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Aventuras Nuevas – Alles neu! – Teil 2

Herzlich Willkommen zu Teil 2 von „Alles neu!“ Wir waren stehen geblieben an dem Punkt, an dem meine Pläne, als Lehrerin in Kolumbien zu bleiben, mit lautem Klirren zu einem beträchtlichen Scherbenhaufen zusammenfielen.

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Angie und ich bei einem die Seelenrisse kittenden Eis

Zum Glück gibt es Angie, meine beste Freundin in Kolumbien. Inmitten unserer jeweiligen chaotischen Leben haben wir uns getroffen und bei einem Picknick alles erörtert, auseinandergepflückt, zusammengesetzt und erneut durchgekaut, bis wir uns beide etwas leichter fühlten mit allem, was sich auf uns stürzt und uns unter sich begräbt. Es tat so gut, sich mit ihr alles von der Seele zu reden, alles 3x zu sagen, weil es so ätzend ist, und sich verstanden zu fühlen. Während dieses Gesprächs sprachen wir u.a. darüber, was denn im Falle einer Absage meine Optionen wären, und ich scherzte: „I’ll just go back to Australia.“ Und es war ein Scherz, ich schwöre. Doch wie es so ist, in jedem Scherz steckt auch ein Körnchen Wahrheit und ich konnte diese Idee nicht davon abhalten, sich in meinem Kopf und Herzen einzunisten.

Für alle, die 2013 noch nicht mitgelesen haben: ich habe damals als Backpackerin von Februar – Juli auf einer Rinderfarm im Outback gelebt und gearbeitet. Viele meiner damaligen Beiträge findet ihr ab Februar 2013 im Archiv bzw. unter der Kategorie „Farm Charm“.

Ich habe also Kontakt mit meiner Gastfamilie von damals aufgenommen und gefragt, ob sie mich eventuell wieder aufnehmen würden. Keine 12 Stunden später hatte ich eine Antwort und mir fiel der Mount Everest vom Herzen. Ich sei immer willkommen und müsse ihnen nur meine Reisedaten mitteilen. Gesagt, getan – ich buchte einen Flug, kümmerte mich um die jeweils nötigen Visa, schickte die Infos nach Australien … und machte mich Millionen Mal ans Aussortieren/Koffer-Probepacken. Geplant war, mit einem Touristenvisum 3 Monate in Australien zu bleiben und dann für einen Monat nach Kolumbien zurückzukehren, um mit Angel seinen Geburtstag zu feiern, bevor es am nächsten Tag zurück nach Deutschland gehen würde. Ich hatte mich gegen eine sofortige Reise nach Hause entschieden, weil ich so meine Auslandskrankenversicherung verlieren und dies eine sehr lange zeitliche Trennung von Angel bedeuten würde. Durch die Reise nach Australien bliebe die Versicherung bestehen und er und ich würden uns vor der unausweichlichen Trennung im Juli nochmal sehen.

Den Januar sollte ich ja sowieso bei meiner Gastfamilie in Kolumbien bleiben und ich habe ihnen dann noch den Februar gegeben, damit sie sich nach jemand neuem umschauen können. Ich fand es unfair, von heute auf morgen zu verschwinden (obwohl ich das gekonnt hätte), aber auf keinen Fall wollte ich bei ihnen bleiben. Das war eine gute Entscheidung. Mit dem Wissen, dass ich bald gehen würde, ließen sich der restliche Januar und der Februar gut überstehen, aber die Atmosphäre war keine schöne und verschlechterte sich zusehends. Zu vielen Dingen nickte ich einfach nur noch, weil ich keine Lust mehr hatte, mich darüber aufzuregen, aber ich fühlte mich zunehmend eingeengt und eingeschränkt, ungerecht behandelt und unwohl. Am Ende ging es dann tatsächlich im Streit auseinander, womit ich ja schon im letzten Jahr gerechnet hatte. Ich habe aber irgendwann genug davon gehabt, alles hinzunehmen, zu nicken und „ja und Amen“ zu sagen. Nicht nur das Aupair muss sich in gewissem Grade anpassen, sondern auch eine Familie muss sich auf die Bedürfnisse und Wünsche des Aupairs einstellen, und irgendwann habe ich meine Hacken in den Boden gestemmt und mich gegen die Zügel der Familie gewehrt. Kam nicht so gut an.

Am Samstag, 04. März, zog ich aus, ohne richtiges Abschiedsgeschenk von der Familie und tatsächlich auch ohne Abschied von Seiten meines Gastvaters, der mich gegen Ende komplett ignorierte. Ich konnte nur den Kopf schütteln, denn obwohl die letzten Tage alles andere als schön waren, hatte ich Abschiedsgeschenke für die Familie vorbereitet.

