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Aventuras Nuevas – Alles neu! – Teil 2

Herzlich Willkommen zu Teil 2 von „Alles neu!“ Wir waren stehen geblieben an dem Punkt, an dem meine Pläne, als Lehrerin in Kolumbien zu bleiben, mit lautem Klirren zu einem beträchtlichen Scherbenhaufen zusammenfielen.

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Angie und ich bei einem die Seelenrisse kittenden Eis

Zum Glück gibt es Angie, meine beste Freundin in Kolumbien. Inmitten unserer jeweiligen chaotischen Leben haben wir uns getroffen und bei einem Picknick alles erörtert, auseinandergepflückt, zusammengesetzt und erneut durchgekaut, bis wir uns beide etwas leichter fühlten mit allem, was sich auf uns stürzt und uns unter sich begräbt. Es tat so gut, sich mit ihr alles von der Seele zu reden, alles 3x zu sagen, weil es so ätzend ist, und sich verstanden zu fühlen. Während dieses Gesprächs sprachen wir u.a. darüber, was denn im Falle einer Absage meine Optionen wären, und ich scherzte: „I’ll just go back to Australia.“ Und es war ein Scherz, ich schwöre. Doch wie es so ist, in jedem Scherz steckt auch ein Körnchen Wahrheit und ich konnte diese Idee nicht davon abhalten, sich in meinem Kopf und Herzen einzunisten.

Für alle, die 2013 noch nicht mitgelesen haben: ich habe damals als Backpackerin von Februar – Juli auf einer Rinderfarm im Outback gelebt und gearbeitet. Viele meiner damaligen Beiträge findet ihr ab Februar 2013 im Archiv bzw. unter der Kategorie „Farm Charm“.

Ich habe also Kontakt mit meiner Gastfamilie von damals aufgenommen und gefragt, ob sie mich eventuell wieder aufnehmen würden. Keine 12 Stunden später hatte ich eine Antwort und mir fiel der Mount Everest vom Herzen. Ich sei immer willkommen und müsse ihnen nur meine Reisedaten mitteilen. Gesagt, getan – ich buchte einen Flug, kümmerte mich um die jeweils nötigen Visa, schickte die Infos nach Australien … und machte mich Millionen Mal ans Aussortieren/Koffer-Probepacken. Geplant war, mit einem Touristenvisum 3 Monate in Australien zu bleiben und dann für einen Monat nach Kolumbien zurückzukehren, um mit Angel seinen Geburtstag zu feiern, bevor es am nächsten Tag zurück nach Deutschland gehen würde. Ich hatte mich gegen eine sofortige Reise nach Hause entschieden, weil ich so meine Auslandskrankenversicherung verlieren und dies eine sehr lange zeitliche Trennung von Angel bedeuten würde. Durch die Reise nach Australien bliebe die Versicherung bestehen und er und ich würden uns vor der unausweichlichen Trennung im Juli nochmal sehen.

Den Januar sollte ich ja sowieso bei meiner Gastfamilie in Kolumbien bleiben und ich habe ihnen dann noch den Februar gegeben, damit sie sich nach jemand neuem umschauen können. Ich fand es unfair, von heute auf morgen zu verschwinden (obwohl ich das gekonnt hätte), aber auf keinen Fall wollte ich bei ihnen bleiben. Das war eine gute Entscheidung. Mit dem Wissen, dass ich bald gehen würde, ließen sich der restliche Januar und der Februar gut überstehen, aber die Atmosphäre war keine schöne und verschlechterte sich zusehends. Zu vielen Dingen nickte ich einfach nur noch, weil ich keine Lust mehr hatte, mich darüber aufzuregen, aber ich fühlte mich zunehmend eingeengt und eingeschränkt, ungerecht behandelt und unwohl. Am Ende ging es dann tatsächlich im Streit auseinander, womit ich ja schon im letzten Jahr gerechnet hatte. Ich habe aber irgendwann genug davon gehabt, alles hinzunehmen, zu nicken und „ja und Amen“ zu sagen. Nicht nur das Aupair muss sich in gewissem Grade anpassen, sondern auch eine Familie muss sich auf die Bedürfnisse und Wünsche des Aupairs einstellen, und irgendwann habe ich meine Hacken in den Boden gestemmt und mich gegen die Zügel der Familie gewehrt. Kam nicht so gut an.

