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Hochzeitsgeschenk

Hallo ihr Lieben,

(beginnender) Sommer ist ja oft die Zeit der Hochzeiten und somit der Geschenke – aber was kann man schenken? Ich habe sehr wenig Erfahrungen mit Hochzeiten. Der Beschenkte war kein enger Freund oder dergleichen und ich auch nicht zur Feier eingeladen, sodass ich nicht allzuviel Tiefe in dieses Geschenk stecken musste. Natürlich wollte ich trotzdem, dass es schön aussieht und gleichzeitig nützlich ist, denn ich denke, ihr werdet mir zustimmen: man hat gar nicht genug Ecken, in denen man nutzlose und kitschige Geschenke lagern kann.

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Ich habe mich entschieden, Geld zu schenken und dies schön zurechtgemacht in einem Bilderrahmen zu präsentieren, denn in diesen kann später immer noch ein Hochzeitsfoto o.ä. gesteckt werden.

Ihr braucht:

1 Bilderrahmen (Größe eurer Wahl)
1 Geldschein (Betrag eurer Wahl)
Stifte, Pappe, Schere, Kleber, Tesafilm

Geschenkpapier, Geschenkband

So wird’s gemacht:

Den Geldschein könnt ihr zu einer Form eurer Wahl falten, ich habe mich für ein Herz entschieden, da ich das zur Hochzeit passend und für meine Fingerfertigkeiten einfach genug fand 🙂 Die Anleitung findet ihr hier. Nachdem ich es fertig gefaltet hatte, habe ich es mit Tesafilm fixiert und auf ein weißes Blatt geklebt. Das kam dann in den Rahmen.

Dann habe ich nach Bildern von heiratenden Vögeln gesucht (in die Suchmaschine eingeben: „birds marriage“ , „Vogelhochzeit“ oder dergleichen) und das Bild, das mir am meisten gefallen hat, abgepaust (ihr könnt es natürlich auch ausdrucken), angemalt und auf Pappe geklebt. Die Pappe habe ich dann auf dem Bilderrahmen festgeklebt und den Bilderrahmen mit einem Geschenkband umwickelt, weil er so leer aussah.

Und damit ist das Geschenk auch prinzipiell fertig. Ich habe mich für eine schlichte Verpackung entschieden und eine Karte selbstgebastelt mit dem Spruch: „Die Ehe ist ein Brücke, die jeden Tag neu gebaut werden muss, am besten von beiden Seiten.“

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Und fertig sind wir! Dieses Geschenk ist wundervoll zu variieren, indem ihr z.B. eine dieser Rahmen-Kombinationen nehmt und die einzelnen Rahmen mit Fotos, Andenken, Sprüchen, Aufgaben und eben auch verschiedenen Geldscheinen füllt – je nachdem, wie nahe ihr dem Brautpaar steht. Außerdem könnt ihr diese Idee auch für andere Anlässe umsetzen: Geburtstage, Jubiläen, Abschiede, … was eben gerade ansteht. Der Arbeitsumfang hängt natürlich davon ab, wie groß der ausgewählte Rahmen ist und wie detailreich ihr ihn gestalten wollt, aber grundlegend ist das eine fixe Sache!

Was haltet ihr davon?

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Aus dem Mund von … Sternblut

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Neulich schickte mir Frauke eine sms und sagte: Hör dir doch mal „Komm wir malen uns das Leben“ von Sternblut an. Das erinnert mich irgendwie an dich.

Ich finde das Lied wunderbar. Es vermittelt Leichtigkeit, Unbeschwertheit, Neugier. Es beruhigt und belebt irgendwie, auch wenn so etwas sonst nur Badezusätzen oder Tees nachgesagt wird. Es macht Lust, selbst hinauszugehen und ein bißchen die Farben mit anzumischen, selbst ein bißchen zu malen und zu experimentieren. In die Sonne zu schauen, die Arme auszustrecken und einfach nur zu atmen, einfach nur zu sein. Vielleicht hört ihr auch mal rein?

 

Globus, dreh dich – Des Rätsels Lösung

Liebe Lebensmaler,

ich habe euch ja neulich ganz kryptisch die Frage gestellt, ob ihr eine Idee habt, wohin in der Welt ich mich mit meinem Backpack verkrümelt habe. Ich habe mir nun die Zeit genommen, einige meiner Fotos zu sortieren und zu bearbeiten und finde, ich kann das Rätsel langsam auflösen.