Ich zog bis Montagabend zu Angie. Koffer, Boxen und Taschen ließ ich bei Angel, zu dem ich Montagabend ziehen sollte. Mit meiner Reisetasche machte ich mich nach einem kurzen Treffen mit Angel mit dem Bus auf den Weg nach Villa del Rosario, wo Angie mich vom Bus abholte. Die Familie hatte mir untersagt, Angie dort zu besuchen, aus „Sicherheitsgründen“. Dass sie mir damit die Chance nahmen, meine beste Freundin zu sehen und ihre Familie kennenzulernen, berührte sie nicht. Umso mehr genoss ich es, dass mich Angies Familie so selbstverständlich aufnahm, als gehörte ich schon ewig dazu. In diesen 2,5 Tagen habe ich mich wohler gefühlt in einem zu Hause als die letzten 8 Monate zuvor. Mir wurde klargemacht, dies sei jetzt auch mein zu Hause, ich solle mich wohlfühlen. Wir aßen zusammen, unterhielten uns, scherzten, lachten, tauschten uns aus, halfen einander. Ich fühlte mich so geborgen und angenommen und die Zeit mit Angie zu verbringen, war so wunderbar. Ich kochte für ihre Familie Kartoffelpuffer, um mich zu bedanken für alles, und als ich mich am Montagnachmittag verabschiedete, wurde ich so herzlich gedrückt und die Einladung, im Juni wieder bei ihnen zu wohnen („Eres bienvenida siempre, esta es tu casa“), klang schon fast wie eine Feststellung, als sei es klar, dass ich dann wieder bei ihnen wohnen würde. Ich lief über vor Dankbarkeit und Zuneigung.

Ich erledigte noch einige Dinge, bevor ich zu Angel fuhr und verbrachte die letzten Tage dort recht unabhängig. Dienstag hatte ich zum letzten Mal Physiotherapie, ging zum Friseur, erledigte noch ein paar Einkäufe, schrieb ein paar Nachrichten und kochte abends wieder Puffer, diesmal für seine Familie. Am Mittwoch lud er mich zu einem vegetarischen Mittagessen ein (überlaufendes Herz und strahlendes Gesicht meinerseits) und danach fuhren wir zu Freunden seiner Familie, wo extra für mich noch eine kolumbianische Spezialität gebacken wurde. Ich hab leider vergessen, wie sie heißt, aber sie erinnert mich an eine Mischung aus Fladenbrot und Pfannkuchen, und ist an sich schon ziemlich süß, aber die Kolumbianer  essen sie mit leche condensada (Kondesmilch) – und zwar richtig, richtig viel. Ich habe einfach weniger davon über die Fladen gegossen und es war sooo lecker! Das war ein schönes Abschiedgeschenk.

Von allen meinen Freunden hatte ich mich in meiner letzten Woche bei der Familie verabschiedet. Jeden Abend war ich froh, die Haustür hinter mir zuzuziehen und mich auf Menschen freuen zu können, die gerne Zeit mit mir verbringen, an mir interessiert sind und die meine Ansichten teilen. Schon lange vorher traf ich Francisco, mit dem ich Eis gegessen habe, bevor er selbst zurück nach Venezuela gereist ist, wo er lebt. Ich lief in Horacio hinein und freute mich total über dieses spontane Treffen. Marcela und Carol, die selbst je 2 Aupair-Jahre in den USA hinter sich hatten, luden mich zu einer Pizza ein, nach der ich endlich mal richtig satt war, und wir sprachen über das Aupairleben, Gastfamilien, ihre jetzige Arbeit, Sprachen lernen, was wir zusammen erlebt haben und was die Zukunft für uns wohl bringen würde. Ich traf Rafael, mit dem ich redete und redete, ich traf Alejandra, die mir ein wundervolles Abschiedsgeschenk machte und mit der ich das ganze Treffen lang auf Spanisch sprach – und es fiel mir nicht mal schwer! Ich traf Jaime, dem ich über die Maßen dankbar einen Berg ausgeliehene Bücher zurückgab und ich traf Jodi, mit der ich ebenfalls Eis aß und zum letzten Mal tiefgründige Gespräche führte.

Alle meine Freunde und Bekannten vom Spielplatz hatte ich in den vorangegangenen Tagen davon unterrichtet, dass ich bald gehen würde und sie kamen nach und nach, um mich zu umarmen, sich zu verabschieden, Nummern auszutauschen und noch ein letztes Foto mit mir zu machen. Meine beste Spielplatz-Freundin Juliana und ihre Mama Ximena machten mir ein Geschenk, und das war so wunderschön, weil es unerwartet war: eine Zeichnung samt Brief von Juliana und ein Gutschein für eine Mani-Pedi, zum Entspannen! Das hat mich über alles gefreut, weil es in krassem Gegensatz zu den nicht vorhandenen Geschenken meiner Gastfamilie stand. Zu sehen, dass sich Menschen auf dem Spielplatz so sehr um mich kümmern und sich solche Gedanken und Mühen machen, hat bewirkt, dass mir warm um’s Herz wurde. Und an meinem letzten Tag auf dem Spielplatz kam sogar mein Pflegehund nach Wochen der Abwesenheit mal wieder vorbei und brachte uns nach Hause. Ich habe mich so unendlich gefreut, Caramelo noch ein letztes Mal zu sehen und in den Arm nehmen zu können. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen, genau so wie Maria Elizabeth, mit der ich mich am Montag vor der Manip-Pedi-Behandlung nochmals traf und Geschenke, Neuigkeiten und eine feste Umarmung austauschte. Meine Freunde werden mir sehr fehlen, das ist sicher.

