Sommersoundtrack

Es ist kein Geheimnis, wie sehr ich den Sommer liebe. Das ist für mich die allerschönste Jahreszeit, weil sie so unbeschwert und lebendig ist. Zum Sommer bzw. zum „Sommer fühlen, bevor er da ist“ gehört natürlich auch immer Musik – und ich habe bei youtube ein wundervolles Lied vom ebenfalls wundervollen Milow entdeckt. Ich habe es noch nicht im Radio gehört, aber es kommt dort sicher auch bald, denn es bringt alles mit, was der Sommer so ist und braucht: Leichtigkeit, Sehnsucht, Liebe, Wärme, Abenteuerlust, Herzklopfen … und Sonne.

Where did the summer go?
I found it in Monaco, dancing in Mexico, sushi in Tokyo.
I wanna be where you are and drive in a classic car.
Cuba is not so far, I can bring my guitar

Baby, are we there yet?
Meet me at the sunset, summer will be over soon.
I’ll see you when you get there but until we get there
we’ll be howling at the moon.

Where is the summertime?
Take me back to  …, skyscrapers in Dubai, palaces in Versailles.
So you won’t fly with me? Have dinner in Sicily?
Be who you wanna be, right where you wanna be.

Baby, are we there yet?
Meet me at the sunset, summer will be over soon.
I’ll see you when you get there but until we get there
we’ll be howling at the moon.

Die Live-Version ist auch sehr schön anzuhören:

 

Was haltet ihr davon?:) Was ist euer Sommerlied?
Und was versteht ihr an der Stelle, an der ich im Songtext leider … einsetzen musste?

Der lange Weg nach Kolumbien

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich euch jetzt schon auf eine kleine, virtuelle Reise durch meine Wohnung mitgenommen habe, wollte ich euch auch mal auf den neuesten Stand bringen, was meine echten Reisepläne angeht. Es hat sich einiges getan, seit ich das letzte Mal gepostet habe (zum Glück!).

Zum einen habe ich jetzt meinen Flug gebucht. Ich habe über mehrere Wochen immer mal wieder geschaut, aber wie bereits erwähnt, angesichts der Preise war ich nie versucht, auf den „buchen“-Button zu klicken. Nach wiederholtem JD806715 - KopieSuchen bin ich am 22. April endlich fündig geworden – per Zufall! Ich hab mich sehr gefreut, denn den Preis (1346€) fand ich für einen Hin- und Rückflug in der Hauptreisezeit und dann an Neujahr ziemlich günstig. Die Familie übernimmt noch die Hälfte, und ich kann bis Bogotá sogar mit meiner Wunsch-Airline fliegen, yay!  :) Am 07.07.2016 um 10.35h werde ich deutschen Grund und Boden in Hannover verlassen und gen Frankfurt fliegen, wo ich dann wieder selbigen Grund und Boden berühre. Kurze Trennung 😉 Dann geht’s aber recht fix weiter von Frankfurt nach Bogotá, der Hauptstadt von Kolumbien, dort komme ich um 19h an. Um 20.45 geht’s dann weiter ans eigentliche Ziel: Cúcuta im Departamento de Norte de Santander, an der Grenze zu Venezuela. Dort werde ich um 22h landen, und bis ich draußen bin, dauert es bestimmt ewig, vor allem, weil ich kein Spanisch kann. Die Familie wird mich abholen und ich hoffe, ich kann im Auto schlafen … Das wird also eine turbulente Reise werden!