Am Samstag, 04. März, zog ich aus, ohne richtiges Abschiedsgeschenk von der Familie und tatsächlich auch ohne Abschied von Seiten meines Gastvaters, der mich gegen Ende komplett ignorierte. Ich konnte nur den Kopf schütteln, denn obwohl die letzten Tage alles andere als schön waren, hatte ich Abschiedsgeschenke für die Familie vorbereitet.

Ich zog bis Montagabend zu Angie. Koffer, Boxen und Taschen ließ ich bei Angel, zu dem ich Montagabend ziehen sollte. Mit meiner Reisetasche machte ich mich nach einem kurzen Treffen mit Angel mit dem Bus auf den Weg nach Villa del Rosario, wo Angie mich vom Bus abholte. Die Familie hatte mir untersagt, Angie dort zu besuchen, aus „Sicherheitsgründen“. Dass sie mir damit die Chance nahmen, meine beste Freundin zu sehen und ihre Familie kennenzulernen, berührte sie nicht. Umso mehr genoss ich es, dass mich Angies Familie so selbstverständlich aufnahm, als gehörte ich schon ewig dazu. In diesen 2,5 Tagen habe ich mich wohler gefühlt in einem zu Hause als die letzten 8 Monate zuvor. Mir wurde klargemacht, dies sei jetzt auch mein zu Hause, ich solle mich wohlfühlen. Wir aßen zusammen, unterhielten uns, scherzten, lachten, tauschten uns aus, halfen einander. Ich fühlte mich so geborgen und angenommen und die Zeit mit Angie zu verbringen, war so wunderbar. Ich kochte für ihre Familie Kartoffelpuffer, um mich zu bedanken für alles, und als ich mich am Montagnachmittag verabschiedete, wurde ich so herzlich gedrückt und die Einladung, im Juni wieder bei ihnen zu wohnen („Eres bienvenida siempre, esta es tu casa“), klang schon fast wie eine Feststellung, als sei es klar, dass ich dann wieder bei ihnen wohnen würde. Ich lief über vor Dankbarkeit und Zuneigung.

Ich erledigte noch einige Dinge, bevor ich zu Angel fuhr und verbrachte die letzten Tage dort recht unabhängig. Dienstag hatte ich zum letzten Mal Physiotherapie, ging zum Friseur, erledigte noch ein paar Einkäufe, schrieb ein paar Nachrichten und kochte abends wieder Puffer, diesmal für seine Familie. Am Mittwoch lud er mich zu einem vegetarischen Mittagessen ein (überlaufendes Herz und strahlendes Gesicht meinerseits) und danach fuhren wir zu Freunden seiner Familie, wo extra für mich noch eine kolumbianische Spezialität gebacken wurde. Ich hab leider vergessen, wie sie heißt, aber sie erinnert mich an eine Mischung aus Fladenbrot und Pfannkuchen, und ist an sich schon ziemlich süß, aber die Kolumbianer  essen sie mit leche condensada (Kondesmilch) – und zwar richtig, richtig viel. Ich habe einfach weniger davon über die Fladen gegossen und es war sooo lecker! Das war ein schönes Abschiedgeschenk.

Von allen meinen Freunden hatte ich mich in meiner letzten Woche bei der Familie verabschiedet. Jeden Abend war ich froh, die Haustür hinter mir zuzuziehen und mich auf Menschen freuen zu können, die gerne Zeit mit mir verbringen, an mir interessiert sind und die meine Ansichten teilen. Schon lange vorher traf ich Francisco, mit dem ich Eis gegessen habe, bevor er selbst zurück nach Venezuela gereist ist, wo er lebt. Ich lief in Horacio hinein und freute mich total über dieses spontane Treffen. Marcela und Carol, die selbst je 2 Aupair-Jahre in den USA hinter sich hatten, luden mich zu einer Pizza ein, nach der ich endlich mal richtig satt war, und wir sprachen über das Aupairleben, Gastfamilien, ihre jetzige Arbeit, Sprachen lernen, was wir zusammen erlebt haben und was die Zukunft für uns wohl bringen würde. Ich traf Rafael, mit dem ich redete und redete, ich traf Alejandra, die mir ein wundervolles Abschiedsgeschenk machte und mit der ich das ganze Treffen lang auf Spanisch sprach – und es fiel mir nicht mal schwer! Ich traf Jaime, dem ich über die Maßen dankbar einen Berg ausgeliehene Bücher zurückgab und ich traf Jodi, mit der ich ebenfalls Eis aß und zum letzten Mal tiefgründige Gespräche führte.