Mittwochabend finalisierte ich mein Packen, zog mich um und verabschiedete mich von Angels Eltern. Wir luden das Gepäck ins Auto, stiegen ein und fuhren zum Flughafen. Es wurde nochmal stressig, weil die Unterkunft, die ich mir in Bogotá organisiert hatte, in letzter Minute geplatzt ist und wir meine neue SIM-Karte nicht aufladen konnten … Das Aufladen hat Angel dann erledigt, während ich schon über den Wolken dahinsegelte (von Cúcuta nach Bogotá) und eine Ersatzunterkunft hatte er mir auch noch organisiert. Die ist dann leider auch nicht zustande gekommen, sodass ich sehr provisorisch am Flughafen in Bogotá gecampt habe, bevor ich 8.10h am nächsten Morgen kolumbianischen Boden hinter bzw. unter mir ließ. Davon, von meiner laaaaaangen Reise, von allem was davor (seit dem letzten Post) und vor allem auch davon, was seit meiner Reise passiert ist, erzähle ich euch im nächsten Post … Was jetzt wichtig zu wissen ist, ist: ich bin heile angekommen und habe euch nicht vergessen.

Ein Gruß aus dem australischen Outback …
… y un abrazo fuerte! 

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Kolumbien, du wirst mir fehlen!

Aventuras Nuevas – Why I Sometimes Hate It Here – Stuff I Need To Get Off My Chest

First of all I need to tell you how grateful I am for the ’save and edit later‘ function on here because if I had posted right away what poured out of my poor heart and soul yesterday night – or actually last morning at 1am – this post would have been quite disturbing for some of you.

After an average day of a few good and a few bad moments it all came tumbling down around midnight. Right after waking up in the morning I had to deal with a text from home which unfolded into an argument and in the course of the day into something huge and time consuming. This had me start my day off with a heart beating an uncomfortable rhythm of anger and frustration.

Later in the morning a woman came around to visit (she was someone who knew someone who knew someone of my hostmum’s family) and while she greeted me with the obligatory kiss on the cheek and „Hola, cómo está?“, in the course of the conversation with my hostmum she kept talking about me right in front of me. I was there to listen to her talk about me. The fact that she did it and the way she did it made me feel inferior and invisible.

In the park when Anja and I wanted to enjoy our drumming session on the blue plastic chairs the owner of the kiosk there had the nerve to approach us and take Anja down from the chair without my permisson and tell me in Spanish why he thought it was a bad idea to put her there. I was RIGHT THERE in front of her and he thought she wasn’t safe and I was doing the wrong thing. I felt so indignant and thrown off my guard – but at the same time I felt speechless.

I had noticed that I felt more tense with the girl for a couple of days and couldn’t tolerate as well as before some things she did. I felt really stressed for reasons I couldn’t put my finger on, which stressed me even more. I tried to push it away and shrug it off. Until last night when I suppose my guard was down and I was tired and I had felt emotional all day. Everything had been building up inside of me and suddenly all these intense feelings that I hadn’t allowed myself to feel before washed over me and I couldn’t breath and there was no other thing I could do than burst into tears. I couldn’t hold in any longer and I burst into tears because… sometimes I hate it here.

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That process of bursting into tears started with Angel suggesting that we start speaking more Spanish when we text so I could practice. He said I was in a comfort zone with the mum speaking German and him speaking English. I never speak Spanish in front of him, just about „class things“, and even that I dislike. I couldn’t figure out exactly why but at his suggestion last night, everything in me screamed „No, please, not you, too!“
There are a couple of other people that I text with who can speak only Spanish. Everytime I receive a text from them I feel like I’ve just been given a huge task. I need to look up every second word to understand what they say, and then I have to think about what I want to reply, and then think about how I can say that in Spanish in a non-complicated way and then I need to look up verb forms and words and hope I get the meaning right and put everything in the right order when I compose my sentence. It’s work, it’s bloody hard work, and I still can’t say exactly what I want and feel. Also I still make mistakes after putting so much effort into my answer. It’s so frustrating and it feels like I’m on a test, not like I’m chatting with a friend. It makes me feel really awful and lonely.