Neben der Odyssee mit dem Flug habe ich auch endlich verstanden, wie das mit dem Visum ablaufen soll. Wir haben uns aus organisatorischen Gründen für ein Touristenvisum entschieden, das wird zunächst am Flughafen für 90 Tage ausgestellt, das kann dann kostenpflichtig um weitere 90 Tage verlängert werden. Dann muss ich ausreisen, um dann bei Einreise erneut ein 90-Tage-Visum ausgestellt zu bekommen, dass ich dann, wenn gewünscht, wieder für 90 Tage verlängern kann. Kompliziert ist einfach dagegen! Zum Glück übernimmt auch hier die Familie die Verlängerungskosten und die Ausreise ist kein Problem, da Marieke ja wie erwähnt in Bolivien sein wird und ich finde, dass ich sie nach 6 getrennten Monaten auch ruhig mal besuchen kann.❤

Was habe ich noch auf Reihe bekommen? Ich habe endlich begonnen, meine Wohnung zu bewerben. Mit einigen der Fotos, die ich für die „Meine 4 Wände“-Strecke nutze, habe ich bei wg-gesucht und bei studenten-wg, in verschiedenen Gruppen bei facebook und per ebay-Kleinanzeigen nach einem Zwischenmieter gesucht. Ich möchte auf gar keinen Fall kündigen, denn ich liebe die Wohnung und sie ist mein zu Hause geworden, wie ihr ja auch gesehen habt. Gleichzeitig ist es illusorisch, zu glauben, dass ich nach einem Jahr wieder in diese Wohnung einziehen kann, wenn ich sie jetzt aufgebe. Ich kann ich es mir leider nicht leisten, die Miete ein Jahr zu zahlen, ohne dort zu wohnen, also ist ein Zwischenmieter die naheliegendste Lösung.

antrag-bLeider war die Resonanz auf meine Anzeigen sehr gering, was mich etwas gewundert hat. Einige der wenigen Bewerber konnte ich leider auch direkt aussortieren. Und dann kam Y. Die Art, wie er am Telefon mit mir gesprochen hat, fand ich zwar befremdlich, habe ihn aber trotzdem zum Anschauen der Wohnung eingeladen, denn absagen geht ja dann immer noch. Als er da war, habe ich mich geschämt. Er ist Asylbewerber, seit 1.5 Jahren hier und spricht für diese kurze Zeit sehr gut deutsch. Er hatte seine Deutschlehrerin dabei und war mir sehr, sehr sympatisch. Jetzt habe ich bereits die Hürde genommen, von dem Besitzer des Hauses die Erlaubnis für die Zwischenvermietung an Y. zu bekommen und habe mit Hilfe meiner tollen Immobilienmaklerin dieses Formular für’s Jobcenter ausgefüllt, das Y. benötigt, damit das Jobcenter die Mietkosten übernimmt. Ich hoffe sehr, dass das klappt, sowohl für ihn als auch für mich.

Neben der Vermietung der Wohnung musste ich mich natürlich auch um meine Krankenversicherung in Deutschland und den Auslandsreisekrankenversicherungsschutz während der Reise kümmern. Beim Tippen dieses Wortes ist mir klar geworden, dass es ein solches Wort NUR in der deutschen Sprache geben kann. Es hat 39 Buchstaben, also 1.5x so viele wie das Alphabet! Verrückter Sch. Jedenfalls habe ich erfahren, dass ich meine Krankenversicherung in Deutschland zwei Monate vor dem gewünschten Ende des Versicherungsschutzes kündigen muss. Das Problem ist, dass ich im Juli ja noch 6 bzw. 7 Tage hier versichert sein muss, also kann ich nicht zum 30.06. kündigen. Mit der Versicherungsgesellschaft habe ich das jetzt so geregelt, dass ich zum 30.07. kündige und für den Juli einen sogenannten Anwartschaftsbeitrag zahle, also nur anteilig. In meinem Fall sind das ~50€ statt 83€. Für 6 Tage finde ich das immer noch recht hoch, aber anders ist es nicht möglich.

