser bespaßt Ing mit einer Pose

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Freundschaftliches Teilen, präsentiert von Darcy und Kate – wenn’s nun mal kalt ist!

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Neil von seiner besten Seite – ich möchte, dass er bei uns einzieht!

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Eine Abschiedsumarmung für Darcy …

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… und eine für Neil.

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Es tut so gut, Darcy richtig lachen zu sehen.

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Und wie schön, dass er sich mit uns so wohlfühlt, dass er einnickt 😉

Aber wie gesagt, wir hatten alle einen langen Tag, Darcy und Fraser ganz besonders, und da wir auf einen kurzen Abend eingestellt waren, war 1 Uhr schon „spät“. Der nächste Tag war entspannt und langsam – ganz nach unserem Geschmack. Wajihah hat gepackt, und abends haben wir gemeinsam mit Neil Schokokuchen, selbstgebackenes Brot mit Knoblauchbutter und Chips mit Salsasauce gegessen und Wein getrunken. Das war ebenfalls schön, nochmal in gemütlicher Runde zu sitzen und zu lachen.
Sonntagmittag haben wir uns dann schweren Herzens von Wajihah verabschiedet und jetzt sind nur noch Fraser, Kate und ich über. Fraser war von Sonntagmittag bis Mittwochabend anderswo beschäftigt, zusammen mit Darcy und ist jetzt zurück – mal sehen,wie sich das Zusammenleben in Zukunft entwickelt.