Alle meine Freunde und Bekannten vom Spielplatz hatte ich in den vorangegangenen Tagen davon unterrichtet, dass ich bald gehen würde und sie kamen nach und nach, um mich zu umarmen, sich zu verabschieden, Nummern auszutauschen und noch ein letztes Foto mit mir zu machen. Meine beste Spielplatz-Freundin Juliana und ihre Mama Ximena machten mir ein Geschenk, und das war so wunderschön, weil es unerwartet war: eine Zeichnung samt Brief von Juliana und ein Gutschein für eine Mani-Pedi, zum Entspannen! Das hat mich über alles gefreut, weil es in krassem Gegensatz zu den nicht vorhandenen Geschenken meiner Gastfamilie stand. Zu sehen, dass sich Menschen auf dem Spielplatz so sehr um mich kümmern und sich solche Gedanken und Mühen machen, hat bewirkt, dass mir warm um’s Herz wurde. Und an meinem letzten Tag auf dem Spielplatz kam sogar mein Pflegehund nach Wochen der Abwesenheit mal wieder vorbei und brachte uns nach Hause. Ich habe mich so unendlich gefreut, Caramelo noch ein letztes Mal zu sehen und in den Arm nehmen zu können. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen, genau so wie Maria Elizabeth, mit der ich mich am Montag vor der Manip-Pedi-Behandlung nochmals traf und Geschenke, Neuigkeiten und eine feste Umarmung austauschte. Meine Freunde werden mir sehr fehlen, das ist sicher.

Mittwochabend finalisierte ich mein Packen, zog mich um und verabschiedete mich von Angels Eltern. Wir luden das Gepäck ins Auto, stiegen ein und fuhren zum Flughafen. Es wurde nochmal stressig, weil die Unterkunft, die ich mir in Bogotá organisiert hatte, in letzter Minute geplatzt ist und wir meine neue SIM-Karte nicht aufladen konnten … Das Aufladen hat Angel dann erledigt, während ich schon über den Wolken dahinsegelte (von Cúcuta nach Bogotá) und eine Ersatzunterkunft hatte er mir auch noch organisiert. Die ist dann leider auch nicht zustande gekommen, sodass ich sehr provisorisch am Flughafen in Bogotá gecampt habe, bevor ich 8.10h am nächsten Morgen kolumbianischen Boden hinter bzw. unter mir ließ. Davon, von meiner laaaaaangen Reise, von allem was davor (seit dem letzten Post) und vor allem auch davon, was seit meiner Reise passiert ist, erzähle ich euch im nächsten Post … Was jetzt wichtig zu wissen ist, ist: ich bin heile angekommen und habe euch nicht vergessen.

Ein Gruß aus dem australischen Outback …
… y un abrazo fuerte! 

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Kolumbien, du wirst mir fehlen!

DIY- Müsli … lecker!

Hallo ihr Lieben 🙂

Ich habe in letzter Zeit wieder ganz stark das Bedürfnis, zu bloggen und nehme mir gezielt die Zeit dazu. Heute morgen habe ich auch endlich ein Geschenk in Angriff genommen, dass mir schon seit Februar im Kopf herumspukt – seit ich es bei Marie von coffee and clay entdeckt habe. Ein selbstgemachtes, gesundes und leckeres Müsli 🙂 Ich hatte sofort jemanden im Kopf, für den ich das machen wollte – und jetzt habe ich es endlich geschafft! Hätte ich bloß früher angefangen – es schmeckt köstlich!

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Ihr braucht:            | Vorbereitung: 10 Minuten, Backzeit: 30 Minuten  |

  • 2½ Tassen Haferflocken
  • ¾ Tasse gehackte Mandeln
  • ½ Tasse Sonnenblumenkerne
  • ¼ Tasse Sesam
  • ½ Tasse Leinsamen
  • 4 EL natives Kokosöl
  • 8 EL Honig / Ahornsirup
  • 3 TL Zimt
  • ½ Tasse Rosinen
  • weiteres getrocknetes Obst eurer Wahl

Das Tolle ist, dass man das Rezept variieren und hinzugeben kann, was und wie viel man möchte – nach Geschmack! Wenn ihr also nicht alles oder nicht genauso viel dahabt, wie es hier auf der Liste steht – egal! Ihr könnt weglassen und hinzugeben, wie ihr wünscht 🙂