Die ursprüngliche Idee, mich in Kolumbien über diecsm_versicherung_-_puzzle-gr_4a4961bc1f Versicherung der Familie mitversichern zu lassen, ist aus Kostengründen geplatzt und jetzt werde ich mich vermutlich mit der envivas versichern. Da habe ich auch schon meine Versicherung für die Tanzania-Reise abgeschlossen und alles verlief easy und problemlos. Das ist aber ein Punkt, den ich erst noch abhaken muss auf meiner Liste. Die Vorarbeit konnte ich zum Glück schon leisten. Blöd ist bloß, dass ich vermutlich für länger als ein Jahr weg sein werde und diese Versicherung für maximal 365 Tage abgeschlossen und nicht verlängert werden kann. Da muss ich mir noch was überlegen. Habt ihr einen Tipp?

DSC_4814[1].jpgIch hatte ja im letzten Post erwähnt, dass ich meinen Pass und andere Dokumente auf Gültigkeit prüfen muss. Prompt war der Pass abgelaufen – Albträumlein! Verniedlichung deshalb, weil ich recht schnell meinen Pass neu beantragen konnte (60€ Kosten). Glück gehabt. Außerdem durfte ich meinen alten Pass sogar behalten, was mich wirklich freut, weil da so viele Erinnerungen dranhängen.
Für die Impfungen und die Impfberatung habe ich nächsten Mittwoch einen Termin, das wird mich um etwa 150€ ärmer machen, aber das meiste bekomme ich zurückgezahlt von der Krankenkasse. Hoffentlich. Dienstag habe ich einen Termin bei der Verbraucherschutzzentrale in Hannover, damit mich ein Anwalt beraten kann, wie ich am besten mit der Mitgliedschaft im Fitnessstudio umgehe und welche Chancen ich habe, aus dem Vertrag zu kommen. Darauf hab ich, ehrlich gesagt, nicht so viel Lust, also auf die Auseinandersetzung mit den Fitnessleuten, aber ich hoffe, der Anwalt kann mir gute Tipps geben. 10€ für 20 Minuten finde ich auch nicht zu viel verlangt.

Tjaaaa, so ist das. Ich glaube, jetzt seid ihr auch erstmal wieder auf dem neuesten Stand, was meine Organisation so angeht. Schulisch bin ich jetzt durch mit den Klausuren und habe noch bis Ende Mai Unterricht, dann bin ich durch, bis am 17. Juni die Zeugnisübergabe stattfinden wird. Oh, wie aufregend!
Was die Arbeit angeht, werde ich den Kids Mitte Mai sagen, dass ich nur noch bis Ende Juni komme; so haben sie genug Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Das wird traurig  :(  Aber meine Teamleitung sagte, wenn ich wiederkomme, dann werde ich mich ja sowieso bei ihnen bewerben. Haha, ich denke wirklich ernsthaft darüber nach und dann von ihr (und vom Rest des Teams) diese tolle Rückmeldung zu bekommen, tut wirklich gut.
Ich hab auch noch mal so richtig Glück gehabt, und die Verwaltung hat zugestimmt, dass ich mir meine Urlaubstage auszahlen lassen kann! Das hilft mir wirklich sehr, und bei 5 Nächten, die ich dort arbeite, brauche ich nicht wirklich noch Urlaub.

SO. Jetzt werde ich die Sonne genießen und weitere Vorbereitungen treffen.:) Habt ein schönes Wochenende!      

Aus dem Mund von … Macklemore ft. Ryan Lewis

makklemore

Can’t wait for the summer to begin. Glittering stars illuminating the dark blanket that’s been spread over the world at the end of the day. Nights, filled with warmth and laughter and carefreeness. Giddily spinning around, closed eyes, flying hair and a song in mind. Endless talk about everything, anything, nothing. Trust. Tears. Friendship. Love. Eternity. Captured in one swift, fleeting moment but felt and remembered forever.

Meine 4 Wände – Teil 2

Vielen Dank für die Likes zu meinem Flur:) Ich hab mich entschieden, heute in Teil 2 mein Schlafzimmer vorzustellen. Das erreicht man, wenn man durch die erste Tür rechts der Wohnungstür abbiegt.