Meine Freundin Inge, die aus Holland stammt, ist vor kurzem umgezogen und hat mich postwendend zu sich eingeladen. Wir haben uns 2011 in Neuseeland kennengelernt und sind seitdem stetig in Kontakt. Da ich meine 3 Monate dauernden Ferien irgendwann nicht mehr sinnvoll zu füllen wusste, lag es nahe, dass ich meinen Rucksack mal wieder packe und somit habe ich mich sehr gefreut über die Einladung. Mit dem Länderticket der Bahn ging es für überraschend günstige 34€ über Hannover und Amersfoort nach Den Haag. Ein bißchen Wissen to go zur drittgrößten Stadt Hollands gibt’s in den folgenden Posts.

Nach meiner Ankunft an einem Freitagnachmittag haben Inge und ich uns abends zum Strand „Scheveningen“ aufgemacht. Der Stadtteil Schevingen liegt 6km vom Stadtzentrum entfernt und zunächst war er nur ein kleines Fischerdörfchen, mauserte sich aber mit der Zeit zum größten Seebad der Niederlande.

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Das Kurhaus vom Strand aus – davor die Strandbars und Buden. Ich finde, es hat etwas Magisches.

Für mich dominierend war das „Kurhaus“ direkt an der Strandpromenade. Was 1818 als einfaches, hölzernes Badehaus begann, wurde über die Jahre vergrößert, verändert, erweitert, abgerissen und umgebaut. Es wurde 1884/85 als Kurhaus neueröffnet und diente als solches 84 Jahre lang, seit 1979 wird es als Hotel betrieben und steht unter Denkmalschutz. Es ist der Bauweise barocker Schlösser nachempfunden und sieht sowohl bei Tag als auch beleuchtet bei Nacht sehr eindrucksvoll aus. Die Promenade zwischen Kurhaus und Strand ist gesäumt von Restaurants, Geschäften, kleinen Lokalen und immer wieder Bänken zum Verweilen, Staunen, Entspannen. Zu speziellen Anlässen sind Attraktionen geboten und der Spaziergang bekam die Note eines Jahrmarktbummels:

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Jahrmarkt bei Nacht – der Traum eines jeden Kindes (und meiner natürlich ebenso).

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Ein altmodisch anmutendes Karussel – bezaubernd!

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Farbenspiel bei Nacht.

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Ein magischer Ritt gefällig? Aufsitzen bitte!

Ich inhalierte tief die salzige Seeluft, in der Abenddämmerung sah der Himmel wunderschön aus und ich konnte es nicht erwarten, das angekündigte Feuerwerk zu sehen, denn an meinem ersten Wochenende in Den Haag sollte das alljährliche „Vuurwerk Festival“ stattfinden. Bei diesem für die Zuschauer kostenlosen Feuerwerkswettbewerb treten verschiedene Länder gegeneinander an, die alle mit demselben Budget ein Feuerwerksspektakel zusammenstellen, das von 11 bis zu 13 Minuten dauern muss bzw. darf. Doch zunächst fesselte eine Trommlergruppe Inges und meine Aufmerksamkeit. Mit lauter (und vor allem lauten) verschiedenen Trommeln ging diese Truppe über die Promenade und stoppte hin und wieder, um das rhythmische Wummern mit einstudierten Tanzeinlagen zu begleiten. Ohne je die beeindruckende Trommelei zu unterbrechen bewegten sich die Musiker entlang der Promenade.

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Die Trommlergruppe bei ihrer Performance.

Später begaben Inge und ich uns auf den Sandstrand, suchten uns eine geeignete Position und warteten gebannt auf den Start des bunten Spektakels. Ich habe versucht, so gute Fotos wie möglich zu schießen, aber ich achte bei solchen Veranstaltungen immer darauf, nicht nur alles durch die Linse für „danach“ festzuhalten, sondern auch in dem Moment selbst das Dargebotene wahrzunehmen. Darum habe ich bewusst irgendwann aufgehört, zu fotografieren und darauf vertraut, dass ein paar der ersten Fotos schon okay sein werden. Hier kommt meine Ausbeute der zwei Länder, die an diesem Abend miteinander wetteiferten:

