Oh Africa – Here I come!

Liebe Lebensmaler,

ich verabschiede mich! Ich wollte euch eigentlich ganz viel von den Vorbereitungen für Afrika erzählen und euch so mitfiebern lassen, aber der Plan ist irgendwie nicht so ganz auf-, sondern wohl eher untergegangen im Stress und Alltag. Schade!

Diesen Freitag um 4.15h (ja – morgens … :( ) treffen wir uns als Gruppe mit unseren Lehrerinnen am Flughafen in Hannover und werden uns bis um 6h ärgern, dass wir alle so früh da sein müssen. Um 6.15h startet dann der Flieger Richtung Amsterdam, von wo wir nach 3 Stunden Wartezeit weiterfliegen zum Kilimanjaro Airport. Dann fahren wir noch 1-2 Stunden an unser Ziel: die Stadt Moshi in Tansania.

Der Koffer ist schon gepackt, alle Vorbereitungen sind getroffen und ich bin ziemlich fertig. Darum gehe ich jetzt ins Bett und wir lesen uns in ca. 4 Wochen wieder! Ich freu mich auf euch und hoffe, ihr seid dann noch alle mit an Bord. Bis dann!

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Outfit 3

Hallo liebe Lebensmaler,

endlich haben Kathi und ich es mal wieder geschafft, zusammenzukommen und ein wirklich tolles Fotoshooting durchzuführen. Es war einer dieser wundervollen Sommertage, an denen das Licht vom Himmel fließt, es die Erde leuchten lässt und die Luft mit Wärme durchtränkt. Wir sind in die Natur gefahren und haben die Gesellschaft, die Umgebung und den Sommer genossen. Was dabei herausgekommen ist, sehr ihr unten!

Titel

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Das ist eins meiner Lieblings-Sommeroutfits, weil ich die Farbe der Hose so gerne mag. Was ist euer Tipp für ein tolles Sommeroutfit? Wo seid ihr im Sommer am liebsten? Und habt ihr ein Accessoire, ohne das es im Sommer gar nicht geht? Welches Buch schleppt ihr überall hin mit? Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt!

 

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| Schuhe: Deichmann | Hose: Tally Weijl | Shirt: Das Regal (2nd Hand ) | Hut: JayJays (Australien) | Ohrringe: Opshop (2nd Hand, Neuseeland) | Uhr: Kleiderkreisel ( 2nd Hand) | Tasche: Aktion Mensch | Buch: Me Before You (Jojo Moyes (Deutsch: Ein ganzes halbes Jahr) |

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Zwei glückliche Katharinas ♥

Alles halb so schlimm

Heute war ich irgendwie am Ende meiner Kräfte. Alles geht schief, alles wächst mir über den Kopf, entgleitet meiner Kontrolle. Und ich war genervt und erbost und hätte heulen können. Dann habe ich einen guten Freund gefragt, ob er mit mir skypen kann, denn irgendwie schafft er es immer, mich zum Lachen zu bringen. Ich hatte Glück, denn er hat sich Zeit für mich genommen.

Erst fragte ich ihn aus, um mich abzulenken, aber schließlich schilderte ich ihm alles, was mich nervte und er lachte. Er lachte und sagte: “Katha, all you need is money. You need money and you’ll be all good.” Oh-oh. Mich auszulachen, wenn ich eh schon am Rand der Verzweiflung balanciere, ist absolut nicht zu empfehlen. Und sein Vorschlag war ja nun beim besten Willen nicht konstruktiv, sondern legte meine Wunde quasi direkt in Salz ein.

ABER (und das ist wichtig) gleich darauf wurde er ernst und sagte, wir würden eine Liste machen und die Probleme lösen. (Mit Listen kriegt man mich immer.) Und er fasste meine Probleme denn auch ganz kurz und unemotional zusammen:

– kein Auto
– keine Möbel
– keine Ahnung, wie viel Material ich für ein bestimmtes Projekt kaufen muss
– keine Medizin und Vorbereitungen für Tansania
– keine Zeit
– kein Geld

Dann fragte er, wo ich mir ein Auto leihen oder mieten könne. Er fragte, ob ich eine Matratze und Besteck hätte. Er sagte, ich solle Infos verlangen. Er sagte, ich solle losgehen und Medizin kaufen. Er fasste sachlich zusammen, wie viel Zeit ich für was brauchen würde und erklärte, ich hätte noch genug Zeit für alles andere. Und zum Abschluss sagte er: “Katha, in life problems come and problems go. Just get yourself up and start.” Und ich wollte ihn dafür in den Arm nehmen.