Das Schlafzimmer ist quasi quadratisch und damit problematisch gewesen. Ich hatte mein Herz daran gehängt, ein Doppelbett zu haben. Das Problem hiermit war aber, dass ich ja auch meine Kleidung unterbringen musste. Ein Doppelbett UND ein großer Kleiderschrank hätten zwar reingepasst, aber das Zimmer hätte voll und ungemütlich gewirkt – nicht die Atmosphäre, die ich mir für ein Schlafzimmer wünsche. Außerdem hätte ich beim Aufstehen quasi direkt meinen Fuß in den Kleiderschrank gesetzt … näää, uncool. Also hab ich hin- und herüberlegt und mir ist schließlich die Idee gekommen, einen offenen Kleider“schrank“ zu gestalten. Das Zimmer wirkt dadurch größer, als es ist und morgens, wenn ich noch müde im Bett lungere, kann ich meine Kleidung begutachten und horizontalerweise entscheiden, was ich denn heute überwerfe. Das klappt prima (meistens, außer an den Morgenden, an denen ich mich 5x umziehe und dann zu spät zur Schule komme).

Die Leiter habe ich mir ertauscht, es ist eine alte Hochbettleiter und wiegt fast nix. Ich habe mir viel Hilfe im Baumarkt und von meinem Großcousin geholt, der Tischler ist. Ich habe die Leiter abgeschliffen und mit einer bestimmten Politur gestrichen, deren Namen ich jetzt nicht mehr weiß … Dann habe ich hinten rechts und links Holzblöcke angebracht und die in die Wand geschraubt, sodass die Leiter auf ihnen aufliegen kann. Vorne habe ich starke Haken angebracht, und Ketten besorgt, die jeweils bis zu 8kg halten – einfach im Baumarkt besorgt. In der Decke habe ich Dübel geschraubt, daran ein zweites Paar Haken angebracht und so hängt der wundervolle Leiterschrank fest. Ich hab leider den Platz unterschätzt, den ich für meine Kleidung brauche, aber zum Glück konnte ich ein bereits besorgtes Bücherregal zweckentfremden. Es beherbergt jetzt meine Hüte, Röcke, Shirts und Tops. Alles andere findet Platz in meiner ebenfalls offenen Kommode (s.u.).

Meine Fensterbank dient mir als Nachttisch, viel brauche ich meist nicht. Die Schlafmaske war ein Geburtstagsgeschenk von meiner Freundin Vera. Sie hat sie selbst genäht und mit Lavendel gefüllt. Die Blumenlichterkette habe ich schon Ewigkeiten (Flohmarkt-Find) und sie spendet wunderschön gedämpftes Licht. Ich lese ja außerdem sehr gerne und somit liegt immer irgendein Buch in meinem Bett und wärmt es quasi schon für mich an. „Frontalknutschen“ ist eine witzige Teenagerromanserie, geschrieben aus der Sicht von Georgia Nicolson, die ich schon früher unglaublich witzig fand. Leider sind mir meine Exemplare abhanden gekommen und als ich neulich in einem Secondhandshop darüber stolperte, griff ich zu.

Mein Bilderrahmen enthält ganz viele der Bilder, die ich in Australien an meinen Farmzimmerwänden hatte. Ich liebe die aufmunternden und nachdenklich machenden Zitate. Wenn ihr auf das Bild klickt, erscheinen sie als Beschreibung, damit ihr sie besser lesen könnt.