(Ich probiere zum ersten Mal die Diashow aus, für Rückmeldung wäre ich dankbar: gut, schlecht, Verbesserungspotentital, Tips? Danke!)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach dem Feuerwerk machten Inge und ich uns auf die Socken, zusammen mit den abertausend anderen Besuchern, die sich die Farbenpracht angesehen hatten. Wir pilgerten gemeinsam zur Straßenbahn-haltestelle, stempelten unsere Karten und ließen uns in der Bahn erschöpft, durchgefroren und vor allem glücklich auf zwei freie Plätze sinken. Zu Hause angekommen gab es einen Tee zum Aufwärmen, warme Socken und voller Vorfreude auf diesen wunderbaren Aufenthalt schlüpfte ich in mein Bett. Nächster Tag – nächste Erkundungstour. Ich hoffe, ihr kommt mit! 🙂

Farm Charm – Home Sweet Home

Mir ist aufgefallen, dass ich euch nie erzählt habe, wie ich wohne. Also, in meinem Zimmer. Ganz am Anfang war ich ja total geschockt ob der Kahlheit des Raumes und hatte meine Zweifel, ob ich das geradebiegen kann, aber mit der Zeit und besonders in den letzen paar Monaten meinten alle, dass ich mein Zimmer in einen wunderbar gemütlichen Raum verwandelt habe. Dank des zweiten Bettes gab es auch immer Raum für meine werten Mitbewohner und oft haben Kate und ich uns abend zusammengemummelt und Serien/Filme geschaut. Mir ist es wichtig, dass ich mich in meinem Zimmer zu Hause fühle, egal, wo ich bin und gerade dann, wenn ich weit weg bin von daheim. Als Wajihah ausgezogen ist, hätte ich die Möglichkeit gehabt, in ihr Zimmer zu ziehen – Bonus Doppelbett! Fraser konnte nicht fassen, dass ich es vorzog, in meinem Zimmer zu bleiben (wohlgemerkt, ich hab mir die Lampe aus dem Zimmer gemopst!) … aber schaut mal selbst.

Anfangs:

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Noch sehr spartanisch …

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Furchtbares Bettzeug, ich weiß.

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Heimatgefühle … 🙂

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Grausig durchgelegen, aber für Filmabende reicht’s!

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An der Wand seht ihr meine Weihnachtsbriefe und sie haben mir immer ein Lächeln auf’s Gesicht gezaubert, wenn ich aus der Tür ging.

Nach ein paar Wochen aber wurde es heimeliger und man konnte definitiv meinen Stempel erkennen. Ing und Grace haben mich reich beschenkt mit Kunstwerken, außerdem sammelten sich Briefchen und Notizen von uns allen und der Familie und auch Dans Werke fanden Platz an meiner Wand. Als dann Wajihahs Lampe den Besitzer wechselte und den Weg in mein Zimmer fand und meine Patentante auch noch eine Lichterkette schickte, war mein Glück perfekt.

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Heimelig.

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Jetzt kann ich also auch im Bett lesen!

Zoom an meine Wand-Deko. Die Fotos, die ihr seht, sind allesamt während meines Jahres in Neuseeland entstanden und erinnern mich an die glücklichsten Momente zu der Zeit. Daheim ist eine meiner Wände komplett beklebt mit Glücksmomenten aus Neuseeland – meine Favouriten haben sich gemeinsam mit mir auf den Weg durch die Welt gemacht.
Die kleinen Sterne und Planeten voller Sprüche waren ein Geschenk eines meiner besten Freunde. Er und meine beste Freundin hatten die gleiche Idee für mein Weihnachtsgeschenk ein paar Jahre zuvor: eine Box mit Zitaten aus dem ‚Kleinen Prinzen‘ und anderen Werken Antoine de Saint-Exupérys. Ich liebe sie und meine liebsten Sprüche kamen mit nach Australien. Alle anderen warten an meinen 4 Wänden in Deutschland auf mich.

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Familienfotos und Freunde – Das Leben ist besser mit Freunden!

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Für die einen, die reisen, sind die Sterne die Führer.

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Ich muss wohl zwei oder drei Raupen aushalten, wenn ich die Schmetterlinge kennen lernen will.

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Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.

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Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

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Es tut gut, einen Freund gehabt zu haben, selbst wenn man sterben muss.

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Jeder Stern zeigt eine wirkliche Richtung an. (Bekenntnisse einer Freundschaft)

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Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.

Ich liebe meine Wand voller Schnickschnack, der von den Kindern, den Eltern und meinen Mitbewohnern stammt.  Es macht mich glücklich, Notizen wieder und wieder zu lesen, ich lache über Skizzen, bin stolz auf Kunstwerke und erfreue mich an den simplen, jedoch liebevollen Briefen, die ich erhalte. Mein kleines, großes Leben an der Wand.