However, with Angel I’m really comfortable and he’s become a close friend, considering what I told him about me in the amount of time we’ve known each other. I trust him like I trust my friends at home and we joke easily, like friends who have known each other for a long time do. He has more of an idea of my personality than anyone else here seeing that I can be more of myself with him than with any other person. Because he’s a friend, not an employer or outstander or shop assistant or whatever. Sometimes he’s my teacher (and I’m his) but most of all we’re friends.

So when he suggested speaking more Spanish, I felt my friend turn into a teacher in our „spare time“, too, and I don’t want any more pressure on me, having to speak Spanish. By starting to watch my language, too, like everyone else constantly does, he will take away something from me that I need more than learning a bit of Spanish grammar or words. It’s hard enough not being me during the day when I have to deal with people who don’t understand me (language and personality wise) and when I can’t express my feelings in a proper fashion, so when I talk to a friend I want to do it without having to think about every word in every sentence. Also there is a difference in conveying feelings – in Spanish I write bare sentences without (my real) feelings most of the time. In English I know how to express annoyance or anger, joy or interest, zest or excitement. I know how to be caring and helpful, cheesy and sneaky and funny and witty. I Spanish I don’t and therefor I am not any of these things.

So his offer (even though coming from a good place) pushed me over the edge of the emotional cliff I’d been balancing on all day. Because I am definitely not in a comfort zone. The mum is an employer, even though we get on really well. It’s still different to chatting with a friend though. The people I speak to daily are not friends. They don’t get me and collectively, they make me feel horrible and stupid and hate the language and the idea of coming here and they make me miss my friends so badly and also they make me want to go home. So after pouring my heart out to poor Angel (bless him, he dealt with me really well) and saying goodnight I kept crying it all out and then I felt like writing it all out, too. So, at 1am, I sat in front of my computer, the light of which was blinding my swollen panda eyes (yes, I forgot to take off my make up … and yes, you are allowed to laugh at this image of me squinting my eyes like a granny panda), sniffing occasionally and putting on paper (well, screen really) everything that I couldn’t and didn’t want to hold inside.

So, if you are interested in how I felt at the dead of night yesterday, you are most welcome to read on (the italic part at the end of the post). Bear in mind that these are unreflected thoughts of the tired, emotional, annoyed and lonely part of my being. Today I have still been very emotional and a bit quite embarrassed by my outburst with Angel, but I had time to reflect on what I’m feeling and why I’m feeling it and everything you’ve read up to here is the result of my thinking. So if you’d rather not read on and spoil the impression it’s fine as well.

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Thank you for bearing with me on this (emotional) rollercoaster that is my life at the moment. I’m still adjusting to everything here and it’s tough – though according to Angel I’m too Colombian already a veces. Well, I don’t know about that …

Un abrazo grande! xx

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I sometimes hate being here because I don’t have any friends. I cannot be myself because I’m lacking the language. I feel like there are people looking down on me and think that I am stupid just because I can’t understand them or voice my opinion. They think I don’t have an opinion when all I’m actually missing are the words to voice it. I hate it that I can’t buy myself clothes that fit. I hate being dependent on other people to tell me things or drive me somewhere or to deal with stuff I’d be able to deal with on my own at home. People think I’m inferior because I look different and can’t speak their language, so they think it’s okay to speak about me while I’m right in front of them. They think it’s okay to point their fingers at me or stare at me like I’m an object in a museum. They think it’s okay to want to take pictures of me with their kids because I’m obviously a rarity. And they think it’s okay to take pictures of me without my consent because I can’t object in their language. They think it’s okay to call me names and they also think it’s okay to stare at me like I’m a piece of something on a market table they can choose and take home. And you know what? They also think I am not responsible and taking care properly. They think because I’m doing it differently from the way they do it I’m not responsible and caring and loving and basically not doing it right. And it hurts. What these people keep forgetting is that I am a person with feelings and perception like anyone else. I may not completely get every single word they say but I get what they say about me when they think I don’t. I hear them talking about me and I see them looking my way and whispering to their friends and pointing their fingers at me. I feel their disapproving stares behind my back when they think I can’t see and I hate it when they come over to me and tell me what to do in a voice like I’m stupid and not capable of doing anything. I hate it when they snigger with their friends and colleagues behind my back and exchange glances like I can’t see that. These people make me hate being here and hate the language and regret the idea of coming here and want to go home. And I’m not in a comfort zone. At all. It may look like I am but I am not. I don’t have friends here and I’m missing them. I miss talking about big and small things that move our worlds and that we can share, and meeting to go for a walk and being able to stay home because I want to, not because I don’t have anywhere else to go. I miss being able to just trust someone. I hate the time difference because when I get up my friends’ days are halfway done and it feels like I can’t share anything with them … or anyone. I hate it because I feel lonely and misunderstood.

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Die Berge zwischen mir und Kolumbien

 

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Liebe Lebensmaler,

es steht jetzt fest: ich fliege nach Kolumbien zu Renata, Renzo und Anja (momentan 5 Monate alt)! Mit Renata habe ich mich auf „Anfang Juli“ geeinigt und ich suche jetzt fieberhaft nach einem Flug, der weder 31 Stunden dauert noch 1.500€ kostet – Wahnsinn, was einem da so angeboten zugemutet wird!