Außerdem gibt es da noch meine Schmuckansammlung, die Platz auf der Kommode findet, die alles verstaut, was im Regal keinen Platz mehr fand. Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin von ausgefallenen Schmuckstücken – angefangen hat es bei Armreifen und Ohrringen, weiter ging es mit Ketten und schließlich machte meine Leideschaft auch vor Ringen nicht Halt. Meine Sammlung muss ich natürlich auch standesgemäß präsentieren😉 Mein Regal für die Kettenanhänger habe ich euch hier schon vorgestellt, es ist mit mir umgezogen. Meine Ketten sollten ebenfalls schön zur Geltung kommen. Dazu habe ich in zwei schmale Holzleisten jeweils ca. 10-15 Nägel gehauen und diese Leisten dann über Eck an der Wand angebracht. Simpel, effektiv und schön! Die beiden Karten stammen von ganz wichtigen Personen: die obere habe ich von Vera bekommen, die Pippi Langstrumpf-Karte von meiner Patentante Astrid, die sich immer noch wundervoll um mich kümmert, obwohl ich schon lange über 18 bin. Ich bin im Herzen eben eine Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza Efraims Tochter Langstrumpf. Auch die Aussage auf dem Bild mit den Straßenkünstlern finde ich wundervoll: „The only limits in the real world are the limits of our imagination“. – „Die einzigen Grenzen in der realen Welt sind die Grenzen unserer Vorstellungskraft.“ 

Den Blumenkranz finde ich übrigens sehr toll und trage ihn des Öfteren (in der Öffentlichkeit). Im Kindergarten kam er sehr gut an und in Supermärkten werde ich dann und wann in ein Gespräch verwickelt. Sogar mein Opa findet ihn süß.
Die Nashornkette (direkt neben dem Kranz) habe ich von einer ehemaligen Kollegin geschenkt bekommen, die sie als Talisman in Vietnam bekommen hat. Ihr wurde dort gesagt, eines Tages würde sie sie weitergeben wollen, sie wüsste schon, wann der richtige Zeitpunkt gekommen wäre. Und sie fand wohl, ich wäre der richtige Zeitpukt bzw. der richtige Mensch. So ein wundervolles Geschenk und ich denke so oft an sie, obwohl wir leider den Kontakt verloren haben.
Die Schwalbenkette stammt aus einem 2nd-hand-Shop in Melbourne (AUS) und ich habe sie gekauft, weil sie mich an meine Oma erinnert, die Schwalben geliebt hat. Die Ballerinakette hat mein Opa meiner Oma mal geschenkt und dann hat er sie mir geschenkt. Ich trage sie selten, aus Angst, sie zu verlieren, aber ich liebe sie sehr.

Direkt auf der Kommode steht auch noch eine Menge. Die Hände, die ich als Armreifhalter nutze, sind eigentlich Buchstützen und waren ein Geschenk meiner ersten Gastfamilie in Australien. Da sich meine Bücher aber dicht an dicht drängen und daher selbst stützen, verwende ich die Hände, um meine Armreifen gekonnt in Szene zu setzen. Die sind aus allen Teilen der Welt zusammengekauft. Der mit den bunten Perlen stammt aus Tansania (Geschenk von Marieke), der freiliegenden silberne aus der Türkei von meiner Mama und den Schmetterlingsarmreif habe ich 2nd-hand gekauft.
Meine Gliederpuppe hat schwer zu tragen – beide Arme voller Klunker!😉 Mein Opa fragt immer, wie viele Hände/Finger ich eigentlich habe für meine ganzen Ringe. Hinter der Gliederpuppe bewahre ich in einer Schale für Kekse meine Gürtel auf – ihr merkt vielleicht, dass ich vieles entgegen des eigentlichen Zweckes benutze. Die Seifenstücke, die ihr auf dem dritten Bild seht, habe ich von Freunden meiner ersten australischen Gastfamilie zu Weihnachten geschenkt bekommen – 2012 war das und ich habe sie immer noch nicht benutzt, weil sie so hübsch aussehen und so himmlisch duften.