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Das erste Kunstwerk, das ich von Grace erhalten habe.

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Notizen, Skizzen, Gedanken …

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Kleine Hand und große Hand … Dan und ich.

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Kleine Belanglosigkeiten … herzerwärmend.

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Mein Abschiedsgeschenk. Wie wundervoll es ist.

Natürlich muss auch mein ganzer Krimskrams irgendwo unterkommen, mein Schmuck und meine Accessoires, auch wenn es davon nicht viele gibt. Hier bin ich simpel vorgegangen: Nägel und Pins in die Wand, für meine Ohrringe hab ich einen Pappkarton genommen, der zwei Schichten Äpfel in einer Box von einander trennt. Faden durch und aufgehangen. Das Leben ist schön.

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Unvollkommenheit ist Schönheit, Wahnsinn ist Genius, und es ist besser, total lächerlich zu sein als total langweilig.

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Das Gras ist immer grüner … wo es gewässert wird.

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Liebe dich selbst.

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Deine Meinung definiert nicht, wer ich bin.

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Das Leben ist wundervoll.

Außerdem habe ich Kleinigkeiten auf alle verfügbaren Oberflächen geklebt – nicht nur in meinem Zimmer, sondern auch überall im Haus für meine Mitbewohner. Man weiß nie, wann es einen aufheitert oder ablenkt. Unser komplettes WC war tapeziert mit Postkarten, die wir während unseres Aufenthaltes bekommen haben.

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Kleine Gedächtnisstütze in meinem Kleiderschrank.

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Verwechsel meine Freundlichkeit nicht mit Schwäche. Ich bin freundlich zu jedem, wenn jemand jedoch unfreundlich zu mir ist, wird ’schwach‘ nicht das sein, an das du dich erinnerst, wenn du an mich denkst.
(Al Capone)

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Die glücklichsten Menschen haben nicht das Beste von allem, sie machen das Beste aus allem.

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Motivation, Aufheiterung und Ratschläge an meiner Tür.

Wie verleiht ihr Räumen eure persönliche Note? Was hängt an eurer Wand, an eurer Tür? Seit ihr Foto-Fans, mögt ihr Kunst, Postkarten? Oder seid ihr minimalistisch und haltet es monoton? Was ziert euer Bett, euer Sofa, euren Schreibtisch und so weiter? Seid ihr Lichterketten – oder Kerzenmenschen? Lavalampen vielleicht? Oder lieber gar nichts davon?

Back on the Road – Atherton Tablelands

Neben dem Ausflug zum Cape Tribulation hatte ich auch geplant, durch die Atherton Tablelands zu fahren, weil ich gehört hatte, es solle dort wunderschön sein. Ich weiß ja nicht … ich hatte mal wieder mehr und anderes erwartet, als mir letztendlich geboten wurde. Man fährt halt doch mit einem bestimmten Bild im Kopf los … ‚Grand Canyon in kleiner‘ fasst mein Kopfkino ganz gut zusammen. Es war trotzdem die Reise wert, allein schon wegen des Fahrens und der Gesellschaft.

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Alleine wollte ich nicht fahren und Wajihah gab zu bedenken, dass es ihr nur zu zweit zu teuer würde und sie darum nicht mitwolle. Auf die letzte Minute hab ich spontan Anna und Miia gefragt, ob sie Lust hätten, mich zu begleiten – und sie haben ja gesagt! Das war voll schön, gerade weil es so überraschend kam. Anna und Miia kommen aus Finnland und waren von Anfang an Teil der Dorm-Gemeinschaft im Hostel – und zu dritt haben wir uns am Samstagmorgen wieder ein kleines Gefährt gebucht.

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Miia und ich mit unserem fahrbaren Untersatz.

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Cairns von oben.

Unser erster Stopp nach einem Ausblick über Cairns (s.o.) waren die Barron Gorge in Kuranda – ein hoher Steinbruch inklusive Wasserfall, der aber auf Grund der Trockenzeit gerade nur ein kleiner Strom war – trotzdem beeindruckend. Die Djabugay-Aborigines haben eine starke, kulturelle Bindung mit dem Barron-Fluss (Bana Wurru) und den Wasserfällen (Din Din) – wenn der Fluss bis zum Rand gefüllt ist, kann man einen Regenbogen sehen, der an die ‚Zeit der Erschaffung‘ und die Regenbogenschlange Budaadji erinnert.

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Ein Modell der Regenbogenschlange Budaadji.