Ich habe aber echt Glück mit meiner Familie – sie übernehmen die Hälfte der Flugkosten, eventuelle Umbuchungskosten, die Visa-Gebühren, zahlen meinen Sprachkurs, helfen mir mit der Versicherung … es ist echt eine Erleichterung, zu wissen, dass sie sich so freuen auf mich. Renata ist immer so herzlich in ihren Mails und versichert mir jedes Mal, dass sie alles dafür tun werden, damit ich mich bei ihnen wohlfühle.

Wenn ich euch solche Dinge berichte, dann ist es ganz leicht für mich, zu lächeln und michdocs mit warmem Gefühl im Bauch auf meinen Aufenthalt dort zu freuen. Bisweilen wird das warme Gefühl aber doch verdrängt durch den Schatten des Berges, der sich vor mir auftürmt: Fragen und ganz viel Organisationskram bilden die Gesteinsbrocken, die ganz schön schwer abzutragen sind. Alles hängt zusammen: ich muss meine Wohnung zwischenvermieten, kann das aber nicht tun, wenn ich nicht weiß, wie lange ich weg bin. Wie lange ich bleibe, kann ich aber erst sagen, wenn ich herausgefunden habe, wie das mit dem Visum läuft. „Das mit dem Visum“ ist aber megakompliziert und auf 3 Websiten finden sich 4 unterschiedliche Antworten. Also habe ich der kolumbianischen Botschaft in Berlin geschrieben und muss ich auf die Antwort warten. Das Warten bedeutet aber, dass ich den Flug noch nicht buchen kann, weil es günstiger wird, wenn ich Hin- und Rückflug im Paket buche und nicht einzeln – was aber wiederum nur möglich ist, wenn ich weiß, wie lange ich bleibe. Außerdem würde ich nach Kolumbien tatsächlich gerne noch nach Chile … aber auch das kann ich erst entscheiden, wenn sich herausstellt, wie lange ich mit dem Visum in Kolumbien bleiben kann. Ist es also sinnvoll, den Rückflug nach Deutschland zu buchen oder doch nach Chile? Hm.

Während ich also auf die Antwort der Botschaft warte, könnte ich mich ja mal um meine Auslands-Krankenversicherung kümmern. Die kann ich aber auch nur abschließen, wenn ich weiß, wann ich fliege und wie lange ich weg bin – die meisten lassen sich für maximal ein Jahr abschließen und was, wenn ich länger weg bin? Oder kürzer? Und ich müsste außerdem auch meine deutsche Krankenversicherung kündigen – mit 2 Monaten Frist. Also ziemlich bald, wenn ich Anfang Juli losreisen möchte – aber das genaue Datum steht ja noch nicht fest. Tja … wo wir gerade bei Versicherungen sind: ich muss dringend zu verschiedensten Ärzten. Frauenarzt, Zahnarzt, Hautarzt, Rheumatologe, Chiropraktor – das kann ich mir in Kolumbien sparen, weil ich das auf spanisch schon gar nicht hinkriege und ob die Ärzte dort gut englisch sprechen? Wer weiß? Also in die Warteschleifen einreihen und um Termine bitten. Meine Impfungen muss ich auch auf Reihe bringen, wobei das eins der kleinsten Probleme ist: ich bin soweit ganz gut dabei, nur Gelbfieber, Cholera und evtl. Tollwut und Influenza müssten durchgeführt werden. Wenigstens hier muss mir der Angstschweiß nicht ausbrechen.

Stichwort Schweiß: meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio muss ich auch kündigen – Verzeihung, pausieren! Bei einer Kündigung müsste ich direkt mit einem Anwalt dort camauflaufen, da das Fitnessstudioteam bei solchen Dingen erstaunlich „unflexibel“ ist für eine sportliche Truppe (freundlich ausgedrückt). Und für Schlammschlachten habe ich momentan weder Lust noch Zeit noch Energie übrig. Meinen Pass und sonstige Dokumente muss ich auch noch auf Gültigkeit überprüfen und evtl. neu beantragen, mir überlegen, welche Zusatzversicherungen sinnvoll sind und eine Gesellschaft finden, die mir nicht Unsummen abknüpft. Puh … Meine Kreditkarte wurde zum Glück einfach so verlängert von der Bank, ohne dass ich mich darum kümmern muss – da kann ich also glücklich einen Haken hinter setzen. Auch eine Kamera habe ich endlich neu! OOOH ❤ Davon habe ich euch noch nicht erzählt – bei ebay habe ich ein Schnäppchen gemacht und ich bin glücklich. Ich muss mich noch mit ihr vertraut machen und evtl. ein weiteres Objektiv erwerben, aber zumindest habe ich wieder eine. 🙂