Ich weiß auch nicht richtig, was da passiert ist. Vielleicht lag es daran, dass er alles leichter genommen hat, als ich es nehmen konnte. Er hat sich gar nicht auf meine emotionale Achterbahnfahrt eingelassen, sondern sein Ding durchgezogen. Aber nicht, ohne mir zuzuhören und mich das machen zu lassen, was mir Sicherheit gibt: eine Liste. Ich glaube, das war genau das Richtige, denn hätte er versucht, mich “in echt” aufzumuntern, also konstruktive Vorschläge gemacht mit der Erwartung, dass ich sie genau so umsetze, dann hätten wir beide irgendwann verzweifelt. Er hat mich zwar ernst genommen, aber nicht überernst, und das brauchte ich. Jemanden, der mir zeigt: “Hey, soo schlimm ist es nicht, und es gibt Alternativen zum in-der-Ecke-sitzen-und-jammern. Das kannst du zwar ‘ne Zeit lang machen, und das ist okay, aber dann solltest du weitermachen.”

Ein guter Rat – und danke Skype gar nicht teuer. Aber gute Freundschaft ist ja eh unbezahlbar.

 

Ein Vierteljahrhundert

Meine Damen und Herren …

… ich bin seit Freitag offiziell ein Vierteljahrhundert auf dieser Erde! Verrückt. Sonst kein Fan von großen Feiern mit vielen Gästen habe ich es dieses Jahr gewagt, alle meine Freunde einzuladen, mit mir meinen Geburtstag zu feiern. Ich dachte, dieses Jahr passt einfach alles: zweiter Ferientag, ein Freitag, ich werde 25, wer weiß, wo alle anderen und vor allem ich nächstes Jahr nach abgeschossener Ausbildung sind – außerdem war mir verrückterweise danach und was soll ich sagen? Ich hatte eine wundervolle Feier (von der leider wie letztes Jahr kaum Fotos existieren).

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Mein Geburtstagskuchen – jedes Jahr bekomme ich einen mit Kerzen und dem aktuellen Alter aus Smarties.

Am Donnerstagnachmittag habe ich dekoriert, Stühle, Tische und einen Feuerkorb an Ort und Stelle gerückt, abends stand ich dann 4 Stunden in der Küche, um zu backen und zu kochen. Der Spaß ging Freitagmorgen weiter und ich kam trotz penibelstem Zeitplan in Stress – wie eigentlich jeder, oder? Bitte sagt mir, dass ich nicht die Einzige bin, die kurz vor Ankunft der Gäste einen roten Kopf und schwitzige Hände bekommt, weil noch nicht alles da ist, wo es sein soll.

Die Feier an sich war dann jedenfalls wirklich großartig. Es war ein Fest der offenen Tür, sodass meine Freunde eintreffen und so lange bleiben konnten, wie sie wollten bzw es ihnen möglich war. Ich habe so viele Komplimente, Umarmungen, Lächeln und Fröhlichkeit geschenkt bekommen und war ganz gerührt, wie viele Menschen sich auf den weiten Weg zu mir gemacht hatten, um mir zu gratulieren und Zeit mit mir zu verbringen … inklusive einiger Überraschungsgäste!

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Überraschungsgast Tini und ich. Eine Prise Fröhlichkeit :)

Die Geschenke, die die Gäste mitbrachten, haben mich schlichtweg überwältigt. Unbeschreiblich, wie viele Gedanken, Mühe und Zeit in die Geschenke geflossen sind – ich habe einfach die besten Freunde der Welt. Mein Gabentisch bog sich buchstäblich nach unten, so überladen war er, und ich hab mich einfach so unglaublich bedacht und umsorgt gefühlt. Das Wetter hat auch mitgespielt und mir den ganzen Tag Sonne satt beschert – auch abends noch, sodass ich mein geliebtes Lagerfeuer anfachen konnte. Es geht doch nichts über Musik, Knabberkram, Stockbrot, Marshmallows und geräucherte Kleidung, während die Sonne langsam verschwindet. Es war perfekt (seufz). Auch meine Schwester hat sich der Lagerfeuergesellschaft noch angeschlossen, was mir sehr viel bedeutet hat.

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Meine Geschenke in Reih und Glied – und der Kater passt auf.

Aber nicht nur die Feier an sich war fabelhaft, sondern auch alle, die an mich gedacht haben. Ich habe nicht nur Besuch und Geschenke bekommen, sondern auch Anrufe und Post in jeglicher Form: Briefe, sms, Emails oder facebook-Nachrichten. Ich fand es wunderbar, am nächsten Tag auch noch Geburtstagsfeeling zu haben, während ich alle lieben Wünsche und Nachrichten gelesen habe. Unglaublich, wie viele Menschen auf der Welt sich um mich kümmern.

25 Jahre auf der Erde also – verrückt. Oder? Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass ich, was die Persönlichkeit betrifft, viel besser in meine Haut passe als bspw. vor 7 Jahren. Mit 18 hätte ich eine solche Feier weder gewuppt gekriegt noch genossen. Ich habe das Gefühl, ich bin viel mehr die Person, die ich wirklich sein will. Und das strahle ich auch aus, sodass mir oft meine eigene, lebhafte und neugierige Persönlichkeit aus den blitzenden Augen oder dem Lächeln meines Gegenübers entgegenblickt. Ich finde es schön, mich so wohlzufühlen, und hoffe, dass das keine Frage des jungen Alters ist, sondern dass ich das beibehalte, wenn ich zum Beispiel 75 werde.