Zuerst stellt ihr den Ofen an: eigentlich steht im Rezept Umluft 170°C, aber wenn ihr nur Ober-/Unterhitze habt wie ich, geht es auch. Ich empfehle euch, die Hitze zu reduzieren auf ca. 130-140°C. Dann legt ihr ein Backblech mit Backpapier aus.
Während der Ofen vorheizt, gebt ihr die Haferflocken, die Mandeln, die Sonnenblumenkerne, den Sesam und die Leinsamen in eine große Schüssel und mischt alles 1x durch. Dann gebt ihr das Kokosöl, den Honig/Sirup und den Zimt in einen Topf und erhitzt die Mischung (nicht kochen!) unter Rühren. Weil das zusammen wohl nur eine leichte Süße ergibt, habe ich noch ein bißchen flüssigen Süßstoff dazugegeben, ihr könnt aber natürlich mehr Honig/Sirup hinzugeben, wenn ihr genug dahabt. Wenn alles geschmolzen ist, gebt ihr die Masse in die Schüssel, vermischt alles und verteilt es dann auf dem Backblech.

Für 30 Minuten wird die Mischung im Backofen geröstet. WICHTIG: alle paar Minuten solltet ihr die Mischung umrühren/wenden, sonst brennt euch alles an und schmeckt statt köstlich eher verbrannt! Danach lasst ihr die Mischung abkühlen und gebt schließlich das getrocknete Obst eurer Wahl dazu und mischt auch das alles nochmals durch. Bei mir waren es Rosinen, Cranberries und Bananenscheiben. Außerdem hab ich ein paar Schokostreusel reingeschmuggelt 😉 Lecker, lecker. Ich hab meine Mischung in ein schönes Glas gegeben und werde zur Verschenkzeit noch ein Band darum binden, eventuell ein paar Blümchen … mal sehen 🙂

Und natürlich habe ich probiert – nicht, dass es nachher nicht schmeckt! Mit den obigen Mengenangaben habe ich genug übrig behalten, um ein zweites Glas füllen zu können. Das reicht auf jeden Fall erstmal … yamyam 🙂 Was haltet ihr davon? 🙂

Farm Charm – Dinner for 8

Well, … alles findet ja mal ein Ende und so tut das auch die Brook-Zeit. Nachdem Fraser abgereist ist, blieben ja vorerst nur Kate und ich übrig, und das lief auch richtig gut. Nach meinen Abenteuern in und um Cairns bin ich wieder nach Townsville gereist, wo ich von Darcys Bruder und einem Neuankömmling für die Farm begrüßt wurde. Adrien ist Franzose, 21 Jahre alt und studiert in Toulouse irgendwas mit Landwirtschaft (fragt mich nicht, was genau). Er ist für 3 Monate in Australien, um praktische Erfahrung im Umgang mit Vieh ect. zu sammeln und wird somit täglich mit Darcy zusammenarbeiten. Wir waren alle etwas nervös nach dem Disaster mit Fraser, aber Adrien ist unglaublich klasse. Er ist witzig, positiv, lässig und entspannt – wir haben so viel mit ihm gelacht und es hat sich nach ein paar Tagen angefühlt, als wäre er schon ewig bei uns. Er war so lieb, uns jeden Morgen Frühstück anzubieten und abends schloss er sich unserem gemeinsamen Zähneputzen an – toothbrush party! So schön 🙂

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Dem alteingesessenen Team standen große Änderungen bevor, denn Kate sollte am 21.06. abreisen und die Ankunft der neuen Lehrerin und einer ihrer Freundinnen stand für den 17.06. im Kalender – und auch ich würde meine Koffer bald packen, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls haben wir beschlossen, dass wir als altes Team plus Adrien noch ein mal gemeinsam ‚feiern‘ wollen – ein Abschied für uns, ein Willkommen für Adrien. Und so haben wir für Freitag, den 12.06. zum Abendessen geladen – in unserer bescheidenen Bleibe. Das war das erste Mal in 5 Monaten, dass wir die Familie eingeladen haben und wir waren ganz schön aufgeregt und vorfreudig. Adrien war für den Appetiser zuständig, Kate für den Hauptgang, ich für den Nachtisch und die Deko des Raumes. Natürlich hat alles geklappt, wie es sollte – nicht! 😉 Wir sind mit der Zeit überhaupt nicht hingekommen, da wir wirklich alles selbst gemacht haben und uns ja auch noch fertig machen wollten. Aber zum Glück hatten auch Darcy, Lynda und die Kinder etwas Zeitdruck und so haben wir einfach alles eine halbe Stunde nach hinten verschoben – und alles lief gut.