Aber nicht nur mir will ich etwas Gutes tun, sondern auch meiner Gastfamilie. Ich habe schon fleißig recherchiert und mir überlegt, was ich mit meinem Schützling wohl alles anstellen kann, auf was ich achten muss und woran die Kleine Freude haben könnte. Natürlich habe ich im Hinterkopf auch eine (noch leere) Liste, was ich meinen Gasteltern schenken möchte. Schade ist, dass ich meinen Geburtstag dieses Jahr nicht hier feiern kann – der ist ja erst am 24. Juli und angepeilt als Ausreisedatum ist der 7. Juli. Hm. Schade, aber ich hoffe, dass ich noch mal mit allen Freunden zusammensitzen, klönen und Abschied feiern kann. Das muss auch bedacht und organisiert werden (wenn auch noch nicht mit höchster Priorität). Auch von meinen Jugendlichen in der Wohngruppe muss ich Abschied nehmen – das wird hart! Fast 2 Jahre war ich da und ich hab das Team und die Teens echt ins Herz geschlossen. Schön ist allerdings, dass eine meiner besten Freundinnen dieses Mal „mitkommt“ ans andere Ende der Welt!

Naja, mitkommen ist relativ. Wenn man schon von „mitkommen“ sprechen möchte, dann komme eigentlich eher ich mit, weil ihre Pläne schon vor meinen feststanden. Ihre Ausreise findet einen Monat später statt als meine und sie geht nach Bolivien, nicht nach Kolumbien – aber das ist ja fast nebeneinander! Als wir davon sprachen, dass wir „zusammen nach Südamerika“ gehen würden, zog ihre Mutter die Augenbraue hoch und erinnerte freundlich daran, dass die beiden Länder schon etwas weiter auseinanderlägen … Das ist uns egal, wir leben in aneinander grenzenden Zeitzonen und außerdem auf dem gleichen Kontinent – näher aneinander als wir es wären, wäre eine von uns hiergeblieben.

Tja … So ist das. Zwischen den ganzen Orga-Steinen in meinem Weg finde ich also auch immer kleine Goldstücke. Jetzt werde ich mich mit ein paar Gesteinsbrocken beschäftigen und sie hoffentlich aus dem Weg schaffen.

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.

Ich pflastere mir daraus meine Straße nach Kolumbien – naja, zumindest die Startbahn für meinen Flieger, wenn ich denn dann endlich einen Flug finde!  ✈ Ich halte euch auf dem Laufenden 🙂 Hasta pronto! 🙂

Aus dem Mund von … Bosse

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Manchmal trifft man jemanden, der einem anders erscheint als alle anderen, bei dem man sich anders fühlt als bei allen anderen und der einem das Gefühl gibt, alle anderen sind eh unwichtig. Alles passt – von der Größe und dem Klamottenstil über den Humor, das Lachen und die Stimme bis hin zu unerwartet gemeinsam geliebten Songs und geteilten Ansichten auf das Leben, und auch die kleinen Dinge, die einen bei anderen stören würden, sind plötzlich liebenswert und besonders. Ich sage man – und meine mich. Alles passte – außer der verfi Zeitpunkt, zu dem wir uns begegnet sind. Wir wollten, dass es funktioniert, da bin ich sicher. Beide wollten wir das. Lange, lange, lange haben wir das versucht und es gab so schöne Momente, an die ich immer noch denke und die mich traurig werden lassen, dass es doch nicht funktioniert hat. Irgendwas kam dazwischen, und zwar immer und so lange, bis bei uns beiden einfach das Gefühl abgeklungen ist, besonders bei mir – über ihn kann ich nur Vermutungen anstellen. Das Wörtchen „wir“ bestand nicht mehr aus wohligem, kribbeligem, erwartungsfrohem Gefühl, nicht mehr aus Grinsen und Herzklopfen und Freudestrahlen, nicht mehr aus sich-besonders-fühlen und auch nicht mehr aus Hoffnung und Zuneigung, sondern da war einfach nur noch das Gefühl, fortlaufend enttäuscht zu werden oder ständig vorgehalten zu bekommen, den anderen enttäuscht zu haben, da war nur noch Resignation und Unverständnis, Trauer und Wut und Zweifel. Rundherum im Kreis ging es bei uns und wir haben nichts gelöst bekommen. Unerträglich wurde das irgendwann, besonders für mich, weil ich meine (Gefühls-)Welt gern geordnet und gesichert habe. Mein Kopf hatte schon lange begriffen, dass es sinnvoller wäre, einen Schnitt zu machen, aber mein Herz … das hat’s nicht so mit sauberen Schnitten. Ich mochte ihn doch so gerne!