Eine Freundin hat es in etwa so formuliert: “Ein Vierteljahrhundert geschafft – 3x noch das Ganze, dann hast du die 100 voll!” In diesem Sinne – auf die nächsten 25 Jahre … und dann wieder … und wieder … :)

Verliebt

Kennt ihr dieses verwirrende, magenumdrehende Gefühl, wenn man jemanden trifft, der ganz besonders scheint? Ich habe es vor ein paar Monaten gespürt und es sprang mich an wie ein Raubtier aus dem Gebüsch: unerwartet, heftig, angsteinflößend. Aber es war auch irgendwie schön. Ich konnte überhaupt nicht verstehen, was da los war. Wochenlang waren sie immer da, diese Gedanken und die Verwirrung: was soll das werden? Freundschaft? Ist das Verliebtsein? Ich kannte die Person nicht sonderlich gut, aber wenn ich sie gesehen habe, hat mein Herz angefangen, wie wild zu klopfen – ich war nicht außer Atem oder nervös wegen irgendetwas, ich hatte keinen Kreislaufkollaps oder Asthma. Nein, es lag schlicht und ergreifend an der Präsenz dieser einen Person – das Raubtier machte sich bereit zum Sprung.

Ich habe dauernd über die Person geredet – dau-ernd. Wie das eben so ist, wenn man jemanden toll findet und in ungefähr jedem Gespräch den Namen desjenigen erwähnen muss. XY hat dies gesagt, XY hat das so gemacht, XY meint … Puh. Wenn ich die Person gesehen habe und sie auf mich zukam, mich anlächelte … dann war alles gut, der Tag war gut, mir ging es gut. Alles war irgendwie anders plötzlich. Ich sah die Person ständig, hoffte, sie zu sehen, hoffte, sie nicht zu sehen – denn so gut, wie es manchmal war, so furchtbar war es an anderen Tagen – es verstärkte die Verwirrung und das Magenflimmern nur und ich wusste überhaupt nicht, wohin mit mir und was da eigentlich los ist. Unerklärlich. Merkwürdig.

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Das alles hat vor über einem halben Jahr begonnen und ich habe gerade meinem Tagebuch die jetzige Situation anvertraut: “Ich kann ganz schwer einschätzen, ob ich verliebt bin. Zumindest bin ich mir jetzt sicher, dass ich mir unsicher bin.” Ganz klarer Fall also. Aber für mich ergibt es Sinn. Ich habe die Person besser kennengelernt und denke immer noch oft an sie. Ich mag ihr Lachen und ihr offenes Gesicht und wie wir manchmal philosophieren. Ich konnte durch die Gespräche einen ruhigeren Standort gewinnen, quasi eine markierte Stelle im Sturm der Gefühle, von der aus ich mir alles Herumwirbelnde in Ruhe angucken und warten kann, bis ich die Gefühle und Gedanken gründlichst von allen Seiten betrachtet habe. Denn herumwirbeln tut da immer noch eine Menge. Aber nach dem gründlichen Betrachten kann ich immer noch entscheiden, was ich fühle und denke und (unternehmen) will.

Diese Erkenntnis tut gut. Und das Lächeln, das die Person mir ins Gesicht zaubert, das nehme ich einfach an. Ein bißchen Magie kann ja nicht schaden.

Heute vor 5 Jahren …

Ich kann es gar nicht glauben, dass es schon 5 Jahre her ist, dass ich meinen Rucksack gepackt habe und losgezogen bin zu einer Insel am anderen Ende der Welt. Ich hatte damals überhaupt keinen Schimmer von dieser Insel und was mich dort erwarten, was ich dort erleben würde … Wenn ich jetzt zurückgucke auf die Zeit dort, dann bin ich immer noch so unglaublich dankbar für all die Liebe und das Glück, die und das ich dort erfahren habe und für all die Menschen, die ich entlang des Wegs getroffen habe. Ich bin damals quasi nach Hause gereist, ohne es zu wissen. Ich habe in Neuseeland ein zu Hause gefunden, Menschen, die so ticken wie ich und einen Platz, an dem mein Herz gleichzeitig vor Aufregung laut und schnell schlägt und sich beruhigt zurücklehnt und ankommt. Es ist erstaunlich, wie sehr ich Neuseeland verfallen bin und was für einen riesigen Platz diese Insel am anderen Ende der Welt in meinem Herzen einnimmt. Ein Teil von mir wird immer dort unten sein und ich kann es nicht erwarten, endlich wieder “nach Hause” zurückzukehren. Zum Jahrestag möchte ich einige Aufnahmen mit euch teilen. Wenn ihr Fragen habt, stellt sie gerne, ich werde Rede und Antwort stehen. Wenn ihr euch mehr Bilder wünscht, bin ich mehr als bereit, euch noch zusätzliche hochzuladen. Aber jetzt erstmal: Vorhang auf!

Kei te aroha au ki a koe Aotearoa! <3