Geschichten von meinem Opa

Mein Opa und ich albern manchmal herum: wenn ich zum Kaffeetrinken durch die Tür komme, tue ich oft so, als sei ich eine Verkäuferin oder Vertreterin. Heute hat mein Opa herrlich mitgespielt.

Ich: “Guten Tag, guten Tag.”SDC10236 - Kopie
Opa: “Hallo.”
*wir schütteln uns ganz förmlich die Hände*
Ich: “Kann ich Ihnen einen Staubsauger verkaufen, mein Herr?”
Opa: “Ja, aber einen, der nix kostet!”

:)

DIY – Komplimente

Eine meiner besten Freundinnen hatte neulich Geburtstag und da ich ja bekanntlich ein Fan der persönlichen Note bin, habe ich mir den Kopf zerbrochen, was ich ihr schenken könnte. Wir haben schon so einiges zusammen er- und vor allem überlebt und uns in letzter Zeit öfter sehen können, da wir wieder in der Nähe von einander leben. Vor allem gebruncht und gefilmnachtet haben wir und dabei viel Spaß gehabt. Ich wollte ihr zu ihrem Geburtstag nochmal danken, dass sie eine so wundervolle Konstante in meinem Leben ist und habe mir darum überlegt, anlehnend an die Filmnächte einen kleinen “Film” zu drehen.

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Ihr braucht:

starke Pappe (schwarz oder hell), weißes Papier
Bleistift, Buntstifte, Fineliner / Kulis …
Lineal, Radiergummi, (Nagel-)Schere , Zirkel
leere Kaugummidose, ein ganz bißchen Pattafix

Tesafilm und Paketband
doppelseitiges Klebeband ODER Heißklebepistole

Und so geht’s:

Auf die dicke Pappe malt ihr mithilfe des Zirkels 2 große Kreise und ein kleines “Fensterchen” und schneidet alles aus. Die Kreise könnt ihr erstmal beiseite legen. Ihr schneidet das weiße Papier in ca. 6cm breite Streifen und klebt sie mit Tesafilm aneinander zu einem ganz langen Filmstreifen (Achtung, auf der Seite kleben, auf der ihr nicht malen wollt!). Dann malt ihr mithilfe des Bleistifts die Umrisse des Pappfensterchens auf den Filmstreifen. Die Fenster füllt ihr dann mit Komplimenten, Erinnerungen, witzigen Sprüchen und evtl. kleinen Bildern. Wie ihr in den Film startet (mit einer kleinen Einleitung oder sonstigen Einführungen), bleibt euch überlassen. Wenn ihr mit allem fertig seid, malt ihr die Umrandungen mit schwarzem Stift aus. Macht dies wirklich erst am Ende, da ihr sonst nachher Abdrücke auf der Haut habt und evtl. Farbe in die Fensterchen wischt – ärgerlich! Das Ende eures Filmchens befestigt ihr mit Tesafilm in der Mitte der leeren Kaugummidose (Pfeil). Ich habe noch einen Abspann mit “Credits go to …” und einer weiteren persönlichen Nachricht angefügt. Dann rollt ihr den Film auf und befestigt ihn mit Pattafix, sodass er sich nicht von alleine “abspielt”.

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Jetzt malt ihr die Kreise mit schwarzem Stift an (wenn ihr schwarze, stabile Pappe hattet, habt ihr Glück! :) ). Ich habe noch je einen Kreis aus weißem Papier aufgeklebt und mit Namen des Films (“International Bestseller 2015 – All about Elo”) versehen. Dann habe ich sie mit Paketband umklebt, sodass es keine rußigen Finger gibt, beim Anfassen und sie im allgemeinen nicht so schnell auslabbern. Ich hatte kein doppelseitiges Klebeband, sodass ich die beiden Kreise mit Heißkleber an Deckel und Boden angebracht habe. Letztendlich habe ich die Kaugummidose noch mit Popcorn-Mais befüllt, da wir an unseren Filmabenden immer selbst Popcorn gemacht haben. Ihr könnt natürlich Süßigkeiten oder etwas ganz anderes hineinfüllen, wie ihr mögt. Den Popcorn-Mais gibt’s bei Edeka, nur als Tipp – super für Filmabende daheim, kinderleicht und 100x günstiger.