 

Und dann ist da noch mein Ohrringbaum. Den CD-Ständer habe ich in Bonn zum Ende eines Flohmarktes geschenkt bekommen, damit der Besitzer ihn loswurde. Mir hat er bis heute treue Dienste geleistet und trägt im wahrsten Sinne des Sprichwortes Früchte. Ich liebe meine Ohrringe, verliere aber bisweilen den Überblick. Irgendwann kriege ich dann einen Rappel, pflücke alle Ohrringe ab und behänge den Baum neu, in einer Ordnung, die mir zu dem Zeitpunkt sinnvoll erscheint. Platte runde Ohrringe, Tier-Ohrringe, Creol-Ohrringe, Ausgeh-Ohrringe … in 2 Monaten steig ich da wieder nicht durch und hänge erneut alles um.😉
An meiner Decke klebt eins der tollsten Weihnachtsgeschenke, das ich je bekommen habe. Eines Nachts kam Fabian mich besuchen, lag in meinem Bett, schaute an die Decke und sah ein paar einsame Leuchtsterne dort hängen – es waren nur ein paar, aber ich erzählte ihm von meiner Idee, einen Sternenhimmel daraus zu machen. Und prompt bekam ich zu Weihnachten von ihm eine Packung mit Leuchtesternen geschenkt – uneingepackt, aber das war umso schöner, da konnte ich mich gleich freuen. Und jetzt habe ich meinen eigenen Sternenhimmel, wenn ich im Bett liege.

 

Das letzte Bild, das ihr seht, zeigt meine „Wall of Wisdom“ – „Die Wand der Weisheiten“. Mit meiner Freundin Inge aus Holland philosophiere ich immer über das Leben, die Liebe und die Lasten, die beides manchmal mit sich bringt. Und in diesen Gesprächen geben wir auch ab und zu Weisheiten von uns, die ich an meiner Wand verewigt habe, damit ich sie nicht vergesse. Die Erinnerungen haben mir schon oft geholfen, mich nicht so beschissen zu fühlen, wie man es eben manchmal tut, wenn man Lebens- oder Liebeskummer hat, und praktischerweise sind diese Weisheiten mit eins der ersten Dinge, die ich morgens sehe. Gerne könnt ihr euch unsere Weisheiten ausborgen und aufschreiben und ich würde mich freuen, eure zu hören!

Sooo, das war mein Schlafzimmer en detail. Ich freue mich schon, euch den nächsten Raum meiner Wohnung zu zeigen:) Bis dahin!

Liebe mal anders

Hallo ihr Lieben,

wenn ich in Hildesheim spazieren gehe, dann achte ich immer ganz besonders auf coole Graffiti, Sprüche oder Aufkleber. Und bei diesen Beobachtungen ist mir ganz oft das Wort „Liebe“ aufgefallen, in vielen Variationen. Oft habe ich davon auch Fotos gemacht. Einige kennt ihr schon, andere sind neu – ich möchte heute diese Liebesbilder mit euch teilen. Das Briefkastenbild ist eins meiner liebsten – wer verschickt heute wohl noch Liebesbriefe? Welches Bild gefällt euch besonders?

 

 

Meine 4 Wände – Teil 1

Hallo liebe Lebensmaler!

Ich habe bereits im Januar angekündigt, euch meine 4 Wände vorstellen zu wollen, aber das Licht war einfach zu mies zum Fotografieren, sodass ich bis jetzt gewartet habe. Außerdem fühlt es sich jetzt erstens wirklich wirklich wie ein zu Hause an – wenn ich bei meinen Eltern bin, merke ich, dass ich nur auf Besuch bin und möchte wieder „nach Hause“ -, zweitens habe ich ja jetzt auch eine ordentliche Kamera, und drittens muss ich mich jetzt so langsam mal um einen Nach- bzw. Zwischenmieter kümmern! Ich liebe diese Wohnung und Hildesheim und will daher nicht komplett kündigen.