Der Song „Steine“ von Bosse führte mir vor Augen, dass sich manchmal der richtige Mensch in unser Leben schiebt, wundervoll und einzigartig und perfekt – es aber bei einem flüchtigen Aneinandervorbeischieben bleibt, weil der Zeitpunkt der falsche ist. „Was wär‘, wenn wir uns zwischen Steinen fänden?“ – Zwischen Steinen und Staub, Schutt und Asche, mitten in einer Situation, an einem Ort im Leben, in dem ein Verweilen nicht möglich ist, weil beide so viel damit zu tun haben, Ordnung in ihr jeweiliges Leben zu bringen. Jeder ist so mit sich selbst beschäftigt, dass kein Platz ist für den anderen mit seinem eigenen Scherbenhaufen von Leben, seinen Wünschen und Bedürfnissen. Und dabei wünscht man sich nichts mehr als jemanden, der dableibt und einen unterstützt bei dem ganzen Schrott, der passiert, der gemeinsam mit einem alles zusammenkehrt, sortiert und ordnet, schimpft und flucht und weint und danach einfach weitermacht mit dem Aufräumen.

Es klingt ein klitzekleines bißchen dramatisch, aber er und ich haben uns, glaube ich, zwischen Steinen gefunden – auf unseren jeweiligen Lebensbaustellen, die nicht zusammenlegbar sind. Also müssen wir uns wohl getrennt die Hände und Gesichter schmutzig machen, auch wenn das Herz schmerzt und die Augen brennen. Ich kann einfach nur hoffen, dass wir uns irgendwann nochmal begegnen und dann die Berge von Geröll und Steinen abgetragen sind, sodass wir neu starten können. Dieser Wunsch, dieser Gedanke, dieser Wunschgedanke trägt mich momentan durch die Tage. Ich bin immer noch am Verarbeiten und Verstehen und Damit-Klarkommen – das Schreiben hier auf dem Blog hilft mir sehr dabei, meine Gefühle in Worte zu fassen und ich bitte euch: seht es mir nach, wenn ich hier mein Herz ausschütte.

„Und dann sitz ich auf’m Bett und esse Steine, deine, meine, große, kleine, beiß‘ mir die Zähne aus, wenn ich sie zermalme, ich denk‘, nur so geht es vorbei. Und so sitz‘ ich auf’m Bett und esse Steine, alte, schwere, spitze, feine. Bis ich fertig damit bin, lasst mich alleine, ich denk‘, nur so geht es vorbei. Stein um Stein.“

Bitte lasst mich nicht allein mit meinen Steinen, sondern bleibt bei mir. Irgendwann habe ich alle weggeräumt und es wird bergauf gehen – Stein um Stein.

Müdigkeit und ein Geschenk

Hallo liebe Lebensmaler,

ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber irgendwie ist diese Woche an mir vorbeigeflossen. Ich konnte wieder zur Arbeit gehen, aber jetzt hat es alle Kollegen erwischt, die in meiner Gruppe arbeiten, sodass ich mit Kollegen aus anderen Gruppen zusammengearbeitet habe und es weiterhin schwierig blieb, die Struktur und auch die Kinder meiner Gruppe kennenzulernen und einzuschätzen. Zudem schlafe ich schlecht und bin dementsprechend groggy, wenn der Wecker morgens klingelt. Trotzdem macht mir die Arbeit Spaß, auch wenn es mir noch ein bißchen schwer fällt, auf Kindergartenniveau zu wechseln, da ich bis jetzt ja nur in der Krippe und in der Jugendarbeit gewesen bin. Aber die Kids sind super, haben mich toll aufgenommen und zaubern mir eigentlich jeden Tag ein Lächeln auf’s Gesicht, egal ob durch einen netten Kommentar, eine witzige Beschreibung oder eine „total logische“ Erklärung:

Ich leihe einem Jungen meinen Papageien-Ohrring zum Spielen. Meine Bitte an ihn: „Nicht weggeben und vorsichtig spielen“. 5 Minuten später kommt er zu mir, Haken in der einen, Anhänger in der anderen Hand – mit großen, besorgten Augen.

Junge: „Katharina? Guck mal, kannst du das heile machen?“
Ich: „Och, ich hatte dich doch gebeten, vorsichtig damit zu sein und ihn nicht kaputt zu machen.“
Junge: „Er ist ja auch nicht kaputt, du musst ihn nur wieder heile machen.“

Und mit solch wundervoller Kinderlogik, spannenden Geschichten und vielen Umarmungen vergehen meine Arbeitstage. Ich hab jetzt auch schon eine Idee für das Projekt und werde mich jetzt im Anschluss an diesen Post durch Fachbücher wälzen (müssen). Den heutigen Tag hab ich auch eher durch einen Schleier erlebt, da ich einen Nachtdienst hatte in der Kinder-und Jugendhilfeeinrichtung, in der ich ja nebenbei noch arbeite und wir am Nachmittag eine Inobhutnahme hatten – also einen neuen Jugendlichen aufgenommen haben. Alle waren dementsprechend aufgekratzt und ich hatte einen Monat Urlaub, sodass ich neben dem Kennenlernen des neuen Jugendlichen erstmal wieder auf den neuesten Stand gebracht werden musste – also Schlafenszeit erst kurz vor Mitternacht. Ich habe wieder schlecht geschlafen, sodass ich heute morgen einfach wie durch den Wolf gedreht gewirkt haben muss.