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Diese Idee eignet sich für ganz viele Gelegenheiten und ihr könnt die Größe und den “Filminhalt” natürlich variieren. Ihr könnt Klopapierrollen, Küchenrollenrollen, Paketbandrollen verwenden … was immer euch in die Hände fällt. Ihr könnt mit 10×15-Fotos arbeiten oder kleinen Automatenfotos, Stickern, Emoticons … Vielleicht kann man ja sogar für prüfungsgeplagte Freunde ein kleines “Lernfilmchen” drehen mit allen wichtigen Formeln oder Merksätzen, und die Dose mit Studentenfutter füllen? Ich kann mir zum Beispiel auch gut vorstellen, so eine Filmrolle zum 18. Geburtstag zu verschenken mit einem finanziellen Beitrag in der Dose, oder zum Hochzeitstag, vielleicht auch zum Mutter- oder Vatertag mit “Gutschein”-Filmchen und Süßigkeiten gefüllt. Wer computertechnisch fit ist, kann auch digital alles aufschreiben und ausdrucken. Die Möglichkeiten sind endlos. Was haltet ihr davon?

Viel Spaß beim Nachbasteln! :)

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Gebt mir Parabeln! Ich mach das!

Ich hätte in meinem ganzen Leben nicht vermutet, dass es mal soweit kommt. Ich bin erstaunt, wenn nicht sogar total platt. Vielleicht sollte ich mich mal durchchecken lassen. Die Überschrift stimmt nämlich – ich meine nicht Vokabeln und hab mich auch sonst nicht vertippt, ich meine tatsächlich Parabeln, diese Mathedinger.

Wie konnte das passieren? Wieso verlange ich nach Parabeln? Ganz einfach: ich sitze über meinem Jahresurlaubsplan. Jahresurlaub?, denkt der eine oder andere von euch jetzt vielleicht. Wir haben fast Mai, und sie sitzt an ihrem Jahresurlaub? Ich weiß, ich weiß. Ich schiebe es schon seit Wochen Monaten vor mir her, weil es eine verdammt komplizierte Angelegenheit ist. Ich arbeite nämlich Nächte und nicht Tage. Daher muss ich meine Urlaubstagsanzahl immer umrechnen. Wenn ich 45 Stunden im Monat arbeite, muss ich 45 Stunden durch die Anzahl der Arbeitstage im jeweiligen Monat teilen, um meine tägliche Stundenzahl zu errechnen.

Bis hierhin ist alles klar. Dann wird es aber kompliziert, weil ich nämlich beispielsweise 20 Urlaubstage einreichen muss, um 3,3 Nächte Urlaub zu bekommen. Huh? Und überhaupt: verratet mir mal, wie ich “Komma 3″ Nächte Urlaub mache?! Also hab ich ein Plus von 0,3 Stunden und muss die dann irgendwo anhängen. Außerdem muss ich meinen Urlaub also pro Monat ausrechnen und das ist absolut verworren, und ich bin eh keine Mathekanone.

Also, eigentlich stimmt das auch nicht. Mit Parabeln à la f(x)=-0.8·(x-2)² -4 hab ich überhaupt kein Problem. Diese Parabel ist nach unten geöffnet und gestaucht, ihr Scheitelpunkt liegt bei x=2 und y=4 und die Polynomdarstellung lautet f(x)=-0,8x²+3,2x-4,8. Daraus wiederum lässt sich ablesen, dass der Schnittpunkt mit der y-Achse bei -4,8 liegt. Das ist üüüüberhaupt kein Problem für mich. Aber vor meiner Urlaubsplanung kapituliere ich … alles klärchen. Man sieht: in der Schule werde ich total klasse auf mögliche Aufgaben des täglichen Arbeitslebens vorbereitet. Nicht.