Ich hatte heute frei, habe gründlichen Wohnungsputz gemacht und dann meine neue Kamera ausprobiert:) Die Sonne kam heraus und tauchte meine Räume in goldenes Licht – hach😉 Die Fotos werden teilweise für die Wohnungsinserate genutzt, aber ich habe auch detailliertere Aufnahmen gemacht, um euch mein zu Hause zu zeigen. Ich stelle euch die Zimmer nacheinander vor, für einen Post wären es zu  viele Bilder. Beginnen wir mit dem Flur!

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Hereinspaziert:) Die Schmuckkette an der Tür habe ich von meiner Tante geschenkt bekommen.❤

Rechts an der Wand hängt eine bunte Ansammlung von in 2nd-hand-Läden zusammengesuchten Bilderrahmen. Ich nenne sie meine „Freundeswand“, weil sie zum Großteil meine liebsten Freunde zeigt bzw. Freunde und mich bei witzigen, spontanen, verrückten oder anderweitig prägnanten Situationen. Es sind aber nicht nur Fotos von Freunden zu sehen, sondern auch Bilder von wichtigen Personen in meinem Leben, z.B. von meinem Opa. Noch sind nicht alle Freunde dort erschienen, ehrlicherweise ist zu sagen, dass einige der wichtigsten fehlen – wir reden und reden und reden immer, machen aber nie Fotos.

 

Der Haken an der Badezimmertür trägt viel zu viele Jacken – 4 Stück an der Zahl – und hängt ganz schön durch😉 Das Bild neben der Tür habe ich schon seit 2013 – es war ein Geschenk von Marieke, die es mir für Australien gemalt hatte, aber dann hat sich das Schicken nicht mehr gelohnt. Ich habe es eine Weile in meinem Zimmer bei meinen Eltern gehabt, aber hier kommt es viel wunderbarer zur Geltung. Meine Schuh-Kommode ist natürlich 2nd-hand-geschenkt. Mal sehen, was ich alles darauf befindet:

Die zwei Kupfertöpfe sind meinem Opa abgeluchst und dienen als Schlüssel- und Portemonnaiehalter, damit ich auch alles wichtige mit einem Handgriff finde. Nicht auszudenken, dass ich mal ohne Schlüssel aus dem Haus gehe! Der Aschenbecher ist zweckentfremdet und verstaut zuverlässig meine Bons.
Die Kerze ist ein Geburtstagsgeschenk meiner Tante gewesen und ich habe mich diebisch gefreut! Ich liebe Kerzen, Lichterketten und sonstiges Lichtergedöns. Sie hat eine Zeitschaltuhr und im Winter habe ich sie immer auf 17h eingestellt, sodass ich heimeliges Licht im Flur hatte, wenn ich aus dem Wohnzimmer oder der Küche kam, ohne dass ich an etwas denken musste.
Die Tasche, die ihr im Hintergrund lehnen seht, ist ebenfalls ein Geschenk von Marieke. Sie war wie ich in Tanzania (oder vielmehr, ich war wie sie dort, weil sie zuerst gereist ist) und hat dort dieses Täschschen erstanden. Es wurde von einer Organisation hergestellt, die sich gegen die Beschneidung von Frauen stark macht. Die kleinen Perlen stellen das Logo der Organisation dar.
Das Schälchen mit Zettelchen ist meine „Glückskeksschale“ – meine Besucher dürfen sich immer bedienen und ziehen witzige, ironische oder Mutmachsprüche daraus, die sie mitnehmen dürfen.
Und zum Schluss die alte Lamellentür, die ich eigentlich aufhängen wollte. Dann gefiel es mir so aber auch gut – ich nutze sie als Postkartenhalter und es freut mich so sehr, dass sich seit meinem Einzug einige Karten angesammelt haben – ich liebe Post! Außerdem hängt an ihr eine kleine Tasche, die ich aus Tanzania mitgebracht habe, sie war ein Geschenk meiner Austauschpartnerin. Ich nutze sie meist als Handytasche.
Die Karte, die an der Wand hängt, habe ich von Vera bekommen, die auch solche in ihrer Wohnung hängen hat. Ich fand sie toll, habe das verlauten lassen und schwupps – hatte ich sie im Postkasten. Der Kalender ist ein fortlaufender Geburtstagskalender, den mir meine australische Farmfamilie vorletztes Jahr (?) zum Geburtstag geschenkt hat. Ich liebe ihn total, weil ich nicht nur alle Geburtstage eintragen, sondern auch schöne Bilder und Sprüche anschauen kann.