Wir haben beschlossen, mexikanisch zu kochen, angeführt von französischen Käse-Blätterteig-Häppchen und gefolgt von Apfelstreuselkuchen à la Katha. Ziemlich merkwürdige Mischung, ich weiß, aber es hat gepasst 😉 Kate hat ihren Fajita-Teig selber gemacht und auch alle selber ‚gebraten‘ – mit Hilfe von Adrien. Dann haben wir ganz viele Soßen und Dips hergestellt, Gemüse geschnippelt und gekocht – yummi! Die Familie hat Wein und Käse mitgebracht, außerdem einen selbstgemachten Dip und Chips – richtig schön.

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Den ganzen Abend haben wir gesessen und gegessen, getrunken und gelacht – und natürlich ganz, ganz viel erzählt, von der Arbeit, haben uns an witzige Dinge erinnert, die die Kinder oder jemand anderes angestellt haben, wir haben Musik gehört und das Zusammensein als Team genossen. Im Laufe des Abends haben Grace und Ingrid Kate und mir jeweils eine große Tüte voller Geschenke in die Hand gedrückt – Überraschung! Das waren unsere Abschiedsgeschenke, denn obwohl es am Samstag vor der Abreise noch eine Party geben würde, wollten Darcy und Lynda das lieber im kleinen Kreis machen, weil es persönlicher war so. Kate und ich haben beide Schmuck bekommen und auch jede ein Outback-Kochbuch (juchu!) 🙂 Außerdem hat jede von uns eine kleine Auflistung bekommen, was die Familie an uns schätzt (siehe auch: Home Sweet Home) und jede noch einen kleinen, persönlichen Brief. So ein wunderbarer Abend!

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Family. ❤

Paprika-Ei-Sandwich

Nachdem ich die zweite Hälfte meines Vormittags drüben mit der Herstellung von Zitronenbutter verbracht habe und gerade die fertige Masse in Gläser füllte, kam Ingrid hereingestürmt und sagte: „Katha, ich muss dir was sagen!“ – „Okay, schieß los!“ – „Mit all diesen leckeren Sachen, die du immer kochst und backst, solltest du zu ‚Masterchef‘ [TV-Sendung] gehen!!“  Ist das nicht süß? Da schmeckt mir mein spätes Mittagessen doch gleich viel besser, und ich habe beschlossen, es mit euch zu teilen, weil es echt einfach, gesund und superlecker ist.

Ihr braucht:

1 Paprika
2-4 Eier
(für 2 Scheiben Paprika braucht ihr 2 Eier)
Öl
Salz und Peffer

Zubereitung:

Paprika waschen, in Scheiben schneiden und die weißen Teile entfernen.

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Öl in der Pfanne erhitzen und die Paprika von einer Seite anbraten. Während des Bratens die Eier in einer Tasse vermixen und mit Salz und Pfeffer würzen.

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Dann die Paprikascheiben wenden und die Eimasse hineingießen. Idealerweise bleibt das Eigemisch innerhalb der Paprika, aber wenn nicht, macht es auch absolut nix.

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Während die Paprika-Eier fertig braten, 2 Scheiben Toast in den Toaster schieben und dann mit Frischkäse bestreichen. Paprika-Eier teilen und auf die Toastscheiben legen, eventuell nachwürzen und genießen! Lecker!

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Pfannkuchen – mit Liebe gemacht

Bei uns ist es ziemlich herbstlich und nach dem, was ich von meinen Lieben und aus den Nachrichten so höre, scheint es auch in Deutschland noch ganz schön ungemütlich zu sein. Was gibt es da besseres als eine „herzhafte“ Mahlzeit?
Wer bei herzhaft an Schweinebraten mit Rotkohl und Klößen denkt, ist bei mir an der falschen Adresse. Ich habe anderes im Sinn. Ihr braucht:

  • 2 Eier
  • 1 Tasse Mehl
  • 1 Tasse Milch
  • Schüssel
  • Mixer

Diese Zutaten werden zu leckerem Pfannkuchenteig verquirlt. Wer mag, kann statt einer Tasse Milch auch eine halbe Tasse Milch und eine halbe Tasse (Mineral-)Wasser nehmen.