Aus dem Mund von … U2

U2

* * *

Ich war nie ein großer U2 Fan, aber seitdem ich den “Nelson Mandela – Der lange Weg zur Freiheit” gesehen habe, komme ich nicht mehr um “Ordinary Love” von der Band herum. Der Song ist wunderschön, besonders, wenn man ihn mit den eindrucksvollen Bildern des Films verbindet. Die obige Zeile aus diesem Lied ist mir besonders in die Ohren gedrungen und ich finde sie einfach so bildhaft und wundervoll – Gefühle, vermutlich die Liebe, einer anderen Person bei sich zu tragen und sich über Jahre hinweg sicher zu sein, dass nichts und niemand sie wegwischen könnte. Irgendwie klingt es tragisch-traurig, so, als sei man einem Irrtum erlegen und die Liebe schließlich doch verblasst. Trotzdem bleiben die Erinnerungen an die Liebe und an die Jahre, in denen man sich der Liebe sicher war. Traurig, aber gleichzeitig so schön.

Geschichten von meinem Opa

In letzter Zeit bekomme ich nicht wirklich den Schlaf, den ich bräuchte. Dementsprechend gähne ich des Öfteren mal, wenn ich bei Opa am Kaffeetisch sitze. Das kann mein Opa aber gar nicht haben, wirklich überhaupt gar nicht. Ein Mal ist okay, beim zweiten Mal guckt er mich komisch an und allerspätestens beim dritten Gähnen sagt er etwas.

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Ich: gähne
Opa: “Sag mal, was ist denn mit dir?”
Ich: “Opa, ich bin so müde!”
Opa: “Ja, dann ab ins Bett mit dir!”
Ich: “Ich hab heute Nachmittag ja schon geschlafen!”
Opa: “Geh doch abends früher ins Bett!”
Ich: “Geht nicht, ich hab immer noch so viel zu tun und dann krieg ich nur 6 Stunden Schlaf …”
Opa: “Dann musst du halt schneller schlafen.”  ;)

 

Childrens’ Actual Answers To The Question ‘What Is Love?’

When someone loves you, the way they say your name ist different.
You just know your name is safe in their mouth.’

– Billy, 4 –

‘Love is what makes you smile when you’re tired.’
– Terri, 4 –

‘Love is what’s in the room with you at Christmas
if you stop opening presents and listen.’
– Bobby, 7 –

‘If you want to learn to love better,
you should start with a friend who you hate.’
– Nikka, 6 –

‘Love is when you tell a guy you like his shirt,
then he wears it every day.’
– Noelle, 7 –

‘Love is like a little old woman and a little old man
who are still friends even after they know each other so well.’
– Tommy, 6 –

I found these accidentally on google and they all made my day. I nearly cried because I love the simpleness of love described by the kids. I don’t care whether the statements are made up or real – the point is still the same. Love isn’t complicated and hard work and only disappointing and confusing. No. Love is simple and easy and present in every day actions and often we don’t even notice it. We need to open our eyes and not just look but see.

 

Von O bis O – Aus dem Alltag einer unerschrockenen Reifenwechslerin

????????????????????????Ich kann Reifenwechseln. Ja. Weibliche Anatomie und Reifenwechselfähigkeiten schließen sich nicht aus, wie viele Männer (und leider auch einige Frauen) annehmen. Ich kann erkennen, welcher Reifen vorne links und welcher hinten rechts montiert werden muss, ich weiß, wo ich die Luftdruckangaben finde und tatsächlich auch, wie ich den Luftdrucke messe, senke und erhöhe, sollte es denn nötig sein. Ich kann meinen Fahrzeugschein lesen (obwohl ich andere Lektüre bevorzuge) und anhand der ganzen Kürzel auf dem Reifen erkennen, ob ein Reifen mal getestet werden sollte: hat er vielleicht seine besten Jahre hinter sich und sollte langsam in den Gummihimmel entsendet werden? Oder tut er’s noch ein paar Jahre? Einmal Nachmessen der Profiltiefe und Untersuchung in der Werkstatt meines Vertrauens und ich weiß Bescheid.