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Riesige Schlucht – so soll das!

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Immer diese Touristen …

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Dieser Baum wusste als Teenager nicht so recht, wohin mit sich 😉

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Gezwirbelte Kletterpflanzen – diese Gewächse beginnen ihr Leben am Regenwaldboden, und auf ihrer Suche nach Licht winden sie sich um kleiner Gewächse, die unter der Last und der Größe der Kletterpflanze zusammenbrechen und sterben. So kommt die Zwirbelung zu Stande. Aus diesen Kletterern gewannen die Aborigines die rote Farbe für ihre Gemälde.

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Weird Road – Merkwürdige Straße

Nachdem wir die Wasserfälle und Natur genug bestaunt hatten, haben wir uns auf den Weg in die Innenstadt gemacht und wir konnten die Kuranda Markets besuchen! Dort gab es allerlei Zeugs, aber gekauft habe ich nichts – das meiste war Ramsch und für Backpacker untauglich.

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Die Markets sind ein fester Bestandteil Kurandas

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Dieser kleine Klettermax begrüßt die Besucher – und ich sei nicht die Einzige, die ein Foto schieße, wurde mir versichert

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Whatcha looking at? – Wall Art.

Außerdem haben wir in Kuranda die Koala Gardens besucht – Koalas kuscheln! Außerdem gab’s Krokos und Kängurus, Schlangen und Streicheleinheiten! Dazu gibt’s später einen kleinen Extra-Post, dieser hier wird sonst einfach zu lang. 🙂 Nachdem wir also unseren Vormittag in Kuranda verbracht haben, ging es durch winzige Ortschaften weiter – einen kurzen Stopp haben wir in Mareeba gemacht, da gab es ein Tee / Kaffee / Schoko-Museum und wir wollten mal schnuppern. Allerdings haben wir dann nur im Shop gestöbert, denn der Eintritt war uns doch zu teuer für ein bißchen Schoki. Hierzu gibt’s auch einen Extraeintrag 😉 Und es gab auf einem großen Platz vor der Touristeninformation einen riesigen Bullen, der ganuso aussah wie die Viecher auf der Farm – da kam das Kind in mir hoch und ich musste klettern 😉

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Man nennt mich auch die Bullenreiterin 😉

Dann ging es weiter Richtung Atherton – 5km vorher jedoch sind wir links abgebogen, um uns verschiedene Kraterseen, Staudämme und einen uralten Feigenbaum anzuschauen. Das war vielleicht eine Herumkutscherei: enge Straßen, die meine nicht voll trainierte räumliche Vorstellungskraft ordentlich auf die Probe stellten, sowie Schlaglöcher und Huckel, die uns ganz schön durchgerüttelt haben … Wir waren froh, als wir auf der geteerten Straße ankamen!

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Lake Tinaroo – irgendwie hatte ich mir alle Seen etwas verwunschener vorgestellt und gewünscht – nicht so touristisch ansprechend!

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Uns reicht’s – wir geh’n schaukeln!

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Lake Tinaroo-Staudamm – 6 Jahre dauerte es, ihn zu bauen, er fasst bei einer Größe von 545km² insgesamt 407.000 Megaliter Wasser und seine Wände sind 45,1m hoch. Bäm!

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Gespenstisch ragen diese abgestorbenen Bäume aus dem See – welcher es ist, weiß ich leider nicht genau.

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Die ruhige Oberfläche des Mobo Kraters, umschlossen von dichtem Regenwald.

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Ich warte bloß auf die Feen-Tänze. Ihr nicht auch?

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Rundherum nichts als Grünzeug, Steine und Wasser.

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Eine grüne Grotte … wunderschön!

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Auf einer Wanderung durch’s Grün fanden wir wieder eine Kletterpflanze – faszinierend!

Unser nächster Stopp war atemberaubend. Ich hatte die Hoffnung an dem Punkt der Reise bereits aufgegeben, noch irgendwas Interessantes, Ausgefallenes zu sehen, und auf einmal teilt sich das Dickicht und gibt den Blick frei auf:

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Cathedral Fig Tree.