Und nun eine Drehung gen Ausgang:

Die „Welcome-Haken“ habe ich mit einer Freundin auf einem Flohmarkt erstanden und sie erbarmen sich meiner gefühlt Millionen Strickjacken. Manchmal frage ich mich wirklich, ob ich die alle brauche – aber dann gibt es Momente, in denen ich mit Sicherheit weiß: ja! Seht ihr den coolen Rentierschal auf dem zweiten Bild? Das war ein Superschnäppchen in einem meiner Stamm-2nd-hand-Läden. Und die Postkarte … die hab ich mir mal irgendwann selbst gekauft, weil die Aussage nun mal wahr ist: bunt ist einfach meine Lieblingsfarbe. Den Teppich habe ich vor Jahren mal von Vera geschenkt bekommen und ich liebe ihn. Das war glaube ich mit das erste Stück, was seinen Weg in die Wohnung gefunden hat.

Und was hängt innen an meiner Wohnungstür?

Das Schild oben rechts habe ich in Tanzania geschenkt bekommen: Karibu bedeutet auf Kisuaheli „Willkommen“. Unsere Partnerschüler haben uns damit am Flughafen begrüßt. Die beiden obersten Bilder links stammen aus Australien (avantcard), die untere lag mal als Werbung bei „idee“ aus – natürlich konnte ich solch ein Farbexplosion nicht einfach liegenlassen:) Und das längliche Schild auf der Tür zeigt Bauchrednerpuppen, die gerade „Wiederseeehen“ bauchrednern.

Ich hoffe, wir sehen uns auch wieder – beim nächsten Post! Habt ihr einen Wunsch: lieber Wohnzimmer oder Schlafzimmer?

Where The Wild Things Are

wildthings - Kopie

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Zufällig bin ich über „Wild Things“ von Alessia Cara bei youtube gestolpert. Ich mag die Gedanken, die Alessia uns zu Anfang und am Ende ihres Videos mit auf den Weg gibt. Es geht darum, dass unsere „wilde Seite“ nicht zwangsläufig dadurch zum Ausdruck gebracht werden muss, dass wir Drogen nehmen, Alkohol trinken und uns selbst beim Coolsein irgendwie verlieren. Es geht vielmehr darum, uns zu finden und zwar, indem wir unsere Leidenschaft, das, was uns berührt und belebt, finden und diese auch ausdrücken. Gleichgültig, ob „die anderen“ das cool finden oder nicht. Diese Wildheit bezieht sich auf das, was wir lieben und was uns antreibt, auf etwas, das aus unserem Inneren kommt und nicht darauf, was andere aus uns machen, machen wollen oder auf uns projizieren. „Unsere Wildheit“ ist etwas persönliches, das uns einzigartig und außergewöhnlich macht.

Ich mag diese Botschaft sehr, sehr gerne: „Sei, wie du bist, steh dazu, tu, was du liebst“ – ich finde, sie ist „gesund“, nicht wie andere Botschaften, die Popstars wie Rihanna (jungen) Frauen mit auf den Weg geben. Anstatt uns Komplexe einzureden und uns an den „Mainstream“ oder bestimmte Erwartungen anpassen zu wollen, stärkt uns diese Botschaft so, wie wir sind und ermutigt uns, das was wir sind, stärker auszudrücken.

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Was haltet ihr davon? Und was ist euer „wild thing“, eure Leidenschaft, die euch antreibt und ausmacht?