Nach Ostern Reifenwechsel

????????????????????????Es heißt ja, ein Paar Reifen sollte immer “von O bis O” (Ostern bis Oktober bzw. Oktober bis Ostern) gefahren werden, also hatte ich mir überlegt, ich könnte ja noch in den Ferien meine Reifen wechseln. Ich mache das immer selbst und auch wirklich gerne – da fühle ich mich immer so … kompetent! Da mein geliebter Horst (ja, mein Auto ist ein ER und wir lieben uns) schon ein recht reifer Herr ist, kam es mir in den Sinn, mal zu überprüfen, wie reif seine Reifen eigentlich sind … und so fing das Dilemma an.

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Die fiese DOT-Nummer

Normalerweise erkennt frau das Alter der Reifen an der DOT-Nummer – das Department of Transportation, also das Verkehrministerium der US of A, hat die vor ein paar Jahrzehnten eingeführt. Das ist meist eine 4-stellige Nummer (manchmal auch noch 3-stellig), die angibt, in welcher Kalenderwoche und in welchem Jahr der Reifen gefertigt wurde.

Dreistellig:

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Eine dreistellige DOT-Nummer zeigt an, dass der Reifen in den 1980ern gefertigt wurde. Sie sieht evtl. so aus: 489 – das bedeutet, der Reifen wurde in der 48. Kalenderwoche des Jahres 1989 gefertigt.

Dreistellig mit Δ (Delta):
Außerdem gibt es da noch dreistellige Nummern mit einem Deltazeichen: das Delta wird für Reifen verwendet, die in den 1990ern gefertigt wurden. Die DOT-Nummer 257Δ bedeutet also, der Reifen wurde in der 25. Kalenderwoche im Jahr 1997 gefertigt.

Vierstellig:
Die neuesten DOT-Nummern sind vierstellig. Folgende Nummer 0405 bedeutet also … na? … der Reifen wurde in der 4. Kalenderwoche des Jahres 2005 gefertigt! Richtig!

Bestens ausgerüstet ans Werk

Im Prinzip ist die Altersüberprüfung ja nun wirklich nicht so schwierig – es sei denn, man findet diese bescheuerte Nummer nicht! Also, es ist doch ein Kreuz. Da ????????????????????????will man ganz tüchtig und selbstbestimmt loslegen, seine Fähigkeiten demonstrieren und es scheitert daran, dass man mit der Lupe über dem Reifen hängt und nach  Ziffern sucht, die nicht draufstehen. Also doch: Reifen ins Auto und die Werkstatt aufsuchen, wo – natürlich! – nur Männer arbeiten, die sich bestimmt gegenseitig die ölbeschmierten Ellenbogen in die Rippen schubsen und frauenunfreundliche Dinge vor sich hinmurmeln. Hmpfr! Kann ich ja nix dafür, dass da keine Nummer drauftsteht …

Lost and found …

Nein, das war geschummelt. In meiner Werkstatt arbeiten zwar wirklich nur Männer, und der hinterm Tresen hat mich tatsächlich schief angeschaut, als ich von unauffindbaren DOT-Nummern erzählt habe, aber der, der damit beauftragt wurde, mir beim Suchen der Nummer zu assistieren, war äußerst freundlich. Und tatsächlich – die Ziffern waren in einem Kürzelwald verborgen, und ich hätte sie wirklich nicht alleine finden können. Ich wollte schon fragen, ob er mir DAS schriftlich geben kann, konnte mich jedoch grad so beherrschen …

????????????????????????

Tja … jetzt weiß ich also Bescheid, brauche keine neuen Reifen für diesen Sommer (yay!) und kann mir beim Wechseln wieder vollkommen fachfräulich und fröhlich die Finger schmutzig machen. Außerdem: nach Ostern ist ja bekanntlich vor Oktober – meine Winterreifen wechsel ich dann wirklich ohne dass mir jemand dazwischenfunken muss! Ich kann das nämlich echt.