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  • Kelle
  • eine leere Ketchupflasche (o.ä.)
  • Pfanne
  • Öl
  • Pfannenwender

Nachdem ihr alles verquirlt habt, füllt ihr den Teig mit der Kelle in die leere, sauber ausgewaschene Ketchupflasche. Öl in der Pfanne erhitzen, Pfannkuchen aber unbedingt auf niedriger Stufe braten. Nachdem das Öl also heiß ist, Hitze runterdrehen und mit der leeren Ketchupflasche den Teig in die Pfanne „spritzen“ – in jegliche Form, die ihr wünscht; Herzen fand ich am einfachsten, und manche habe ich komplett ausgefüllt, andere habe ich mit Mustern innendrin verziert.

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Ich hätte dieses Herz so gerne mit Sahne und frischen Früchten dekoriert, aber sowas ist Luxus hier im Busch, darum muss es ein minimalistisches Bild tun und der Pfannkuchen wurde mit Honig genossen – sogar von Kate, die eigentlich nichts essen wollte und von Fraser, der eigentlich kein Pfannkuchenmensch ist. Äußerst schmackhaft – also, auf geht’s, ihr Lieben! Guten Appetit!

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Farm Charm – Detox

Nein, ich meine nicht Botox, ich meine Detox. Kurz für „detoxification“, übersetzt bedeutet das „Entgiftung“. Kate, Wajihah und Darcy und Lynda hatten sich in den Kopf gesetzt, eine 14tätige Entgiftungskur durchzuführen und wollten auch mich zum Teilnehmen bewegen … aber mir war nicht so danach; ich bin ja eh schon auf „Diät“, weil ich kein Fleisch esse.

Während dieser Entgiftungskur durften sie keine Milchprodukte (Käse, Yoghurt, …), kein Fleisch, keine Weizenprodukte (Brot, Toast, Müsli, …), kein Koffein und natürlich keinen Zucker in irgendeiner Form zu sich nehmen. 2 Wochen lang. Alle waren ziemlich aufgeregt, und während Kate und Wajihah den Essensplan für die erste Woche erstellt haben, lag Spannung in der Luft: halten wir das wirklich durch? Geregelte Mahlzeiten, keinen Tee/Kaffee, keinen Zucker, kein Brot?

Und sie haben es geschafft! Zwei Wochen haben sie eisern durchgehalten, zumindest Wajihah, Kate und Lynda. Ich war ziemlich stolz auf die Mädels und habe sie natürlich tatkräftig motiviert und unterstützt.

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Für jede Hauptmahlzeit ein Smiley und am Ende der ersten Woche gab’s eine Medaille!

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Am Sonntag nach der Detox haben wir alle gemeinsam ein richtiges Festtagsfrühstück genossen, das war ein schöner Abschluss. Hatte ich mir ja schließlich verdient, nicht wahr? 😉

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Kate mixt ihren französischen Pfannkuchenteig zusammen.

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Darcy kümmert sich um den Schinken und die Pilze.

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„Beautiful, mate!“ (Bi-juuuuu-ti-ful!)

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Malerisch!

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Eine zurechtgemachte Ingrid genießt frischgepressten Orangensaft.

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Fizz! 🙂

Nach dem Frühstück haben wir noch ein bißchen Gitarre gespielt und dann … kugelten wir rund und glücklich nach Hause. Und wenn wir nicht gestorben sind … na, ihr wisst schon.

Halloween!

Was Halloween genau ist und woher es stammt, ist seit meinem letzten Post ja klar, aber was braucht man für eine tolle Party?

What do you need to have a great Halloween Party?

Gute Freunde – Good friends

Viel gutes Essen – Lots of tasty food

Das Essen im Fokus – Let’s focus on the food:

Canapés (in Form von Australien!)

Brot & Olivendip & Süßkartoffel
Bread & Olivedip & Sweetpotato

Marzipanspinnen – Marzipanspiders

Marzipanmaden – Marzipanmaggots

Bonbonspieße – Treat Skewers

Skelettkuchen – Skeletoncake

Riesenrotze – Giant’s Snot

Sehr lecker, all diese Dinge. Manche sind kalorienarm, andere leider eher nicht. Wer die Rezepte haben möchte, kann sich gerne melden 🙂
For recipes, get in touch! 🙂

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