Dieser Waldriese ist unglaublich beeindruckend. Hier (auf halbem Weg nach unten) konntet ihr ja schon nachlesen, wie so ein Feigenbaum sein Leben startet: als kleines, fallengelassenes Samenkorn auf einem anderen Baum. Dann schickt er Wurzeln zur Erde und sein Gastgeberbaum stirbt entweder ab oder der neue Baum überlebt ihn. Hier eine kleine Wissen-to-go-Einheit zum Erzählen in der Mittagspause:

  • Der Umfang des Baumes beträgt 44m. Das bedeutet, wenn 24 Menschen um den Stamm eine Kette bilden, würden sie nicht in der Lage sein, diese zu schließen.
  • Wie alt der Waldriese ist, kann niemand genau sagen, aber Schätzungen zufolge ist er seit ~500 Jahren Teil des Waldes!
  • Da die Krone des Baumes schwer zu sehen ist, kann man die Höhe ebenfalls nur schwer messen. Experten schätzen jedoch, dass er an die 48m misst. Das ist so hoch wie ein 5stöckiges Gebäude!
  • Aus der Luft kann man die weite Krone des Riesengewächses sehen; sie erstreckt über 2000m² – das ist die Fläche von zwei olympischen Schwimmbecken!
  • Die Blätter des Feigenbaumes wiegen an die 1000kg – das ist so viel wie ein kleines Auto!

Tjaha, jetzt wisst ihr Bescheid über Feigenbäume. Wer weiß, wann es nützt.

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Kinder! – hätte ich fast gesagt …

Ich bin ja ein bißchen verliebt in meine Wurzelbilder – ich finde das unglaublich, dass so eine Kuriosität im Wald steht und jahrelang unentdeckt vor sich hinwächst. Und dann sagt sich irgendein Mensch: ‚Hey, heute wandere ich mal durch den Wald‘ und spaziert munter und ahnungslos drauflos und stolpert über so einen Baum! Stellt euch das doch mal vor … Krass.

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Nach dieser Einzigartigkeit hatten wir alle Hunger, und so haben wir an einem See inklusive Restaurant Halt gemacht, aber besagtes Etablissement hatte bereits geschlossen, sodass wir mit knurrenden Mägen weitergefahren sind nach Malanda, wo wir uns Fish and Chips gegönnt haben – und das größte Holzgebäude in der südlichen Hemisphäre bestaunt haben 🙂

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Komplett aus Holz – dieses Hotel wurde 1911 gebaut und hat Platz für 300 Seelen

Interessante und kreative Mosaiken hatten die öffentlichen Toiletten zu bieten:

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Für Kühe …

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… und Stiere!

Und der Tag neigte sich dem Ende zu – wir fuhren an einem wunderschönen Sonnenuntergang vorbei zu den Millaa Millaa Falls, die auf der Liste zu stehen hatten: schade, dass die nicht als erstes auf meiner ausgearbeiteten Liste stand, sodass wir darin hätten schwimmen können. Die sahen echt klasse aus! 🙂

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Die Milaa Millaa Falls – ich finde, es sieht wie ein ideales Schwimmbecken samt Massagedusche aus!

Anna übernahm das Fahren auf dem nach Hause- Weg im Dunkeln und wir hatten einen schönen Abschluss, entspannt mit Musik und kurzem Halt zum Sterngucken. 🙂 So gegen 20.30h waren wir dann daheim – müde, erschöpft, aber um ein paar tolle Erinnerungen reicher.

Back on the Road – Cairns Lagoon

Strand mit allem Drum und Dran gehört genauso zum Australian Lifestyle wie BBQs und „Yeah, mate!“ Wenn also das Meer voller giftiger Quallen oder kein ordentlicher Strand vorhanden ist, wird einfach kurzerhand ein Pool gebaut, der von allen, Einheimischen genauso wie Touristen, genutzt wird, sobald es über 15°C warm ist.
So einen Pool gab es auch in Cairns, genannt „Lagoon“, und dort habe ich einen Großteil meiner Nachmittage verbracht, mal alleine und nur mit meinem Buch als Gesellschaft, mal mit meinen Mädels aus dem Hostel. Ganz besonders gut hab ich mich mit Alice verstanden, die Französin, die als letzte Tauschpartnerin in unser Zimmer gezogen ist. An meinem vorletzten Nachmittag haben wir uns gemeinsam auf den Sand gefläzt und die Sonne genossen. Während ich meine kaum noch vorhandene Bräune erfolgreich aufgefrischt habe, ist Alice kein Stück brauner geworden. Unglaublich. Schön war es trotzdem 🙂

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Sand, Pool, Meer – so müssen Ferien sein.

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Blaues Wasser, Sonne … hach! 🙂

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Sogar Palmen gibt’s für echtes Südseefeeling

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Strand!

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Fisch, Fisch, Fisch!