Die Jungs haben sich dann aber liebevoll gekümmert, für mich den Tisch mitgedeckt, mich in eine Decke gewickelt und sogar angeboten, mir Suppe zu kochen. Hach, ein bißchen umsorgt zu werden ist echt Balsam für die Seele. Und das Lachen mit ihnen auch. In solchen Momenten bin ich mir dann plötzlich wieder sicher, den richtigen Beruf gewählt zu haben. Es ist schon ein Geschenk, das immer wieder klar sehen zu können.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! ❤

Aus dem Mund von … Bastille

In meinem Alltag bleibt im Moment wenig Zeit für schöne Dinge. Leider. Darunter leide ich schon und es zieht mich extrem runter. Ich bin jemand, der viele schöne Dinge braucht, um über den „Normalnull“-Zufriedenheitszustand zu kommen – diese Dinge können so klein sein, wie sie wollen, aber sie müssen da sein – und momentan sind sie es leider eher selten und zu rar gestreut. Ich halte meine Augen offen, aber irgendwie … ich weiß auch nicht. Und so suche ich Zuflucht in vergangenen Reisen, großartigen Momenten und tollen Erlebnissen. Und mit jeder Erinnerung wächst mein Verlangen, neue Erinnerungen an einem unbekannten Ort der Welt zu machen und die Glücksgefühle aufzufrischen und den Tank zu füllen. Vielleicht bald? Aber erstmal schließe ich meine Augen und träume weiter.

bastille

Alltag

Hallo ihr Lieben,

ich bin krankgeschrieben. Finde ich natürlich nicht so toll, aber ich nutze die Zeit heute mal, um wieder etwas Leben in den Blog zu bringen. Ich möchte wirklich nicht, dass mein Blog einschläft oder sonstwie verkümmert. Im Moment weiß ich bloß einfach nicht so recht, über was ich bloggen soll. Meine Existenz ist zur Zeit eher grauer Alltag als buntes Leben und ich rolle mich abends oft todmüde und überfordert unter meiner Decke zusammen und bin plötzlich sehr dafür, den Winterschlaf auch für Menschen einzuführen.

Ich gebe euch mal einen Einblick in meinen Alltag und wenn ich am WE wieder zurück bin in meiner Wohnung, dann fotografiere ich mal drauflos und stelle euch meine 4 Wände vor.

Ich bin momentan in der letzten Praxisphase vor Abschluss meiner Ausbildung, das heißt, ich werde erneut auf Kinder losgelassen 😉 Ab dem 07. Januar bis zum 17. März arbeite ich im Kindergarten einer städtischen Einrichtung mit 25 quietschlebendigen, ergo lauten, aber nichtsdestotrotz tollen Kindern im Alter von 3-5, meiner Anleiterin und 2 Kolleginnen. Ich fange um 8h an und darf um 16.30h nach Hause gehen. Ich stehe also um 6.30h auf, verlasse um 7.30h das Haus und bin um 17h wieder zurück. Als Prüfungsleistung muss ich mit den Kindern ein Projekt entwickeln und 8 Einheiten planen, durchführen, reflektieren und evaluieren. Was genau das für ein Projekt wird, kann ich noch nicht sagen – ich war genau einen Tag in der Einrichtung, bis mir die Krankheit einen Strich durch die Rechnung machte.

Zusätzlich zu diesem unbezahlten Arbeitstag habe ich natürlich noch Ausarbeitungen für die Schule zu machen – eine Hausarbeit über die Physiker von Dürrenmatt (Aktualitätsbezug), eine Hausarbeit über den Ablauf des Asylverfahrens (samt Rechten, Pflichten und Möglichkeiten, zu arbeiten sowie in die Kita und Schule zu gehen), ein Essay über ein politisches Thema, das ich mir auch noch ausdenken darf sowie eine Gruppenarbeit zu einem Projekt zum Thema Natur und Umwelt inklusive Präsentation. Habe ich was vergessen? Bestimmt.

Und dann kommt ja noch der schnöde Alltag dazu – einkaufen, putzen, sich mit Nachbarn rumärgern, frieren … brr. Aber ich liebe meine Umgebung. 5 Minuten in die Stadt, 5 Minuten in die Natur. Neulich habe ich einen tollen Morgenspazierrundgang gemacht, und die Bilder möchte ich euch nicht vorenthalten. Der Himmel war so ungewöhnlich rot und plötzlich lag hier der erste Schnee des Jahres … wundervoll. Später war der Himmel wieder normal grau und ich war froh, die Magie des Morgens rechtzeitig eingefangen zu haben.